„Fürsorgliche Belagerung“: Jauch kritisiert mangelnde journalistische Unabhängigkeit bei der ARD

Epoch Times28. August 2017 Aktualisiert: 28. August 2017 14:05
Für Günther Jauch war es die richtige Entscheidung gewesen, seinen Polittalk bei der ARD aufzugeben. Das erzählte er kürzlich in einem Interview mit "Hörzu". Diese Form der „fürsorglichen Belagerung“ habe irgendwann nicht mehr seinem Verständnis von journalistischer Unabhängigkeit entsprochen.

Der erfolgreichste Fernseh-Moderator der deutschen Medienlandschaft, Günther Jauch, äußerte sich kürzlich in einem Interview mit „Hörzu“ über seinen Weggang vom ARD-Polittalk Ende 2015.

Der 61-jährige hatte offenbar triftige Gründe, warum er eine Vertragsverlängerung „dankend abgelehnt“ hatte.  „Rückblickend ist das sicher schade, aber für mich trotzdem noch immer die konsequente, absolut richtige Entscheidung“, sagte er gegenüber dem Blatt.

Sein Ziel sei es immer gewesen, „möglichst viele, vor allem junge Menschen für Politik zu interessieren.“ Doch hatte er dabei oft nicht die freie Hand, die er sich gewünscht hätte, kann man seinen Aussagen entnehmen. Diese Form der „fürsorglichen Belagerung“ habe irgendwann nicht mehr seinem Verständnis von journalistischer Unabhängigkeit entsprochen, erklärt der Talkmaster.

Dabei hatte Jauch mit seinem Team einen Quotenrekord aufgestellt, der weder vorher noch nachher erreicht wurde. Vier Jahre lief  die Sendung „Günther Jauch“ bei der ARD, dann hatte es der Entertainer offenbar satt. Es gab einfach zu viele – und das seien „nicht immer die angriffslustigsten“ gewesen –  die bei Themenwahl und personeller Besetzung der Sendung mitreden wollten. Überdies sei die Sendung „fast immer am nächsten Tag ein Gesprächsthema“ gewesen.

Gentleman Jauch lässt bei aller Kritik allerdings offen, ob die Einmischung von Seiten des Senders oder von der Politik kam. Laut „Focus“ hatte er sich schon in der Vergangenheit über die „Gremien-Gremlins“ der ARD beschwert. Die Kritik folgte damals im Zusammenhang mit seiner Ablehnung, die Nachfolge von Polit-Talkerin Sabine Christiansen anzutreten.

(mcd)


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