AfD-Chef Gauland: „Nicht alle bei uns sind vernünftig und klug“

In einem Interview mit der FAZ erklärte AfD-Chef Alexander Gauland, dass nicht immer alle Parteimitglieder "in diese Bürgerlichkeit passen". Er könne nichts dafür, wenn einige Leute spinnen würden, von denen man sich dann auch trennen müsse.
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AfD-Parteivorsitzender Alexander Gauland.Foto: Sean Gallup/Getty Images
Epoch Times8. September 2019

AfD-Chef Alexander Gauland erklärte, dass nicht alle Mitglieder seiner Partei das Kriterium der Bürgerlichkeit erfüllen. „Es gibt immer wieder bei uns Leute, die nicht in diese Bürgerlichkeit passen“, sagte Gauland der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Gauland beharrte gleichwohl darauf, dass diese nicht „typisch“ für die AfD seien.

„Sie können nicht jeden Irren der Partei zurechnen“, sagte er. Auf die Frage, ob es bürgerlich gewesen sei, im Brandenburger Landtagswahlkampf eine Parole der NPD zu verwenden, sagte Gauland: „Ich fand die Aussage nicht falsch. Deshalb habe ich sie aufgegriffen. Ja – und? Es kann ja sein, dass irgendwer einen Gedanken hatte, der nicht von vornherein falsch ist.“

Über die Bürgerlichkeit des thüringischen Landesvorsitzenden Björn Höcke sagte Gauland einschränkend: „Man kann der Meinung sein, dass manche Positionen von Höcke stärker an einer nationalen Gemeinschaft als am bürgerlichen Segment orientiert sind. Aber man kann nicht sagen, dass die AfD im Ganzen eine nicht-bürgerliche Partei ist.“

Auf die Frage, ob die Wiederwahl der mittlerweile wegen Unterstützung eines als rechtsextrem geltenden Vereins ausgeschlossenen Doris von Sayn-Wittgenstein auf eine bürgerliche Mitgliederschaft hindeute, sagte Gauland: „Nicht alle bei uns sind vernünftig und klug. Da sind mal wieder einige völlig aus der Rolle gesprungen“, gemeint sei die bürgerliche Rolle, sagte Gauland. „Ich kann ja nichts dafür, wenn einige Leute spinnen, von denen man sich dann auch trennen muss.“ (dts)



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