Weil am Rhein: Immer wieder Illegale an der Grenze – Bei Aufgriff wird Schutzersuchen gestellt

Epoch Times29. Oktober 2016 Aktualisiert: 29. Oktober 2016 11:03
Die Grenzen nach Deutschland sind immer wieder Ziele von illegalen Migranten und Schleusern. Eine dieser Stellen ist Weil am Rhein am Dreiländereck D-CH-F im südlichen Baden-Württemberg. Hier ein kleiner Ausschnitt im Oktober 2016. Natürlich zeigen sich darin nur die aufgedeckten Fälle, die bereits durch mehrere Grenzen schlüpfen konnten.

Mittwoch, 21. Oktober, mittags: Am Bahnhof Weil am Rhein wurden fünf unerlaubt eingereiste Personen aus Äthiopien festgestellt. Gültige Dokumente hatte keiner bei sich. Die Gruppe, bestehend aus zwei 18 und 40 Jahre alten Äthiopiern und drei unbegleitete minderjährige Jugendlichen im Alter von 15 und 16 Jahren, hatte sich zufällig auf dem Weg nach Deutschland getroffen. Drei der Personen gaben an, wegen ihrer „bestimmten Stammeszugehörigkeit in Äthiopien verfolgt“ worden zu sein, so der Polizeibericht. Alle aufgegriffenen Afrikaner äußerten noch während der Kontrolle ein Schutzersuchen. Die Minderjährigen wurden dem zuständigen Jugendamt übergeben, die Erwachsenen kamen in die LEA Karlsruhe.

Dienstag, 19. Oktober, 13.00/18.10 Uhr: Bei Kontrollen in den Intercityzügen zwischen Basel und Freiburg wurden mehrere Gruppen von eingereisten Schwarzafrikanern aufgegriffen. Gegen 13 Uhr trafen die Beamten der Bundespolizei im ICE 278 drei Männer und zwei Frauen an. Zudem hatten die beiden Frauen jeweils einen wenige Wochen alten Säugling bei sich. Die Personen im Alter von 19 bis 35 Jahren stammten aus Kamerun, Togo, Äthiopien und der Elfenbeinküste. Alle hatten keine Papiere bei sich und äußerten ein Schutzersuchen. Sie kamen zur LEA Karlsruhe.

Gegen 18.10 Uhr wurden im ICE 100 drei ausweislose Männer aus Kamerun (17, 19, 30) angetroffen. Nach der Sachbearbeitung beim Bundespolizeirevier Freiburg kamen die beiden Erwachsenen zur LEA Karlsruhe, der Jugendliche wurde in eine örtliche Jugendhilfeeinrichtung überstellt.

Dienstag, 19. Oktober, 17.30 Uhr: Die Bundespolizei greift am Weiler Bahnhof eine Vierer-Gruppe Afrikaner auf, die mit der S6 nach Lörrach fahren wollte. Die Männer im Alter von 21 bis 24 Jahren stammen aus Mali und der Elfenbeinküste. Keiner hatte einen Ausweis dabei. Nach ihrem Aufgriff änderte die Gruppe offenbar ihre Pläne und äußerte ein Schutzersuchen. Nach der Sachbearbeitung wurden die Afrikaner an die Asylantragstelle in der LEA Karlsruhe weitergeleitet.

Sonntag, 17. Oktober, 22.00 Uhr: Eine Polin (28) versuchte sechs Personen in ihrem in Polen zugelassenen Transporter nach Deutschland zu schmuggeln. An Bord waren: ein junger Mann aus Guinea, zwei Pakistani und eine Frau aus Nigeria mit ihren beiden Kleinkindern. Einer der Pakistani hatte gültige italienische Dokumente und durfte weiterreisen. Die anderen Geschleusten hatten keinerlei Papiere. Die Polin hatte den Transport über eine Mitfahrzentrale angeboten, mit Zielort Brüssel. Sie wurde festgenommen. Die Mitfahrer stellten keine Schutzersuchen und wurden deshalb an die Schweizer Behörden überstellt.

Samstag, 11. Oktober, 3.45 Uhr: Ein 39-jähriger Pakistaner versuchte mit einem in Italien zugelassenen Auto vier Personen, drei Somalier und ein Pakistani, am Autobahnzoll ins Bundesgebiet zu schleusen. Zwei der Somalier hatten „totalgefälschte italienische Reiseausweise für Flüchtlinge“, so der Polizeibericht. Die anderen beiden geschleusten Migranten hatten gar keine Papiere bei sich. Der Schleuser, der die Personen in Italien aufgenommen hatte, wurde festgenommen. Die Personen wurden an die LEA Karlsruhe verwiesen.

Donnerstag, 7. Oktober, 3.30 Uhr: Beamte kontrollieren einen Transporter mit Luxemburger Zulassung am Grenzübergang Weiler Autobahn. Der luxemburgische Fahrer (41) mit tunesischem Migrationshintergrund hatte neun Syrer bei sich, die keine gültigen Einreisepapiere vorweisen konnten. Es handelte sich um zwei Familien, fünf Erwachsene und vier Kinder. Der Auftrag zum Abholen der Syrer aus Italien kam von einem luxemburgischen Verwandten der Eingeschleusten mit Asyl-Ziel Luxemburg. Da die Personen in Deutschland entdeckt wurden, stellten sie hier einen Asylantrag und wurden zur LEA Karlsruhe verwiesen. Der Mietwagen wurde sichergestellt, der Fahrer bekam eine Strafkaution.

Siehe auch:

München: Illegale Afrikaner im Güterzug aus Italien verhaftet

 

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