Für Moscheenbau: Monheim verschenkt 900.000 Euro Grundstücke an Islamverbände

Epoch Times17. Juni 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 3:03
Der Bürgermeister von Monheim will die Muslimen "aus den Hinterhöfen holen". Deshalb schenkt die Gemeinde den Islamverbänden nun zwei Grundstücke um Moscheen und Gemeindezentren zu errichten.

In Monheim haben sich Gemeindevertreter dazu entschlossen, dem Moscheeverein zwei Grundstücke im Wert von insgesamt 900.000 Euro zu überlassen. Mit dieser Initiative will die Gemeinde die ansässigen Muslimen "aus den Hinterhöfen holen", berichtet die "Rheinische Post". 

Auf den zwei Grundstücken in der Stadt sollen Moscheen mit Gemeindezentren errichtet werden. Da Monheim das Haushaltsjahr 2015 mit einem Überschuss von 65,1 Millionen Euro abgeschlossen hat, könne man sich das leisten.

Mit dieser Initiative stellt der Bürgermeister der Stadt, Daniel Zimmermann, der türkisch-islamischen Ditib-Gemeinde ein rund 4150 Quadratmeter großes städtisches Grundstück zur Verfügung. Das Areal liegt mitten im Berliner Viertel, in dem zahlreiche Einwanderer leben, so RP. "Dort sind bisher nur die evangelische und die katholische Kirche vertreten, bald auch in direkter Nachbarschaft die Muslime", sagt Zimmermann zur Zeitung. "Die Religionen wären dann tatsächlich auch örtlich auf Augenhöhe." 

Der Bürgermeister wolle zudem auch der arabisch-islamischen Gemeinde mehr Platz verschaffen. Deshalb kaufte die Stadtentwicklungsgesellschaft ein 3500 Quadratmeter großes Gelände für 420.000 Euro und stellt es der 200-Mann starken marokkanischen Gemeinde gratis zur Verfügung, so RP weiter. 

Auch in anderen Städten wie Hilden und Köln würden die Stadtgemeinden den Muslimen bei der Suche nach Grundstücken helfen. Doch verschenken würden diese Gemeinden die Anwesen nicht. "Wir haben nichts zu verschenken," heißt es von den dortigen Rathäusern, so RP. Die Moscheevereine hätten in ihrer Stadt die Grundstücke regulär erworben.

In Monheim handelt es sich demnach nicht um eine Schenkung, sondern um eine "zweckgebundene Überlassung", so der Bürgermeister. "Die beiden Gemeinden übernehmen aber in Monheim die Nebenkosten des Grunderwerbs", ergänzt Zimmermann. Die Höhe der Minarette, die laut Zimmermann "dazugehört" werde auf 20 Meter begrenzt. Muezzin-Ruf werde es keinen geben. Der Weiterverkauf oder eine anderweitige Nutzung sei für den Moscheenverein verboten. Darüber hinaus müsse sich die islamische Gemeinde zu Verfassungstreue und Toleranz verpflichten. 

Der Vorstoß von Zimmermann stößt auch auf Kritik: Kommunalpolitiker von SPD und CDU protestieren im Vorfeld gegen die kostenlose Übertragung. Sie sei "völlig unangemessen", heißt es von Seiten der SPD. Diese wollte die Flächen für ein Gewerbe und einen Kindergarten nutzen. Auch die CDU lehnt laut RP eine Schenkung ab. 

Am 30. Juli werde der Moscheenbau noch mit den Bürgern von Monheim diskutiert. Zimmermann sei sich laut RP bereits sicher, dass die Mehrheit von Muslimen und Christen das Projekt unterstützen werden. (so) 

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