Forsa: Union legt zu – FDP schwächer

Epoch Times23. Mai 2020 Aktualisiert: 23. Mai 2020 16:55
Laut einer Forsa-Umfrage haben die Unionsparteien in der Wählergunst wieder zugelegt.

Die Zustimmungswerte für die Union sind laut Forsa gegenüber der Vorwoche leicht gestiegen. Demnach konnten sich CDU/CSU um einen Prozentpunkt verbessern und liegen wieder bei 40 Prozent, so das „RTL/n-tv-Trendbarometer“. Die FDP verliert hingegen einen Prozentpunkt und liegt jetzt bei fünf Prozent.

Die Union ist stärker als das gesamte „linke“ Wählerlager von Grünen, SPD und Linke (39 Prozent). Bei einer Bundestagswahl könnten die Parteien demnach derzeit mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 40 Prozent, SPD 15 Prozent, FDP 5 Prozent, Grüne 16 Prozent, Linke 8 Prozent, AfD 9 Prozent. 7 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden.

Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt derzeit bei 26 Prozent. Der Zuwachs der Union in der Coronakrise wird nach Angaben von Forsa vor allem durch frühere Wähler der SPD, der FDP und der Grünen gespeist. Von 100 „Zuwanderern“ zur CDU/CSU hatten 23 im September 2017 noch SPD, 22 FDP, 12 Grüne und 3 AfD gewählt. Von den Verlusten der AfD profitiert die Union kaum, weil die meisten abgewanderten damaligen AfD-Wähler derzeit gar nicht wählen würden. Von dem Unions-Zuwachs in Höhe von 7,1 Prozentpunkten gehen demnach nur 0,2 Prozentpunkte auf das Konto der AfD, so Forsa.

Im Streit um den Parteiausschluss des AfD-Vorstands Andreas Kalbitz ist die Anhängerschaft der Partei laut der Umfrage gespalten. 51 Prozent der Anhänger finden demnach den Kalbitz-Rauswurf richtig, 40 Prozent halten den Schritt für falsch, neun Prozent sind unschlüssig. 49 Prozent der ostdeutschen Anhänger seien gegen den Ausschluss, 56 Prozent der westdeutschen dafür.

Die Umfrage wurde vom 18. bis 22. April 2020 im Auftrag der Mediengruppe RTL erhoben. Datenbasis: 2.002 Befragte. (afp/dts)

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