Ein Symbol für Weimar: Das Denkmal von Goethe und Schiller.Foto: iStock

Thüringens Ex-Ministerpräsident warnt CDU vor Koalition mit Linken

Epoch Times26. Oktober 2019 Aktualisiert: 26. Oktober 2019 6:41
"Rot-Rot-Grün hat viele Früchte geerntet, die vorher gesät worden sind - doch das hat mit der Regierung nichts zu tun", sagte Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU).

Thüringens ehemaliger Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) hat die CDU vor einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei gewarnt.

„Eine Koalition der CDU mit den Linken ist für mich nicht vorstellbar. Eine solche Koalition würde mit Recht einen erheblichen Teil unserer Wähler vertreiben“, sagte Vogel dem Fernsehsender n-tv.

Zugleich rechnet er mit einer komplizierten Regierungsbildung nach der Wahl in Thüringen am Sonntag. „In der Tat können schwierige Konstellationen entstehen“, so der CDU-Politiker weiter. Die guten Umfragewerte für den Thüringer Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) hält Vogel für „beeindruckend“. Allerdings erklärt er sie damit, dass der Ministerpräsident „eine beachtliche Fähigkeit entwickelt“ habe, sich als Landesvater darzustellen und alle Schwierigkeiten seiner Regierung zu überwinden, indem er sich so schnell wie möglich von ihnen distanziere.

Die Erfolge der Koalition von Linkspartei, SPD und Grünen erklärt der CDU-Politiker mit der Arbeit der Vorgängerregierungen: „Rot-Rot-Grün hat viele Früchte geerntet, die vorher gesät worden sind – doch das hat mit der Regierung nichts zu tun“, sagte Vogel.

Die hohen Werte für die AfD in Ostdeutschland überraschen ihn nicht. „Nur wer sich mit dem Osten nicht befasst, kann sich darüber wundern. Hier sind ungeheure Veränderungen vor sich gegangen“, so der ehemalige thüringische Ministerpräsident weiter.

Zugleich warnte er davor, die AfD zu sehr in den Mittelpunkt zu rücken. Er stelle mit Freude fest, dass alle Parteien Gespräche oder gar Koalitionen mit der AfD ausgeschlossen hätten. „Ich finde, das sollte man ein für alle Mal deutlich sagen, und dann nicht mehr Zeit damit verplempern, jeden Tag die AfD zum Hauptgesprächsthema zu machen. Im Moment wird über die Partei und ihr Programm zu viel und mit ihren Wählern zu wenig geredet“, sagte Vogel dem dem Fernsehsender n-tv.

Zudem äußerte er sich auch zum Niedergang der Sozialdemokratie und der SPD-Mitgliederbefragung. Er hoffe sehr, dass die SPD wieder zur Volkspartei werde, so der CDU-Politiker. „Und ich sehe noch immer Chancen dafür. Wenn man sich allerdings ein halbes Jahr Zeit nimmt, um einen Vorsitzenden zu finden, wenn aus der Riege der SPD-Spitzenpolitiker nur ein einziger bereit ist, sich für dieses Amt zu bewerben, dann ist das ein Problem“, so Thüringens ehemaliger Ministerpräsident weiter. (dts)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion