Ursula Haverbeck glaubt nicht an den Holocaust.Foto: FRISO GENTSCH/AFP/Getty Images

Erstmals rechtskräftig zu Haftstrafe verurteilt – 89-jährige Haverbeck glaubt nicht an den Holocaust

Epoch Times13. Februar 2018 Aktualisiert: 13. Februar 2018 17:41
Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist erstmals rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Das Oberlandesgericht Celle lehnte die von ihr angestrengte Revision ab. Noch ist unklar, ob sie sich gegen den Haftantritt wehren wird.

Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist erstmals rechtskräftig zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt worden.

Einen entsprechenden Bericht des Norddeutschen Rundfunks bestätigte eine Sprecherin des Oberlandesgerichts (OLG) im niedersächsischen Celle am Dienstag, ohne den Namen der 89-Jährigen zu nennen.

Das OLG verwarf demnach die von Haverbeck angestrebte Revision gegen ein Berufungsurteil des Landgerichts Verden wegen Volksverhetzung gegen sie.

Das bedeutet laut Sprecherin, dass die Verurteilung zu zwei Jahren Haft rechtskräftig ist und vollstreckt werden kann. Dafür ist die Staatsanwaltschaft zuständig. Haverbeck könnte aber versuchen, den Haftantritt etwa durch Verweis auf ihren Gesundheitszustand zu verhindern. Dann müssten Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte dies prüfen.

Nach Angaben eines Sprechers der für ihren Fall zuständigen Staatsanwaltschaft in Verden wurde Haverbeck bislang noch nicht zum Haftantritt geladen. Ob sie dagegen Einwände vorbringen werde, sei derzeit nicht absehbar, sagte er.

Haverbeck leugnet immer wieder öffentlich den von den National-Sozailsten organisierten Völkermord an den Juden während des Zweiten Weltkriegs. Haverbeck wurde bereits diverse Male zu Geld- und Bewährungsstrafen verurteilt.

In den vergangenen Jahren fällten Richter auch mehrfach Urteile ohne Bewährung. Der vom Celler OLG entschiedene Fall ist aber der erste, der rechtskräftig endgültig geklärt wurde. (afp)

Ursula Haverbeck im Panorama Interview März 2015:



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion