Mercedes begrüßt die Entscheidung der EU für das Verbrenner-Aus 2035.
Ein Mercedes-Stern, das Logo der Marke Mercedes-Benz.Foto: Fabian Sommer/dpa

Erste Klimaklage der Umwelthilfe gegen Unternehmen

Epoch Times16. Juni 2022 Aktualisiert: 16. Juni 2022 12:21
Die Deutsche Umwelthilfe geht gegen eine ganze Reihe von Unternehmen vor und zieht vor Gericht. Ziel ist der klimagerechte Umbau der Konzerne. Den Auftakt macht ein Prozess gegen Mercedes-Benz.

Zum ersten Mal will sich am Dienstag ein Gericht mit den Klimaklagen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gegen Unternehmen befassen. Am Landgericht Stuttgart geht es um die Forderungen des Vereins gegen den Stuttgarter Autobauer Mercedes-Benz, wie beide Seiten am Donnerstag bekannt gaben.

Die DUH fordert nach eigenen Angaben den klimagerechten Umbau des Konzerns. Insbesondere sollten die CO₂-Emissionen der Fahrzeuge im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen und dem deutschen Klimaschutzgesetz drastisch reduziert werden. „Mercedes-Benz soll dazu unter anderem bis zum Jahr 2030 den Verkauf klimaschädlicher Verbrenner-Autos stoppen“, teilte die DUH mit.

Spurwechsel längst vollzogen?

Ein Konzernsprecher entgegnete, Mercedes-Benz habe längst den Spurwechsel zur Klimaneutralität eingeleitet: Beispielsweise wolle das Unternehmen bis zum Ende dieses Jahrzehnts vollelektrisch werden, wo es die Marktbedingungen zulassen. „Der CO₂-Fußabdruck pro Pkw soll bis 2030 um mehr als die Hälfte gegenüber 2020 verringert werden.“ Ab 2039 strebe man eine klimaneutrale Pkw- und Van-Neufahrzeugflotte an; das sei elf Jahre früher, als es die EU-Gesetzgebung vorschreibt. Insgesamt werde das Unternehmen von 2022 bis 2030 mehr als 40 Milliarden Euro in batterieelektrische Fahrzeuge investieren.

Die DUH klagt den Angaben zufolge auch gegen den Autokonzern BMW und den Öl- und Erdgaskonzern Wintershall Dea. Nach dem Klimabeschluss des Bundesverfassungsgerichts 2021 hatte der Verein mit Greenpeace, die wiederum gegen VW klagten, diese ersten Verfahren gegen Konzerne eingeleitet. In den Zivilprozessen der DUH sei die Verhandlung vor dem Landgericht Stuttgart nun die erste in erster Instanz. (dpa/mf)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion