Fast jeder zweite Deutsche will eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel

Fast jeder zweite Deutsche will eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.
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Angela MerkelFoto: Michele Tantussi/Getty Images
Epoch Times22. Juni 2018

Angesichts der aktuellen Regierungskrise um die Asylpolitik ist fast jeder zweite Deutsche für eine Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov sprachen sich 43 Prozent dafür aus, dass Merkel zurücktritt und ihr Amt an einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin übergibt. Mit 42 Prozent wünschen sich etwa genausoviele Befragte, dass die CDU-Vorsitzende Regierungschefin bleibt. Die restlichen 15 Prozent machten keine Angaben.

Von den Unions-Wählern stehen 63 Prozent zu Merkel, 27 Prozent wünschen sich einen Wechsel an der Regierungsspitze. Noch mehr Rückhalt hat die Kanzlerin mit 66 Prozent bei den Grünen-Wählern. Dahinter folgen die Anhänger der Linken (48 Prozent) vor denen der SPD (46 Prozent), der FDP (45 Prozent) und der AfD (6 Prozent).

Der Streit zwischen CDU und CSU um eine Abweisung von Asylsuchenden, die andernorts in der Europäischen Union bereits registriert wurden, hat die gesamte Regierung in eine tiefe Krise gestürzt. Merkel will nun bis zum EU-Gipfel am 28. und 29. Juni bilaterale Vereinbarungen treffen, um den Konflikt beizulegen.

Nur jeder Dritte (32 Prozent) glaubt laut Umfrage, dass die Koalition daran zerbrechen wird. 45 Prozent meinen, das Bündnis aus Union und SPD wird die Krise überstehen. Allerdings glaubt jeder Zweite nicht daran, dass die große Koalition die volle Legislaturperiode bis 2021 durchhalten wird. Nur 31 Prozent meinen, das Bündnis hält bis zur nächsten Wahl. (dpa)

Schulz stärkt Merkel in Auseinandersetzung mit CSU den Rücken

Unterdessen setzt sich Martin Schulz plötzlich energisch für Merkel ein: Im Wahlkampf wollte Schulz die Bundeskanzlerin noch ablösen, jetzt stärkt der frühere SPD-Chef Angela Merkel demonstrativ den Rücken.

„Ich kann Angela Merkel nur ermutigen: Wenn es darum geht, den Koalitionsvertrag umzusetzen, wird die SPD in dieser Regierung an ihrer Seite stehen“, sagte Schulz den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ . Auf die Frage, ob Sigmar Gabriel Recht mit der Aussage habe, die SPD müsse Merkel stützen um Europa zu stützen. sagte Schulz: „Ja, da hat er Recht.“

Sein persönliches Verhältnis zu Sigmar Gabriel beschrieb Schulz im Interview als wechselhaft. „Eine sehr erfolgreiche deutsche Serie heißt Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, sagte er wörtlich. „Die Serie läuft immer noch.“ (dts/dpa)



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