Früherer SPD-Chef Hans-Jochen Vogel mit 94 Jahren gestorben

Epoch Times26. Juli 2020 Aktualisiert: 27. Juli 2020 11:52

Der frühere SPD-Parteichef Hans-Jochen Vogel ist am Sonntag nach langer Krankheit mit 94 Jahren in München gestorben. Vogel habe „sein Leben lang für sozialdemokratische Werte, eine gerechte Welt und für ein einiges Europa gekämpft“, teilte der SPD-Parteivorstand zum Tod des Politikers mit. „Er wird fehlen.“

Die SPD-Ko-Parteichefin Saskia Esken schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter: „Wir trauern und verneigen uns vor diesem großen Sozialdemokraten.“ Generalsekretär Lars Klingbeil erklärte, Vogel sei ein Politiker, „der dieses Land über Jahrzehnte geprägt hat und dem wir alle viel zu verdanken haben“.

Er war von 1960 bis 1972 Oberbürgermeister von München. Danach war er bis 1974 Bundesbauminister sowie im Anschluss bis 1981 Bundesjustizminister. Im Jahr 1981 war er kurzzeitig Regierender Bürgermeister von Berlin. Bei der Bundestagswahl 1983 trat Vogel erfolglos als Kanzlerkandidat der Sozialdemokraten an.

Vogel übernahm 1983 den Vorsitz der SPD-Bundestagsfraktion von Herbert Wehner, 1987 dann zusätzlich den Parteivorsitz von Willy Brandt. 1991 gab er beide Posten ab und zog sich aus der aktiven Politik zurück. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in einem Seniorenheim in München. (dts/afp)

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