Gesundheitsminister Gröhe mahnt Abbau von Vorurteilen gegenüber HIV-Infizierten an

Epoch Times26. Oktober 2017 Aktualisiert: 26. Oktober 2017 13:37
Die Zahl der HIV-positiven Menschen mit Migrationshintergrund, die sich hilfesuchend an die Deutsche Aids-Stiftung wenden, ist in den vergangenen Jahren gestiegen.

Zum Start der diesjährigen Kampagne zum Weltaidstag hat Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) den Abbau von Vorurteilen gegenüber HIV-Infizierten angemahnt. Es gelte weiterhin, „über die Krankheit zu informieren und so Ängste und Unsicherheiten im Umgang mit HIV-infizierten Menschen abzubauen“, erklärte Gröhe am Donnerstag in Berlin. Ziel müsse sein, dass „ein vorurteilsloses Zusammenleben zur Selbstverständlichkeit wird“.

Deutschland gehöre dank erfolgreicher Präventionsarbeit und guter Behandlung zu den Ländern mit den niedrigsten Neuinfektionsraten in Europa. Diese Anstrengungen müssten „kraftvoll fortgesetzt werden mit dem Ziel, die Zahl der Ansteckungen weiter zu senken“, erklärte Gröhe. Heidrun Thaiss, Chefin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, erklärte, die diesjährige Kampagne ziele darauf ab, „Ängste und Vorurteile gegenüber Menschen mit HIV abzubauen“.

Im Mittelpunkt der bundesweiten Kampagne, an der sich auch die Aidshilfe und die Aidsstiftung beteiligen, stehen drei Menschen mit HIV. Sie sollen zeigen, dass mit HIV ein normales Leben und ein Zusammenleben ohne Ängste möglich sind. Ein Motto lautet: „Gegen HIV hab ich Medikamente – und Deine Solidarität?“ Die Plakatmotive werden durch Onlineangebote und Aktionsmaterialien ergänzt. Der Weltaidstag wird jedes Jahr am 1. Dezember begangen.

Die Zahl der HIV-positiven Menschen mit Migrationshintergrund, die sich hilfesuchend an die Deutsche Aids-Stiftung wenden, ist in den vergangenen Jahren gestiegen. 2016 war erstmals mehr als die Hälfte der Antragsteller nicht in Deutschland geboren, wie die Organisation im Oktober in Bonn mitteilte. Im vergangenen Jahr bewilligte die Stiftung für individuelle Hilfen an Flüchtlinge mit rund 17.500 Euro mehr als zweieinhalb Mal so viel wie im Vorjahr. (afp)

 Siehe auch:

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Aids-Stiftung: Erstmals über die Hälfte der Hilfesuchenden mit Migrationshintergrund

 

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