Einkommen in Ostdeutschland 17,2 Prozent unter dem in Westdeutschland

Epoch Times8. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 16:38
Ein Drittel der Beschäftigten verdient weniger als 1500 Euro Brutto pro Monat, im Schnitt haben unter 30-Jährige ein Einkommen von 1855 Euro - über 35 Jährige von 2717 Euro. Das Einkommen in Ostdeutschland liegt 17,2 Prozent unter dem in Westdeutschland.

Rund 31 Prozent der jungen Beschäftigten haben einer neuen Studie zufolge ein monatliches Bruttoeinkommen von weniger als 1500 Euro. 30 Prozent verdienen mehr als 2500 Euro. Dabei liegt das Einkommensniveau in Ostdeutschland 17,2 Prozent unter dem in Westdeutschland.

Im Schnitt haben unter 30-Jährige ein Einkommen von 1855 Euro – über 35 Jährige von 2717 Euro.

Fast die Hälfte aller jungen Beschäftigten hat keinen regulären Vollzeitjob

Mehr als einer von vier Beschäftigten unter 35 Jahren arbeitet nicht in einem regulären Vollzeitjob. 27,9 Prozent sind „atypisch“ in befristeten, Teilzeit-Jobs, Zeitarbeit und/oder Minijobs beschäftigt. Laut der Umfrage im Auftrag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sind bei den unter 25-Jährigen sind sogar 46,4 Prozent in atypischer Beschäftigung.

Eine große Rolle spielen Befristungen: Sind bei den über 35-Jährigen lediglich 5 Prozent befristet angestellt, ist der Anteil bei den unter 35-Jährigen mit 16,2 Prozent mehr als dreimal so groß.

Fast zwei von drei jüngeren Beschäftigten fühlen sich nach eigener Aussage dadurch belastet, dass sie ihre spätere Rente nicht oder nur gerade für ausreichend halten. Bei den über 35-Jährigen sind es 53,2 Prozent. 35,7 Prozent der unter 35-Jährigen fühlen sich belastet, weil sie ihr Einkommen nicht für angemessen halten. Bei den Älteren sind es 29,7 Prozent.

61 Prozent der jungen Beschäftigen machen regelmäßig Überstunden

Unter Arbeitsstress und Zeitdruck leiden Jüngere weniger als Ältere. Jeder Dritte unter 35 fühlt sich deshalb belastet, bei den Älteren sind es gut 41 Prozent. Dabei machen 61 Prozent der jungen Beschäftigten regelmäßig Überstunden.

Der DGB-Bundesjugendsekretär Florian Haggenmiller nannte die Ergebnisse alarmierend. „Junge Menschen sind im Job enorm unter Druck“, sagte er der dpa. Während die meisten Jüngeren einen sicheren Arbeitsplatz wollten, an dem sie sich selbst einbringen können, arbeiteten sie überdurchschnittlich oft befristet.

„Über 65 Prozent sind in den letzten 12 Monaten krank zur Arbeit gegangen“, sagte er zudem mit Bezug auf weitere Umfrageergebnisse.

Vor allem im Gesundheitssektor und im Bau werde über Arbeitshetze und Zeitdruck geklagt. „Alarmierend sind diese Werte auch deshalb, weil die Fehlerhäufigkeit unter diesen Bedingungen zunimmt.“ (dpa)

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