Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling rechnete heute scharf mit dem EU-Türkei-Deal ab.Foto: Jens Schlueter / Getty Images

Festerling nennt EU-Türkei-Abkommen „miesen Deal“ und verweist auf Gefahren

Epoch Times14. März 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:40
Tatjana Festerling forderte heute bei Pegida Grenzsicherung mit Hightech-Zaun nach saudischem Vorbild. Sie kritisierte Merkel aufs Schärfste und nennt das Abkommen mit der Türkei einen „miesen Deal“, dessen Gefahren sie analysierte.

„Tja, Sigmar, wer die Bürger des Landes als “Pack” bezeichnet, kriegt die Quittung“, begann Tatjana Festerling heute ihre Pegida-Rede in Dresden. Sie gratulierte der AfD zum gestrigen Wahlerfolg.

Festerling beschimpfte wie häufig einzelne Spitzenpolitiker der EU und Deutschlands. Höhepunkt war ihr Spruch gegen Merkel: "Wollen wir uns ernsthaft von einem empathielosen Durchschnittsweib führen lassen?". Ein riesiger, wütender "Merkel muss weg!"-Chor der Demonstranten war die Folge.

Der kinder- und familienlosen Kanzlerin fehlten wesentliche „Erfahrungen von unmittelbarer Verantwortung“ und sie kompensiere „ihre persönlichen Komplexe über das Kanzleramt und die damit verbundene Machtposition in Europa“, ist Festerling der Ansicht.

Attacke gegen „Aufklärungs-Website“

Merkel liefere "ihren Asylmännern sogar detaillierte Anweisungen, wie der Sex mit Zweibeinern funktioniert. Mit Bildchen und selbstverständlich in arabischer Sprache", so Festerling in Anspielung auf die Website Zanzu, die in der letzten Woche in die Schlagzeilen geraten war

"Die größte Vergewaltigerin – endlich macht es mal Spaß, ein Wort zu gendern – ist Frau Merkel. Ihre Regierungsbande macht fleißig mit. Sie vergewaltigen ein 80 Millionen Volk", wirft Festerling der Kanzlerin vor.

Zum Flüchtlings-Deal mit der Türkei:

Merkel habe ihr Problem „der Völkerwanderung“ ganz einfach auf die Türkei verlagert. „Damit hier an unseren Grenzen keine unschönen Bilder entstehen, die ihrem Mutti-Image schaden“, so Festerling. Merkel wolle als „große, gütige Mutterfigur in die Geschichte eingehen“. Deshalb leiste sie es sich jetzt, dass der „Schutzgeld-Erpresser“ Erdogan die „Drecksarbeit“ mache.

Als sie über die 6 Milliarden „Schutzgeld“ an die Türkei sprach, die Visa-Freiheit für Türken und den vorgezogenen EU-Beitritt, regte sich ein riesiger, wütender Pfeif-Chor. Es sei ein „mieser Deal“ der an Geldwäsche-Methoden erinnere, so Festerling.

"Wer entscheidet überhaupt, wer wohin umgesiedelt wird, wer wohin abgeschoben wird, wer rein darf und wer raus muss? Wo ist der Plan für die konkrete Umsetzung?", fragt sie. Sie unterstellt, dass die Türkei Deutschland Leute schicken könne, die sie für richtig halte – möglicherweise auch welche mit IS-Erfahrung.

Erdogan finanziere den Terror, in dem er dem IS das Öl abkauft. Deshalb könne man zynischerweise glatt auf die Idee kommen, ein Großteil der 6 Milliarden fließe gleich in die Kriegskasse der ISIS. Festerling fragt zu Erdogan: „Er metzelt die Kurden ab. Er droht seinen Gerichten. Er unterdrückt kritische Stimmen in der Presse. Er lässt an der Grenze Refugees abknallen. Entschuldigung, sieht so ein verlässlicher Partner für Europa aus?“

So kritisiert sie Altmeier

Festerling nannte Kanzleramtsminister Altmeier einen perfekten Repräsentanten des Regierungspersonals: Er habe „keine Vision, keine Inhalte, keinen Plan“, dies habe er in einem Interview mit der „Welt“ unter Beweis gestellt, wo er verkündete, er wolle “die Wettbewerbsfähigkeit angesichts der digitalen Veränderungen sicherstellen. Vom selbstfahrenden Auto bis hin zu zivil nutzbaren Drohnen und Pflegerobotern.” Als der Interviewer nachhakte, was denn an einem selbstfahrenden Auto gut sein solle, antwortete Altmaier: “Es wird kommen, ob wir wollen oder nicht.”

„Besser und offensichtlicher hat noch kein Politiker den Offenbahrungseid darüber abgelegt, dass nicht das Gestalten, sondern das Re-Agieren auf der Agenda steht“, so Festerling. „WIR WOLLEN DIESE ZUKUNFT ABER NICHT!“ hält sie darauf hin entgegen. (Zustimmender Applaus der Demonstranten)

Festerling fordert Grenzsicherung nach saudischem Vorbild

Saudi-Arabien sichere sich mit einem „gigantischen Grenzzaun mit hochmoderner Elektronik gegen Eindringlinge ab“ – Bodenradargeräte und Wärmebildkameras made by „Airbus Defence & Space“, erklärt Festerling. Der saudische Zaun sei 900 Kilometer lang. Das Auftragsvolumen der Saudis wurde auf 2 Milliarden Euro geschätzt. 3.000 km deutsche Grenze sollten mit einem Betrag von 7 Milliarden Euro abzusichern sein. Die EU-Außengrenze würde ihrer Einschätzung nach mit 30 Milliarden Euro zu schützen sein. So ein Zaun, gebaut mit europäischer Technik, schaffe Arbeitsplätze und sichere Europas Kulturen, Werte und Freiheit. „Also verdammt noch mal, baut diesen Zaun!“, ruft Festerling. (Applaus der Demonstranten.)

Die „vielzitierten humanitären Gründe zur Flüchtlingsaufnahme“ seien „nichts anderes, als rührselige Kanzlerinnen-Propaganda“, so Festerling. (rf)

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