"No Groko"Foto: Steffi Loos/Getty Images

„Einen Zehner gegen die ‚GroKo'“: Jusos in NRW wollen Große Koalition mit allen Mitteln verhindern

Epoch Times23. Januar 2018 Aktualisiert: 23. Januar 2018 10:23
Die Jusos stemmt sich energisch gegen eine Neuauflage der Großen Koalition. "Jetzt gilt es, möglichst viele 'GroKo'-Kritiker in die Partei zu holen, damit wir beim Mitgliederentscheid das Ergebnis sprengen können", sagte Nordrhein-Westfalens Juso-Chef Frederick Cordes.

Die Jusos in Nordrhein-Westfalen wollen mit einer Kampagne unter dem Motto „Einen Zehner gegen die ‚GroKo'“ eine weitere Große Koalition verhindern.

„Jetzt gilt es, möglichst viele ‚GroKo‘-Kritiker in die Partei zu holen, damit wir beim Mitgliederentscheid das Ergebnis sprengen können“, sagte Nordrhein-Westfalens Juso-Chef Frederick Cordes der „Rheinischen Post“ vom Montag. Zehn Euro entspreche dem Mitgliedsbeitrag für zwei Monate.

Geplant ist Cordes zufolge eine „möglichst bundesweite Kampagne“. „Und wenn wir uns durchsetzen, bleiben bestimmt viele Neumitglieder der SPD erhalten.“ Mit Rücktrittsforderungen gegen SPD-Chef Martin Schulz rechnet der nordrhein-westfälische Juso-Vorsitzende aber nicht. „Ich sehe keine Bewegung bei den Jusos, die sich jetzt gegen Martin Schulz richten würde. Uns ging es nie um ihn, sondern um die Zukunft der Partei.“

In einer in Düsseldorf verbreiteten Pressemitteilung verwies Cordes am Montagnachmittag darauf, dass die meisten Menschen große Vorbehalte vor dem Eintritt in eine Partei hätten. „Die schreiben lieber 800 Tweets oder 2000 Facebook-Kommentare, in denen sie uns mitteilen, wie sauer und enttäuscht sie sind, wenn die SPD erneut in eine Große Koalition geht.“

„Wir sagen: Wer der SPD so viel Zeit widmet, kann doch auch genauso gut eintreten“, fügte Cordes hinzu. „Denn dann kann man nicht nur meckern, sondern auch demokratisch mitbestimmen.“ Wer wolle, „dass die SPD wieder zu einer starken linken Volkspartei wird, kann das jetzt maßgeblich mitentscheiden. Kostet halt ’nen Fünfer pro Monat.“

Die Delegierten des Bonner SPD-Sonderparteitags hatten am Sonntag mit knapper Mehrheit grünes Licht für Koalitionsverhandlungen mit den Unionsparteien gegeben. Die Parteivorsitzenden von SPD, CDU und CSU wollten am Montagabend zu einem Spitzengespräch zusammenkommen. Der tatsächliche Verhandlungsbeginn war aber zunächst noch offen. (afp)



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