Fälschlich der Vergewaltigung bezichtigt: Video überführte Klägerin der Lüge

Epoch Times26. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:06
Abdallah F. wurde des schweren Missbrauchs beschuldigt. Er stand deswegen in Berlin vor Gericht und blickte einer Haftstrafe von mindestens fünf Jahren entgegen. Mit einem Video konnte der 48-Jährige letztendlich seine Unschuld beweisen.

Abdallah F. stand wegen Vergewaltigung vor Gericht. Das vermeintliche Opfer: Die 31-jährige Mara A. Die Klägerin hatte dem 48-Jährigen sexuellen Missbrauch vorgeworfen.

Der Vorwurf in diesem Prozess lautete Vergewaltigung in einem besonders schweren Fall. In der Anklage stand Abdallah F., habe Mara A. am 4. August 2015 in seine im Ortsteil Gesundbrunnen gelegene Wohnung eingeladen und sie dort gegen 17.30 Uhr vergewaltigt, berichtet die "Berliner Morgenpost". Die Klägerin hatte ausgesagt, der Angeklagte habe sie mit mehreren Messern, darunter einem Fleischermesser, bedroht. 

Bei Vergewaltigungen, bei denen eine Waffe verwendet wird, werden Freiheitsstrafen von mindestens fünf Jahren verhängt. Nach dem Mara A. den Pizzabäcker wegen sexuellen Missbrauchs angezeigt hatte, wurde dieser für 17 Tage in U-Haft genommen. 

Laut "Berliner Morgenpost" sagte Richter Michael Rothbart, er sei davon ausgegangen, "dass an den Vorwürfen etwas dran ist", ansonsten hätte er das Hauptverfahren auch nicht eingeleitet. 

Heimliches Sex-Video entkräftet Vergewaltigung 

Abdallah F. der am Montag freigesprochen wurde, machte vor Gericht von seinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch. Dies wurde als eine Art Schuldeingeständnis gewertet, schreibt die Zeitung weiter. Die Klägerin belastete den Mann auch vor Gericht stark. Die Aussagen von Mara A. seien "glaubhaft" gewesen, sagte die Staatsanwältin. 

Doch dann zeigte Abdallah F. seinem Verteidiger ein Video. Darauf war deutlich zu sehen, dass sich Mara A. zum einvernehmlichen Sex bereit erklärt hatte. Für die Staatsanwälte und das Gericht gab es daran keinen Zweifel. Da Mara A. vor Gericht mehrfach betonte, nur einmal mit Abdallah F. in seiner Wohnung Sex gehabt zu haben, und zwar am Tage ihrer angeblichen Vergewaltigung, wurde vom Gericht ausgeschlossen, dass das Video an einem anderen Tag entstanden sein könnte. 

Der Angeklagte erwähnte das Video erst beim Prozess und nicht beim Zwischenverfahren. Hätte er das Video schon vorher herausgegeben, wären die Ermittlungen sofort eingestellt worden. Abdallah F. sah sich nach eigenen Angaben in seiner Ehre verletzt und, so die "Berliner Morgenpost", wollte einen Freispruch. Deshalb übergab er schlussendlich auch das Video seinem Verteidiger. Auch wenn es vielleicht etwas fragwürdig erscheinen mag, dass Abdallah F. das Sex-Video ohne das Wissen der Frau aufgenommen hatte, rettete es ihn letztendlich vor einer langen Gefängnisstrafe. 

Gegen Mara A. wird nun ein Strafverfahren wegen falscher uneidlicher Aussage eingeleitet. Richter Rothbart wird als Zeuge aussagen. Der Richter sagte am Montag, laut "Morgenpost", in 25 Jahren Richtertätigkeit sei es ihm noch nicht passiert, "dass wir einen Fall hatten, in dem so energisch die Unwahrheit gesagt wurde". (so) 

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