Evangelische Kirche fordert „klare Kante“ gegen Rechts

Epoch Times6. November 2016 Aktualisiert: 6. November 2016 16:33
"Wir müssen klare Kante zeigen gegenüber allen Versuchen, 'völkisches' Gedankengut und rechtsextremistische Kampfrhetorik in unserem Land wieder salonfähig zu machen", sagte Bedform-Strohm auf der EKD-Synode am Sonntag in Magdeburg.

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, hat eine klare Positionierung gegen Rechtsextremismus gefordert. „Wir müssen klare Kante zeigen gegenüber allen Versuchen, ‚völkisches‘ Gedankengut und rechtsextremistische Kampfrhetorik in unserem Land wieder salonfähig zu machen“, sagte Bedform-Strohm auf der EKD-Synode am Sonntag in Magdeburg.

Mit dem Rechtspopulismus geht nach Ansicht des Ratsvorsitzenden auch ein „Zusammenbruch des Wertesystems im Internet und speziell den Social Media“ einher. Wegen der dort zunehmenden Hasswelle forderte Bedford-Strohm Hetzverbote: „Wer unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit gegen andere hetzt, der muss gestoppt werden.“

Wer Hass gegen Menschen schüre, „die ohnehin zu den Schwächsten gehören, der setzt sich in klaren Widerspruch zu den Grundorientierungen, für die unser Staat und unsere Gesellschaft stehen. In jedem Falle kann er sich nicht auf das Christentum berufen“, sagte Bedford-Strohm.

Der EKD-Ratsvorsitzende bekräftigte zudem in Hinblick auf die Flüchtlingsproblematik, dass sich die Evangelische Kirche sich weiter dafür einsetzen werde, „dass dieses Land gastfreundlich bleibt und dass die Integration der Flüchtlinge hier in Deutschland gelingt“. Deutschland müsse irgendwann im Rückblick sagen können: „Es war schwer damals, aber wir haben es geschafft und wir sind als Land durch die Menschen, die hierher gekommen sind, reicher geworden.“ (afp)

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