Lindners missglückte Teuteberg-Verabschiedung erntet Lacher auf Parteitag

Epoch Times21. September 2020 Aktualisiert: 21. September 2020 11:59
FDP-Chef Lindner hat eine anzügliche Bemerkung in seiner Rede über Generalsekretärin Linda Teuteberg gemacht. Er entschuldigt sich zwar für die „missglückte Formulierung“, erntet aber trotzdem heftige Kritik.

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat sich für die „missglückte“ Verabschiedung von FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg auf dem Parteitag in Berlin entschuldigt.

Er habe eine Formulierung gewählt, „die ausgesprochen missverständlich offensichtlich für viele war“, sagte er in der RTL-Sendung „Guten Morgen Deutschland“. Er habe die angespannte Situation „auflockern“ wollen und dabei in freier Rede eine „missglückte Formulierung“ verwendet.

Ich denke gern daran, Linda, dass wir in den vergangenen 15 Monaten ungefähr 300 Mal den Tag zusammen begonnen haben“, sagte der FDP-Chef bei seiner Rede.

Im Saal erntete er damit vereinzelte Lacher. Seine Worte wurden als eine anzügliche Anspielung aufgefasst.

Mit Augenrollen fuhr er fort: „Ich spreche über unser tägliches morgendliches Telefonat zur politischen Lage, nicht, was ihr jetzt denkt.“

Die Formulierung hätten „viele kritisch aufgefasst. Linda Teuteberg und ich hatten danach noch Kontakt“, sagte Lindner. Wenn eine Formulierung so missverständlich sei, dann sei es auch richtig, „dass ich mich auch öffentlich entschuldige, wenn damit Gefühle verletzt wurden bei Linda und anderen Beobachterinnen oder Beobachtern“, sagte Linder am Montagmorgen den Sendern RTL und ntv.

In den sozialen Medien erntete Lindner dafür erboste Kritik – vor allem von Grünen-Politiker. Renate Künast schrieb auf Twitter: „bitte Dich dringend Dich mal mit der Situation von #Frauen zu beschäftigen! Wir haben es satt sowas als „ misslungenen Joke“ zu klassifizieren“.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz schrieb: Es ist besser, nicht Witze zu machen, als falsch Witze zu machen.“ (dts/sza)

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