Illegale Migranten wollten Boote für die Überfahrt nach Europa vorbereiten. Sie wurden von der Küstenwache in Tripolis festgenommen (Oktober 2015)Foto: MAHMUD TURKIA/AFP/Getty Images

Flüchtlingshelferin landet Bestseller: „Nein, Frau Merkel, wir schaffen es nicht“

Epoch Times13. September 2016 Aktualisiert: 14. September 2016 21:33
Ob Heimaturlaub von Flüchtlingen in Krisengebieten, kriminelle Asylbewerber oder nicht vorhandenen Wohnraum für Millionen Flüchtlinge: In ihrem neuen Buch zieht die seit 17 Jahren als #Flüchtlingshelferin tätige Autorin Katja Schneidt eine ernüchternde Bilanz über die Flüchtlingskrise in Deutschland. "Wir schaffen es nicht", heißt das neue Buch der Bestsellerautorin, in dem sie ihre Erlebnisse bei der Flüchtlingsarbeit beschreibt.

„Nein, Frau Merkel, wir schaffen es nicht“, schreibt die deutsche Bestsellerautorin Katja Schneidt in ihrem neuen Buch. Schneidt ist seit 1999 ehrenamtlich als in Deutschland tätig.

Die Autorin zieht in ihrem neu erschienen Buch: „Wir schaffen es nicht“ ernüchternde Bilanz über die Flüchtlingskrise und widerspricht dem Leitspruch von Bundeskanzlerin Angela Merkel, der lautet: „Wir schaffen das“.

Die Erlebnisse, die Schneidt in der jahrelangen Flüchtlingsarbeit sammeln durfte, schrieb die 45-Jährige jetzt in ihrem neuen Buch nieder. Dort dokumentiert sie die Enttäuschungen die sie wegen der Erwartungshaltung vieler Flüchtlinge erlebte und die schlechte Integrationspolitik Deutschlands.

Woher stammt das Geld für den Heimaturlaub?

Auch erklärte die Autorin im Interview mit dem Sat1-„Frühstücksfernsehen“, dass die meisten Syrer nicht aus den Kriegsgebieten geflüchtet seien, sondern vorsorglich nach Deutschland kamen. Die wirklich vom Krieg Betroffenen hätten kaum noch Gelegenheit gehabt zu fliehen.

Dies würde auch die aktuell an die Öffentlichkeit gekommene, aber seit langem existente „und den Flüchtlingshelfern bekannte“ Tatsache erklären, warum Syrer aus Deutschland zum Heimaturlaub fahren könnten.

Im Übrigen könne man in Deutschland das Recht auf Asyl kaum verwirken. Es gebe fast nichts, was den Asylanspruch erlöschen lassen würde, so die Autorin.

Sie können hier in Deutschland einen Menschen umbringen und haben trotzdem das Recht auf ein Asylverfahren.“

(Katja Schneidt, Flüchtlingshelferin und Autorin)

„Die Euphorie ist verflogen“

Katja Schneidt hat jahrelang in Hessen ehrenamtlich Flüchtlinge unterstützt. Sie hat die Menschen zu Behördengängen begleitet und ihnen Deutschkurse gegeben. Die Autorin war mittendrin, statt nur dabei und kann gut beurteilen, wie es um die Integration der Asylsuchenden bestellt ist. Bei ihrer Arbeit musste sie feststellen, wie überfordert Politik, Verwaltung und Behörden wirklich sind.

„Die Euphorie zu Beginn der Flüchtlingswelle ist verflogen“, schreibt sie in ihrem Buch. Viele Flüchtlinge hätten kein Verständnis für die westliche Kultur. Außerdem führe das monatelange Ausharren in Flüchtlingsheimen zu gesellschaftlicher Isolation, Gewalt und Frustration, so die Autorin.

Auch ein Heer an freiwilligen Helfern könne eine durchdachte, organisierte Integrationspolitik nur unzureichend ersetzen. Vor allem der Mangel an Wohnungen und Arbeitsplätzen für Flüchtlinge sei ein großes Problem.

Damit Flüchtlinge in der neuen Heimat ankommen und auch die Gesellschaft von den neuen Bürgern profitiert, müsse sich einiges ändern. Dies passiere zurzeit in Deutschland aber nicht, so Schneidt. Ein Jahr nach Kanzlerin Angela Merkels Entscheidung, Hunderttausende Flüchtlinge und Migranten ins Land zu lassen, habe Deutschland mit teilweise dramatischen Folgen der „Wir schaffen das“-Politik der Kanzlerin zu kämpfen, schreibt die Flüchtlingshelferin in ihrem Buch. (so)

Katja Schneidt

Wir schaffen es nicht: Eine Flüchtlingshelferin erklärt, warum die Flüchtlingskrise Deutschland überfordert

riva Verlag

Erscheinungstermin: 15. September 2016

17,99 Euro

 


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