Göring-Eckardt: Natürlich gehören Muslime zu Deutschland – ohne sie wäre es „sehr langweilig“

Epoch Times19. September 2017 Aktualisiert: 20. September 2017 10:38
Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt findet, dass es ohne den Islam und die Muslime in Deutschland langweilig wäre. Zudem spricht sie sich gegen ein Verschleierungsverbot aus.

„Natürlich gehört der Islam zu Deutschland, und natürlich gehören Muslime zu Deutschland. Und ich finde, darüber können wir ganz schön froh sein. Es wäre sehr langweilig, wenn wir nur mit uns zu tun hätten,“ sagt Grünen-Spitzenkandidatin, Katrin Göring-Eckardt, mit Blick auf die Forderung der AfD nach einem Verbot von ausländisch finanzierten Moscheebauten und der Aussage, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.

Im Interview mit „Radio eins“ sprach sich Göring auch gegen ein generelles Verschleierungsverbot für Frauen in der Öffentlichkeit aus, berichtet die „Junge Freiheit“. Ein Verschleierungsverbot würde dazu führen, dass Frauen ihr Zuhause nicht mehr verlassen würden.

Die Grünen-Politikerin meinte aber auch, dass man sich vor Gericht oder im Straßenverkehr nicht vollverschleiern könne. Sie würde den Muslimen aber gerne mitteilen, dass sie „die Dinger“ selber abnehmen könnten und dass dies in Deutschland selbstverständlich sei und sie dies tun dürften.

Göring-Eckardt nennt Familiennachzug „Schlüssel zur Integration“

Ende August kritisierte Göring-Eckardt Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) dafür, dass er den Familiennachzug für Flüchtlinge weiter unterbinden will.

 „Der Familiennachzug ist der Schlüssel zur Integration“, sagte Göring-Eckardt der „Bild“. „Die Aussetzung des Familiennachzugs muss enden. Bei uns leben Familienväter, die sich integrieren sollen in Deutschland. Das können sie aber nicht, solange ihre Kinder und Frauen noch irgendwo in Aleppo, Damaskus oder sonstwo sitzen.“

Dass mit dem Zuzug von Hunderttausenden Flüchtlingsfamilien die Grenzen der Integrationsfähigkeit in Deutschland überschritten werden, sieht Göring-Eckardt nicht.

„Wir haben ein Grundrecht auf Asyl. Wer verfolgt wird oder vor Krieg Schutz sucht, hat ein Recht auf eine faire Prüfung, unabhängig von der Gesamtzahl. Davon kann man nicht absehen. Wir haben sehr viele Leute in Deutschland, die sich engagieren. Der Schlüssel ist Organisation und Integration. Ich sage: Das kostet Geld und Personal“, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin. (dts/so)


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