Germanwings-Absturz: Frankreichs offizielle Aussage zu Kampfjets

Epoch Times26. März 2015 Aktualisiert: 26. März 2015 14:31

Die Informationslage zum Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich ist merkwürdig: Warum schenken deutsche Medien den Kampfjets, die rund um das Ereignis wahrgenommen wurden, so wenige Beachtung? Sogar eine französische Ministerin bestätigte gestern die Entsendung von zumindest einem Mirage-Kampfjet. Dieser hatte die Verfolgung des Flugzeugs aufgenommen, nachdem dessen Pilot(en) über Funk nicht mehr reagiert hatten. (Zeugen, siehe unten, sprachen von drei Kampfjets.)

UPDATE: Mittlerweile wurde offiziell zugegeben, dass der Copilot die Maschine absichtlich gegen den Berg steuerte !

Durch die Auswertung der Cockpitgespräche wurde mittlerweile ermittelt, dass der Copilot den Sinkflug einleitete und der eigentliche Flugkapitän in den letzten Minuten des Fluges aus dem Cockpit ausgesperrt gewesen war und vergeblich versucht hatte, die Tür einzutreten. Die New York Times berichtete. Warum auch immer der Copilot das tat – da die Gefahr bestand, dass er das Flugzeug für einen Anschlag missbrauchen konnte, musste Frankreich reagieren. Und dies erklärt auch, warum Frankreichs Präsident Hollande und Angela Merkel so gut über den Absturz informiert waren: Sie sind die ersten, die von solch einer potentiellen Terrorgefahr oder Krisensituation erfahren.

Frankreichs offizielles Statement

Transportministerin Ségolène Royal erklärte gestern laut der britischen Zeitung Independent gegenüber Medien, dass ein Kampfjet der französischen Luftwaffe gegen 10:30 Uhr am Dienstagmorgen aufgestiegen war, um den Germanwings-Airbus zu erreichen – und zwar nachdem die Piloten über Funk nicht mehr reagierten. Augenzeugen hatten den Kampfjet gesehen, welcher der Germanwings-Maschine folgte. « Der Pilot der Mirage könnte ebenfalls wichtige Informationen über das Verhalten der Germanwings-Maschine besitzen », schrieb der Independent dazu.

Zeugen sprachen von drei Kampfjets

Wie EPOCH TIMES bereits berichtete, sahen Anwohner drei Mirage-Kampfjets in der Region, rund um den Zeitpunkt, zu dem die Germanwings-Maschine abstürzte. AFP meldete am Dienstag, was der Bürgermeister der nahen Gemeinde Meolans Revel, Thierry Brown, zur AFP-Reporterin Isabelle Malsang gesagt hatte: „Das einzige, das uns auffiel, war der Überflug von drei Mirage-Kampfjets, die zum mutmaßlichen Zeitpunkt des Absturzes mindestens dreimal vorbeiflogen.“

„Wir sind es gewohnt, täglich einen zu sehen, aber nie so viele gleichzeitig“, so Brown.

« Mehrere Kampfjets flogen über das Dorf »

Auch der Independent zitierte eine Frau, die im drei Kilometer von der Absturzstelle entfernten Verlet lebt. Sie sagte: "Ich hörte einen dumpfen Krach, als würde sich eine Lawine lösen oder wie bei einer Explosion, um eine Lawine zu provozieren. Dann flogen mehrere Kampfjets über das Dorf – vermutlich auf der Suche nach dem Wrack." "Um die Mittagszeit sah ich dann Rauch. Einige Dorfbewohner stiegen den Mariaud Pass hinauf und konnten von dort das Flugzeugwrack sehen."

Beim Absturz der Germanwings-Maschine in einer unwegsamen Bergregion in den französischen Alpen waren am Dienstag alle 150 Menschen an Bord ums Leben gekommen. (rf)

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