Flüchtlinge demonstrieren in MünchenFoto: "Refugee Struggle"

Gärtner bespritzt demonstrierende Migranten mit Wasser – jetzt fordern sie seine Entlassung

Epoch Times13. September 2016 Aktualisiert: 13. September 2016 20:54
Eine Demonstration von Flüchtlingen stößt offenbar auf Unverständnis. Die Zuwanderer, die am Münchner Sendlinger-Tor-Platz kampieren, wurden von einem Gärtner mit Wasser bespritzt. Jetzt fordern die Asylbewerber seine Entlassung: #refugeestruggle.

Rund 60 Flüchtlinge und Migranten demonstrieren am Münchner Sendlinger-Tor-Platz. Sie finden es unfair, dass Flüchtlinge aus Syrien leichter Asyl in Deutschland bekommen, als Menschen aus anderen Ländern. Auch in Afghanistan, sei es genauso gefährlich, heißt es. Zudem beschweren sie sich über die schlechten Bedingungen in den deutschen Flüchtlingsunterkünften. Dort würden ihre Menschenrechte nicht gewahrt.

„Wir brauchen gleiche Rechte für alle Flüchtlinge“, fordern die Protestierenden im Gespräch mit „Focus-Online“.

Seit vergangenem Mittwoch kampiert die Zuwanderer bereits in dem Park. Das Bündnis „Refugees Struggle“ hat die Demonstration angemeldet. Der Protest soll noch bis 24. September dauern. Offenbar planen die Flüchtlinge sogar einen Hungerstreik, sollte sich weiterhin kein Politiker mit ihnen an einen Tisch setzen. Dies erklärte Adeel Ahmed der Zeitung. Ahmed tritt als Sprecher der Demonstranten auf.

Gärtner bespritzt demonstrierende Migranten

Am Montagvormittag kam es dann zu einem Vorfall, worüber sich die Zuwanderer empörten. Ein Gärtner, der am Sendlinger-Tor-Platz offenbar Blumen mit Wasser aus einem Wagen gießen sollte, begoss stattdessen den Flüchtlingsprotest. „Der Gärtner hat Wasser über unsere Schlafsäcke gegossen“, so „Refugees Struggle“-Pressesprecher Adeel gegenüber dem „Focus“.

Die Flüchtlinge seien davon ausgegangen, dass der Gärtner ihr Lager nicht mit Absicht bespritzte, aber als man ihm „Hör auf“ zugerufen habe, habe dieser nicht reagiert. Es heißt, der Gärtner habe die Flüchtlinge daraufhin sogar absichtlich mit dem Wasser begossen.

Der Mann habe wütend gewirkt, so Adeel. Erst die Polizei, die den Flüchtlingsprotest ständig überwache, habe den Gärtner aufhalten können. Nach dem Vorfall seien die Migranten wütend gewesen, betont Adeel. Die Zuwanderer fordern nun die Entlassung des Gärtners.

Der Flüchtlingsprotest stieß aber offenbar nicht nur bei dem Gärtner auf Unverständnis, auch in den sozialen Netzwerken wird die Demonstration heftig kritisiert. (so)


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