„F*ckt euch, H*rensohn-Partei!“: AfD-Politiker Spaniel schreibt Kida Khodr Ramadan offenen Brief

Epoch Times30. Januar 2018 Aktualisiert: 30. Januar 2018 19:10
Kida Khodr Ramadan bezeichnet die AfD unter anderem als "Dreckspartei". Jetzt antwortete Dirk Spaniel, Sprecher der AfD-Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag, dem Schauspieler in einem offenen Brief.

Kida Khodr Ramadan – deutscher Schauspieler libanesischer Abstammung – hält nichts von der AfD. In den sozialen Netzwerken verschafft er seinem Ärger über die Partei Luft.

Ramadan findet AfDler sind Nazis. Bei Insta schrieb er sogar: „F*CKT EUCH HURENSOHN PARTEI !!!!! #fickdieAFD“

Dirk Spaniel, Sprecher der AfD-Landesgruppe Baden-Württemberg im Bundestag, antwortet Kida Khodr Ramadan nun in einem offenen Brief:

Sehr geehrter Herr Ramadan,

Ich nehme Bezug auf Ihre Äußerungen: „F*CKT EUCH, HURENSOHN PARTEI !!!!! #fickdieAFD„

Ich habe Ihre Worte gegenüber einer Partei, deren Mitglied ich bin und deren Wähler ich im Bundestag vertrete, zur Kenntnis genommen. Darf ich Sie zuerst einmal freundlich darauf hinweisen, dass es in Deutschland keine Hurensohn-Parteien gibt.

Menschen, die andere öffentlich als „Hurensöhne“ betiteln, bedienen sich eines Umgangs und einer Sprache, die nicht zu unserer Zivilisation passt. Diese Gepflogenheiten verorte ich eher in archaisch-patriarchalen Gesellschaften. Dort gilt es möglicherweise als schwere Beleidigung, einen Mann als Hurensohn zu bezeichnen, da in diesen Kulturen Frauen allein über ihre Jungfräulichkeit bzw. über ihre Sexualität/Ehre definiert werden. Auch der gern gebrauchte Terminus „Ich f*ck’ Deine Mutter“ gehört in diesen „Kultur“-kreis, der offensichtlich unfähig ist, in Debatten einzutreten, wie sie in Demokratien geführt werden.

Umso verwunderter bin ich, dass Sie, Herr Kida Khodr Ramadan, eine solche Sprache pflegen, obwohl Sie seit nahezu 30 Jahren in Deutschland leben. Dieses Land hat Sie und Ihre Eltern und Geschwister freundlich aufgenommen, Sie verpflegt, Ihnen ein Dach über dem Kopf gegeben. Dafür sind deutsche Steuerzahler aufgekommen, darunter meine Eltern.

Wikipedia berichtet, Sie hätten nur mäßiges Interesse an der Hauptschule gehabt, mittlerweile aber Karriere in der deutschen Film- und Fernsehwelt gemacht. Das ist löblich. Vor Kurzem haben Sie sogar den Deutschen Fernsehpreis als bester Schauspieler bekommen. Üblicherweise würde man gratulieren. Ich tue es nicht.

Ich frage Sie stattdessen: Wer sind Sie? Ein offener, toleranter Mensch wohl kaum. In einem aktuellen FAZ-Interview geben Sie sich souverän, markieren aber auch dort auf unangenehme Weise den großen Max. Sie maßen sich an, eine Partei, die von sechs Millionen Bürgern gewählt wurde, aufs Übelste zu beschimpfen und deren Wähler zu diffamieren. Worauf sind Sie stolz? Auf Demokratie, Grundgesetz und Toleranz in Deutschland? Oder sind die einzigen Leitplanken in Ihrem Leben die Regeln eines archaisch geprägten Clans?

Ich erkenne, dass Sie sich in all den Jahren nicht wirklich integriert haben. Denn wie könnten Sie sonst deutsche Bürger „Hurensöhne“ nennen, die mit zwangsweise eingezogenen Fernsehgebühren Ihren Lebensunterhalt mitfinanzieren, aber eine andere Meinung haben als Sie. Vielleicht dürfte ich Sie einmal mit den Müttern von AfD-Mitgliedern und Wählern – in Ihrem Weltbild „Huren“ und „Hurensöhne“ bekannt machen?

Muss ich womöglich annehmen, dass Sie unter Ihrer TV-Tünche ein Mensch geblieben sind, der sich, trotz 30 Jahren Aufenthalt in einer offenen und toleranten Gesellschaft, nicht von seiner Sozialisation in einer archaischen Gesellschaft islamischer Prägung gelöst hat?

Der Deutsche Fernsehpreis wird von den Fernsehsendern Das Erste, ZDF, RTL und Sat.1 vergeben. Ich möchte vor allem die öffentlich-rechtlichen Sender, die mit unseren Gebühren zwangsfinanziert werden, fragen: Welche Konsequenzen gedenken Sie aus dieser inakzeptablen Entgleisung von Herrn Kida Khodr Ramadan zu ziehen?

Herr Kida Khodr Ramadan, ich fordere Sie auf, sich umgehend für Ihre Ausdrucksweise zu entschuldigen.

Ich erwarte gerne Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dirk Spaniel (MdB)

Sprecher der Landesgruppe Baden-Württemberg, AfD-Bundestagsfraktion

Verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion


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