„Falsche Toleranz und Multikultiromantik“: NRW Sammelbecken für migrantische Straftäter und Islamisten

Epoch Times6. Januar 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 0:32
Nach den sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht melden sich nun auch führende Muslime zu Wort. Sie verurteilen das "beispiellose Versagen" der Kölner Polizei. Die Sicherheitsbehörden müssten zur Verantwortung gezogen werden. Außerdem fürchten sie eine Instrumentalisierung der Taten durch Rechte.

Die massenhaften sexuellen Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht die von Köln bis Bielefeld begangen worden sind riefen große Empörung in Deutschland und über die Grenzen hinaus aus. 

Auch die muslimische Gemeinschaft meldete sich zu den Vorfällen: Führende Muslime fordern personelle Konsequenzen. "Es ist mehr als erschütternd, gerade als Frau fragt man sich, wie die Sicherheitsbehörden so etwas zulassen konnten. Wenn sich herausstellt, dass 1000 Männer sich gezielt sammelten, um Frauen zu belästigen, erwarte ich personelle Konsequenzen bei den Sicherheitsbehörden oder der Polizei", sagte Lamya Kaddor, Vorsitzende des Liberal-Islamischen Bundes, der Zeitung "Welt".

Die Syrerin meint, die sexuelle Gewalt an Frauen werde von rechten Gruppen für politische Ziele instrumentalisiert. Die Diskussion über die Täter, die den Opfern zufolge aus dem Nahen Osten und Afrika stammten, sieht die Islamwissenschaftlerin von der "rechten Ecke" angestiftet. "Man tut so, als werde der Skandal durch die mutmaßliche Herkunft der Täter schlimmer," sagt sie der "Welt".

Kaddor übt auch Kritik an dem ehemaligen Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, der auf seiner Facebook-Seite schrieb, dass über die Flüchtlingskrise ein "Schweigekartell" und eine "Nachrichtensperre" gelegt wurde. Und dass man jetzt, nach den Übergriffen, die Folgen der unkontrollierten Zuwanderung nicht mehr unter den Teppich kehren könne. 

"Da kippe ich fast aus den Latschen", meinte die Wissenschaftlerin dazu. "Das darf doch nicht wahr sein. Von einem ehemaligen Bundesminister erwarte ich Versachlichung".

Die ethnische oder religiöse Zugehörigkeit der sexuellen Gewalttäter hält Kaddor für nicht bedeutsam. Sie meint, patriarchales Verhalten sei kein spezifisches Problem des Islam. Dies wäre auch in Südamerika und Indien verbreitet, "also in nicht muslimischen Ländern."

Kölner Übergriffe ein "Sicherheitsfiasko"  

Auch vom größten deutschen Islamverband DITIB hagelte es Kritik. Vor allen auf die Polizei. 

"Wenn die Ermittlungen ergeben, dass tatsächlich 1000 Männer gezielt übergriffig wurden und die feiernden Bürger nicht vor sexuellen Übergriffen geschützt werden konnten, dann erwarte ich für die Verantwortlichen Konsequenzen", sagte der DITIB-Beauftragte für interreligiösen Dialog, Bekir Alboga, im Gespräch mit der "Welt".

Er wunderte sich darüber, dass im Bahnhofsbereich so viele Straftaten begangen werden konnten ohne dass Sicherheitsdienste oder Passanten etwas davon mitbekamen. 

Auch Muslime aus den Reihen der CDU fordern personelle Konsequenzen. 

"Die Verantwortlichen in Köln und Nordrhein-Westfalen müssen sich die Frage stellen, ob sie die richtigen Frauen und Männer für ihre Posten sind. Die Köpfe der Sicherheitsbehörden sollten die Verantwortung für das beispiellose Versagen übernehmen", sagte Ismail Tipi, integrationspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, der "Welt".

Für ihn ist dieser Vorfall ein "Sicherheitsfiasko". Dass sich in einem hochsensiblen Bereich zwischen Kölner Dom und Hauptbahnhof 1000 Männer angesammelt und Frauen dermaßen belästigt hatten, ohne dass jemand eingriff, würde seinen Vorwurf bestätigen, "dass Nordrhein-Westfalen aus falsch verstandener Toleranz und Multikultiromantik zu einem Sammelbecken für migrantische Straftäter und Islamisten geworden ist".

In Hessen und einigen anderen Bundesländern sei "so ein Fiasko nicht möglich", sagte der aus der Türkei stammende muslimische Politiker der "Welt".

Er fügte hinzu, dass die Täter mit voller Härte des Rechtsstaats bestraft werden müssen. Und wenn sie keine deutschen Staatsbürger seien, müsse man sie nach der Haft sofort abschieben. (so) 

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