"Umweltaktivisten" blockierten die Schienen und stoppten einen mit neuen VW-Autos beladenen Zug, der am 13. August 2019 das Volkswagen-Werk in Wolfsburg verlassen hat. Die Aktivisten der Gruppe "Aktion Autofrei" fordern den Ausbau des öffentlichen Verkehrs.Foto: BODO MARKS/AFP/Getty Images

Forderung nach „radikaler Verkehrswende“: Protestaktionen am VW-Werk in Wolfsburg beendet

Epoch Times14. August 2019 Aktualisiert: 14. August 2019 14:46
Ab Mitternacht war die Strecke wieder frei: Die Schienenblockade wurde von Einsatzkräften in der Nacht aufgelöst, der Mittellandkanal ebenfalls wieder freigegeben.

Nach einem Tag haben Protestler auch ihre letzte Aktion am VW-Stammwerk im niedersächsischen Wolfsburg friedlich abgeschlossen. Nach Polizeiangaben endete eine Aktion im Eingangsbereich der VW-Autostadt am Mittwochvormittag, ohne dass Beamte dabei einschritten. Bereits in der Nacht zuvor hatten Einsatzkräfte eine Schienenblockade der Aktivisten aufgelöst. Diese hatten einen Güterzug aus dem Werk gestoppt, indem sie sich unter anderem an Gleise ketteten.

Laut der an den Protesten beteiligten Gruppe „Aktion Autofrei“ hatten sechs ihrer Aktivisten eine große Metallkonstruktion in Globusform im Eingangsbereich der Autostadt erklommen und sich dort die Nacht über verbarrikadiert. Sie kündigten zugleich an, ihren Protest am Mittwochmittag zu beenden. Die Autostadt ist der Auslieferungs- und Museumsbereich des Volkswagen-Stammwerks.

Parallel hatten Demonstranten am Dienstagmorgen einen Güterzug mit Neuwagen auf einem Gleiszubringer des VW-Werks gestoppt. Unter anderem ketteten sie sich mit speziellen Vorrichtungen an die Gleise und seilten sich mit durch die Waggons geführten Seilen von einer Brücke über den Mittellandkanal ab. Spezialisten der Polizei beseitigten die Blockade in einer stundenlangen Aktion.

Wie die Beamten am Mittwoch mitteilten, lösten Einsatzkräfte die Fesselungen der Personen, weil diese Aufforderungen zur freiwilligen Räumung nicht nachkamen. Demnach gab es dabei nur einige Fälle sogenannten passiven Widerstands, bei dem sich Beteiligte wegtragen ließen. Die Personalien von 27 Aktivisten seien festgestellt worden. Die Strecke war um Mitternacht frei.

Wegen der Zugblockade war laut Polizei auch der Mittellandkanal gesperrt. Es habe der Verdacht auf einen gefährlichen Eingriff in den Schiffs- und Bahnverkehr vorgelegen, teilten die Beamten mit.

Am Mittwochmittag verließen nach Polizeiangaben dann auch die Personen das VW-Gelände „friedlich“. Nach eigenen Angaben wollten die Demonstranten mit den Protestaktionen für eine „radikale Verkehrswende“ einstehen sowie globale Klima- und Umweltschäden durch die Autoindustrie anprangern. (afp)



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