Essenträger für Asylbewerber gesucht! – Grüne Miriam Koch: „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“

Epoch Times15. Juni 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 22:33
Am Freitag suchte die Flüchtlingsbeauftragte der Düsseldorfer Grünen, Miriam Koch, über ihre Facebook-Seite händeringend nach freiwilligen Helfern. Die Aufgabe: für Asylbewerber das Essen zweimal täglich in den fünften Stock im Ausweichquartier zu tragen. Die auf ihrer Facebook-Seite verbliebenen/nicht gelöschten Kommentare ergeben einen Blick in eine ganz eigene Welt, mit eigener Logik...

"Die Johanniter suchen auf der Roßstr. fürs Wochenende helfende und starke Hände! Jeweils um 11 Uhr und 4 Uhr morgens muss das Essen vom EG in die 5te Etage gebracht werden. Wer sich körperlich fit fühlt und unterstützen möchte, schickt mir eine PM mit Rufnummer. Frei nach dem Motto ›wer zuerst kommt, mahlt zuerst‹ werden die ersten 10 Personen dann direkt durch die Leitung vor Ort kontaktiert und kommen zum Einsatz!"

Die Zielgruppe dieses ungewöhnlichen Aufrufs ist ein Teil der rund 300 alleinreisenden männlichen Immigranten aus der von Bewohnern abgebrannten Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Messehalle 18 in Düsseldorf. Jetzt sind etwa 200 der Asylbewerber vorübergehend im ehemaligen Finanzamt in der Roßstraße untergebracht.

Doch die Sache hat einen Haken: Der Aufzug im Gebäude ist defekt, weshalb zehn freiwillige Träger gesucht wurden, die den männlichen Asylbewerbern das Essen in den fünften Stock bringen sollten.

Insider-Logik?

Der Aufruf löste einiges an Empörung im Netz aus. Selbst Menschen, die gerne helfen, fragten sich: "Sehr geehrte Frau Koch, ich bin ein hilfsbereiter Mensch, aber ich kann nicht verstehen, dass Menschen, die bereitwillig tausende Meilen gereist/geflüchtet sind…"

Ein anderer Leser konterte: "Weil die kein Gesundheitszeugnis haben ! Deutsches Recht ! Entweder man hilft oder hält sich einfach zurück mit seinen Kommentaren…"

Worauf eine Leserin daran erinnerte: "die Helfer sollten auch kein Gesundheitszeugnis mitbringen".

Eine junge Dame schaltete sich ein, um einem User zu antworten, der zuvor schrieb: "Aus welchem Grund werden hierfür Helfer benötigt? Würden wir hier über Familien, Kinder oder alte Menschen sprechen, würde ich mich sofort freiwillig melden."

"ob du es glaubst oder nicht – da sind auch Familien, Kinder und alte Menschen mit bei. Also melden!" 

Woher die junge Dame ihre Informationen über die Zusammensetzung der Bewohnerschaft bezog ist unklar. Jedenfalls sollte es logisch sein, dass alleinreisende junge Asylbewerber nach einem Umzug aus einer abgebrannten in eine behelfsmäßige Unterkunft immer noch alleinreisende junge Asylbewerber bleiben und nicht zu "Familien, Kindern und alten Menschen" werden.

Das Ganze wurde reichlich verzwickt und nahm mehr und mehr eine pauschalisierende und am tatsächlichen Fall abgleitende Gesprächswendung, mit gegenseitigen Vorwürfen nicht helfen zu wollen, nichts zu verstehen, keine Ahnung zu haben…

Die Ausgangsfrage war eigentlich eine ganz simple. Ein Leser/Leserin auf Facebook fasste es so zusammen:

"Ich denke, es ist dasselbe Problem wie mit dem Sauberhalten der Einrichtung. Warum um Himmels willen, kann man die Bewohner nicht für solche Arbeiten einteilen.

Jeder normale Mensch muss sich sein Essen holen und seine Räume selber sauber halten. Warum muss dafür in solchen Einrichtungen externes Personal eingestellt werden. Völlig unverständlich für einen Steuerzahler.

Und wenn der Schokopudding ausgeht, nicht auszumalen, was dann passiert … Einfach lächerlich!!"

Der fehlende Schokopudding soll ja einer der auslösenden Faktoren gewesen sein, warum der Chef der Nordafrikaner-Clique im Heim sich so sehr geärgert hatte.

Heute Nachmittag, nach Löschung von einer "Fülle von diffamierenden, beleidigenden, radikalen, politischen, sexistischen oder rassistischen Äußerungen" relativierte die Grünen-Politikerin ihren Aufruf: "Es war nie Sinn des Aufrufes, Freiwillige zu suchen, die untergebrachte Flüchtlinge "bedienen" sollen, sondern die sie bei der Abwicklung unterstützen sollten." (sm)

Siehe auch:

Düsseldorfer Asylbrand: Kein Schokopudding für den dicken Boss der Clique

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