Jan Timke, BiW-Abgeordneter in Bremen.Foto: Screenshot Facebook BiW

Gewalt von Köln „keinesfalls neu“, sie wurde totgeschwiegen, sagt Ex-Polizist

Epoch Times6. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:49
Nach den Silvester-Übergriffen in Köln warnt der Bremer Landtagsabgeordnete Jan Timke davor, die Polizei vorschnell zum Sündenbock abzustempeln. Er nennt Gewalt wie in der Kölner Silvesternacht keinesfalls neu, sie sei totgeschwiegen worden, so der Ex-Polizist und Gründer der Initiative „Bürger in Wut“.

„Ich warne davor, die eingesetzten Polizeibeamten vorschnell zu verurteilen“, sagte Timke im Interview mit der Jungen Freiheit. „Die Einsatzkräfte hatten es in der Silvesternacht mit einer Menschenmasse zu tun, die teilweise angetrunken war und sehr aggressiv auftrat. Gerade bei Dunkelheit, in der dann auch noch lautes Feuerwerk abgebrannt wird, kann es schnell zu unübersichtlichen Situationen kommen, die sich nicht lückenlos überwachen lassen.“

„Der Versuch, angesichts solcher Vorfälle die Polizei zum Sündenbock zu stempeln, dient aus meiner Sicht vor allem dem Zweck, vom Versagen der politischen Entscheidungsträger zum Beispiel in der Zuwanderungsfrage abzulenken“, so der Ex-Polizist.

Alles andere als neu“

Timke hält es für falsch, von einer „völlig neuen Dimension der Gewalt“ zu sprechen, wie es die GdP tue. „Diese Form der Gewaltkriminalität ist alles andere als neu“, sagt er. Sie sei bislang lediglich von den Mainstream-Medien und der Politik totgeschwiegen oder relativiert worden.

Er erklärt in diesem Zusammenhang auch das Vorgehen von den „Antänzer“ genannten Trickdieben. Diese Kriminellen schrecken auch vor Gewalt nicht zurück, seien unberechenbar und damit extrem gefährlich. Meist suchen sie sich alkoholisierte Opfer in feiernden Menschenmengen oder nutzen andere Ablenkungstricks, um Raubstraftaten zu begehen.

Dass der Level der Gewalt in der Antänzer-Szene steige, war für Timke absehbar: „Zumindest konnte man diese Entwicklung schon wegen der stark steigenden Zahl von Zuwandern nicht ausschließen.“

Anderes Verhältnis zur Gewalt als Menschen in Mitteleuropa“

Dass gerade junge Männer aus Afrika und dem arabischen Raum „ein anderes Verhältnis zur Gewalt als Menschen in Mitteleuropa“ hätten, sei „dem sozialen Milieu in den Herkunftsländern ebenso geschuldet wie kulturellen Traditionen“.

Timke fordert, dass der Staat „Übergriffe gegen Frauen, die sich aus solchen kulturfremden archaischen Traditionen speisen, nicht aus falsch verstandener Toleranz“ hinnehmen dürfe. Er fordert Bestrafung und Abschiebung von ausländischen Straftätern, auch bei Asylbewerbern. „Wer das Grundrecht, in Deutschland Schutz vor Krieg oder Verfolgung zu finden, für die Begehung schwerer oder wiederholter Straftaten missbraucht, der hat dieses Recht verwirkt.“

Ein „kuschelpädagogische Ansatz“, wie er zum Beispiel in NRW praktiziert werde, gehe nicht nur an einer nachhaltigen Lösung des Problems vorbei, „sondern bedeutet auch eine Verhöhnung der Opfer“.

Jan Timke ist seit 2008 Landtagsabgeordneter in Bremen für Bürger in Wut (BIW) . Zuvor arbeitete er als Polizeibeamter in verschiedenen Aufgabenfeldern, darunter organisierte Kriminalität und Personenschutz.

Originales Interview auf Junge Freiheit.

Siehe auch: "Politiker veranlassten Stellenabbau" – Polizei als Sündenbock für Kölner Übergriffe


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion