Erfahrungen eines Schulbegleiters: Wie entwickelt sich die Inklusion weiter?

Epoch Times14. Januar 2020 Aktualisiert: 14. Januar 2020 18:05
Welche Auswirkungen hat die Inklusion im Schulalltag? Die Schilderungen der Tatsachen stehen im auffallenden Gegensatz zu den eigentlich proklamierten Zielen der Inklusion.

Wie die Epoch Times in ihrem Artikel „Inklusion – Fluch oder Segen?“ im Oktober 2018 berichtete, ist die Inklusion an unseren Schulen durchaus nicht ganz unumstritten. Nun, nachdem eine lange Zeit seit dem Erscheinen dieses Berichtes vergangen ist, wandten wir uns noch einmal an unsere Quellen und Informanten, um in Erfahrung zu bringen, welche Ergebnisse das weitere Voranschreiten der Inklusion gebracht hat.

Dabei berichtete ein Mitarbeiter von einem Kind mit einer körperlichen Behinderung, welches den geistig-intellektuellen Anforderungen einer Regelschule durchaus gewachsen ist. Doch durch seine körperliche Behinderung kommt es bei ihm sehr schnell zu Ermüdungserscheinungen, sodass er sich schon nach kurzer Zeit aus dem Unterricht zurückziehen muss. Das Ergebnis ist, dass er nur einen Bruchteil des Lernstoffes bewältigen kann und ein ordentlicher Abschluss an der von ihm derzeit besuchten Schule bereits jetzt schon unmöglich ist.

Dies ist jedoch kein Einzelfall, viele Schulen berichten übereinstimmend über das gleiche Phänomen. Die Schilderungen dieser Tatsachen stehen im krassen Gegensatz zu den eigentlich proklamierten Zielen der Inklusion.

Dies betrifft in noch größerem Maße die Kinder mit einer geistigen Behinderung. Auch bei dieser Gruppe können mehrere Schulen jetzt schon mit Bestimmtheit prognostizieren, dass diese Kinder keinen ordentlichen Abschluss an ihren Schulen machen können.

Wie wir bereits berichteten, kostet das bundesweit geschätzte 660 Millionen bis zu einer Milliarde Euro pro Jahr und muss vom  Steuerzahler erwirtschaftet werden.

Die Situation der Schulbegleiter

Ein weiteres aktuelles Beispiel, welche weiteren Auswirkungen Inklusion im Alltag hat, beschrieb eine Schulbegleiterin so: „Ich muss die Anforderungen der Inklusion umsetzen und muss mich stets bemühen, Kinder, die eigentlich aus ihren Krankheitsbildern heraus den Lehrstoff gar nicht bewältigen können, zu ‚vollwertigen‘ Schülern zu machen. Dazu kommen noch die Anforderungen meines Arbeitgebers [Anm. der Redaktion: Schulbegleiter sind nicht bei den Schulen, sondern bei anderen Trägern angestellt] und die Gesetze.“

Und weiter: „Ebenfalls bin ich von meinem Arbeitgeber verpflichtet worden gravierende Fälle nicht öffentlich zu machen, weil einige Menschen sich durch die sogenannte Inklusion nämlich eine goldene Nase verdienen. Dies darf natürlich keinesfalls gefährdet werden. Darüber hinaus darf ich wichtige Informationen wegen des sogenannten Datenschutzes (DSGVO) nicht bzw. nur in unkenntlicher Form weitergeben. Auch die Anforderungen, welche die Schule an mich stellt, muss ich berücksichtigen. Des Weiteren werden von den Lehrern auch noch spezielle Wünsche an mich herangetragen, sodass ich mich in einem ständigen Spannungsfeld bewege. Wenn das so weitergeht, werde ich wohl bald so ausgebrannt sein, dass ich mich leider krankmelden muss.“

Auch diese Auswirkungen wurden der Epoch Times von mehreren Schulbegleiterinnen aus verschiedenen Städten übereinstimmend geschildert. Die Kosten für die Krankmeldungen trägt dann ebenfalls wieder die Gemeinschaft.

Körperliche Angriffe

Aus einer anderen Schule schilderte ein Pädagoge den Fall eines hochgradig aggressiven Jungen mit einer schweren Störung in seiner emotional-sozialen Entwicklung. Seit nun schon zweieinhalb Jahren geht dieser Junge ohne Vorwarnung und ohne erkennbaren Grund in fast jeder Pause auf seine Mitschüler los. Dabei schlägt und tritt er seine Mitschüler auf brutale Art und Weise, sodass es nun schon mehrfach vorgekommen ist, dass die Opfer schwere Verletzungen davontrugen und sie sich im Krankenhaus behandeln lassen mussten.

Auch gab es von diesem Kind schon mehrfach tätliche Angriffe auf seinen Schulbegleiter. Dabei sind den Schulbegleitern völlig die Hände gebunden, weil sie auch ein aggressiv prügelndes Kind per Gesetz nicht anfassen (z.B. festhalten oder zurückhalten) dürfen. Von ähnlichen Fällen berichteten auch Mitarbeiter an anderen Schulen.

Gefrustete Eltern

An mehreren Schulen ist nun zu beobachten, dass sich die Eltern der Opfer „zusammenschließen“ um gemeinschaftlich gegen die aggressiv prügelnden Kinder und deren Eltern vorzugehen.

So ist mittlerweile bekannt geworden, dass in einer großen Stadt der Vater eines Prügelopfers einen Polizisten, mit dem er zusammen in einem Verein Sport treibt, auf privater Ebene „um Hilfe“ gebeten hat. Dieser Polizist ging am Tag darauf in Uniform ohne jeglichen Dienstauftrag und ohne Anmeldung in besagte Klasse und unterzog das Täterkind unter den Augen der geschockten Lehrer und der anderen Kinder „einer Belehrung“. Drohungen inklusive.

Ebenfalls wurde berichtet, dass die Eltern nicht-behinderter Schüler nicht nur mit Mobbing gegen die Eltern der behinderten Schüler vorgehen, sondern dass sie ihren Kindern sogar „einimpfen“ auf gar keinen Fall mit dem behinderten Kind zu spielen. Dies sollen die nicht-behinderten Kinder so lange „durchziehen“, bis das behinderte Kind von selbst sagt, dass es diese Schule nicht mehr besuchen möchte. Auch dies ist kein Einzelfall. (fs)

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