Innenministerin Nancy Faeser von der SPD im Bundestag.
Innenministerin Nancy Faeser von der SPD im Bundestag.Foto: Fabian Sommer/dpa

Faeser: Zu starker Fokus auf Waffen bei Ukraine-Hilfen

Epoch Times6. Mai 2022 Aktualisiert: 6. Mai 2022 16:29

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) hat dazu aufgerufen, die Frage der Hilfe für die Ukraine nicht auf das Thema Waffenlieferungen zu verengen. „Die Fokussierung allein auf die Frage der Waffen halte ich nicht für richtig“, sagte Faeser der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagausgabe). Die Waffenlieferungen seien wichtig, aber keineswegs alles.

Jenseits von Waffenlieferungen unterstütze Deutschland die Ukraine „in viel größerem Ausmaß, als das bisher vielen bewusst ist“, fügte die Bundesinnenministerin hinzu. Sie verwies auf Medikamentenlieferungen, die Versorgung von Verletzten oder die Aufnahme von Kindern aus ukrainischen Heimen und Waisenhäuser in Deutschland.

Faeser warnte davor, „heißspornig“ zu sein. „Es geht nicht darum, sich gegenseitig zu überbieten, sondern darum, das Richtige zu tun.“ Die SPD-Politikerin nannte es „falsch, dass sich Deutschland so lange von Russland abhängig gemacht hat und die Energielieferungen nicht stärker diversifiziert wurden“.

Sie wies aber eine alleinige Verantwortung von Gerhard Schröder und anderen Politikern der SPD zurück. „Das ist ein Thema für alle, die in Deutschland in den vergangenen 20 Jahren Verantwortung getragen haben“, so Faeser. „Darüber redet in diesen Tagen keiner mehr, auch was die Rolle der CDU-Kanzlerin betrifft, die 16 Jahre lang die Richtlinien dieser Energiepolitik bestimmt hat“, sagte die Ministerin mit Blick auf die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Faeser will sich am Samstag bei einem Parteitag in Marburg wieder an die Spitze der hessischen SPD wählen lassen. (dts/mf)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion