Das Schulschiff der Marine, die "Gorch Fock", bei einer früheren Tour unter Segeln über die Kieler Förde.Foto: Carsten Rehder/Archiv/dpa

„Gorch-Fock“-Kommandant hält Segelschulschiff für unverzichtbar

Epoch Times21. April 2019 Aktualisiert: 21. April 2019 16:03

Der Kommandant der „Gorch Fock“, Nils Brandt, hält das Segelschulschiff für unverzichtbar in der Ausbildung und setzt auf eine zügige Reparatur.

„Ich freue mich, wenn die `Gorch Fock` nächstes Jahr wieder in See stechen wird“, sagte Brandt der „Bild am Sonntag“. Das Erfahren und „Abschätzen der Einflüsse der See wie Wellengang, Wetter, Kälte und Nässe auf die Arbeitsfähigkeit einer Besatzung“ seien „unverzichtbare Bestandteile der Ausbildung junger Marineoffiziere“, so der „Gorch-Fock“-Kommandant weiter.

Die Ausbildung auf einem Segelschulschiff vermittle diese Grundlagen in einer Art und Weise, wie dies auf modernen Schiffen nicht möglich sei, sagte Brandt. Seit 2016 liegt die „Gorch Fock“ zur Reparatur in Bremerhaven in einem Schwimmdock, die Kosten für die Sanierung sind von ursprünglich 10 auf 135 Millionen Euro gestiegen. Der Grünen-Verteidigungsexperte Tobias Lindner forderte einen Neubau.

Ich habe den Eindruck, dass die Forderung der Marine nach einem Segelschulschiff mit Nostalgie und Denkmalschutz für die jetzige Gorch Fock vermengt wird. Ein Neubau ist wohl die wirtschaftlichere und für die Soldaten bessere Lösung“, sagte Lindner der „Bild am Sonntag“.

Von den rund 150 Soldaten der Stammbesatzung seien zeitweise 40 bis 80 zu anderen Dienststellen entsandt worden, berichtet die Zeitung. Ein Teil der Besatzung sei mit Pflege- und Wartungsaufgaben sowie der Bewachung des Schiffs beschäftigt. Die Soldaten übernachteten auf dem Marine-Wohnboot „Knurrhahn“ am Dock der Werft. Das koste die Bundeswehr 2 Millionen Euro, berichtet die Zeitung weiter. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion