Friedensfahrt Berlin-Moskau: Petition mit 10.511 Unterschriften gegen „GEZ-ielte Kriegspropaganda“

Von 15. Juli 2017 Aktualisiert: 15. Juli 2017 9:35
10.511 Unterschriften wurden gegen die "GEZ-ielte Kriegspropaganda" der Öffentlich-Rechtlichen in Bezug auf Russland gesammelt. Zudem wurde das ZDF eingeladen, auch 2017 an der Druschba-Friedensfahrt nach Russland teilzunehmen.

Vom 7. bis 21. August 2016 hatten 235 für Völkerverständigung engagierte Bürger im Alter von fünf bis 80 Jahren, die aus sieben Ländern stammten, an der ersten „Friedensfahrt Berlin-Moskau“ teilgenommen.

Das ZDF hatte die in 70 Fahrzeugen reisenden Friedensbotschafter bis nach Moskau begleitet. Überraschenderweise wurde das Filmmaterial jedoch in den Frontal21-Sendungen vom 27. September und 4. Oktober 2016 in einen völlig sinnentfremdeten Zusammenhang ostukrainischer Separatisten-Propaganda gestellt und suggeriert, die „sogenannten Friedensfahrer“ müssen wohl ebenfalls vom Kreml aus gesteuert worden sein.

Auf diese Verleumdungskampagne hin startete der Initiator der Friedensfahrt Dr. Rainer Rothfuß eine Petition mit der Forderung: „Keine GEZ-ielte Kriegspropaganda“. Die Unterzeichner stellen darin fest:

Die deutschen Medien haben aus historischer Perspektive betrachtet die Verbreitung von Stereotypen über Juden, Muslime oder Angehörige anderer Nationalitäten weitestgehend hinter sich gelassen. Sie sollten diesen ethischen Standard ohne tendenziöse Verzerrungen auch auf Russen und Russland anwenden“.

Gerade die öffentlich-rechtlichen Medien mit ihrem von der Bevölkerung per GEZ-Gebühren finanzierten Bildungsauftrag hätten den Pressekodex des Deutschen Presserats zu achten und „Frieden und Völkerverständigung sowie Transparenz, Unparteilichkeit und Dialog […] als oberste Richtschnur journalistischer Arbeit“ zu wahren, so die Forderung der 10.511 Unterzeichner.

Aufgrund der positiven Resonanz der Friedensfahrt 2016 entschlossen sich die Organisatoren am 7.1.2017 den Verein „Druschba Global e.V.“ zu gründen. Dieser setzt sich gemäß dem russischen Begriff „Druschba“ für „Freundschaft“ dafür ein, dass Dialog und Völkerfreundschaft als erstes Mittel zur Sicherung friedlicher Beziehungen zwischen den Völkern gefördert wird. Damit stellen sich die Verantwortlichen des Vereins gegen eine militaristische Agenda, wie sie die NATO seit Jahren gegenüber Ländern des Nahen Ostens und nun verstärkt auch gegenüber Russland verfolgt, was den europäischen Steuerzahler in den kommenden zehn Jahren rund hundert Milliarden Euro zusätzlich kosten soll.

Auch auf der Freundschaftsfahrt 2017 mit ihren 347 gemeldeten Teilnehmern aus mittlerweile 16 Ländern steht wieder die Begegnung zwischen den Völkern im Vordergrund.

„Nur wer sich kennt, kann entdecken, dass das Gegenüber auch liebenswürdig ist“ lautet das Motto der Friedensfahrer, die am 23. Juli vom Brandenburger Tor aus in 120 Fahrzeugen über Polen, Litauen, Lettland und Estland nach Russland aufbrechen werden. Dort werden sie in 45 Städten von zahlreichen ehrenamtlichen Helfern und interessierten Bürgern sowie Gastfamilien auf insgesamt sieben Friedensfahrt-Routen erwartet.

Hier der Link zu Petition: 170704_Petition_ZDF

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