Der griechische Premierminister Kyriakos Mitsotakis (R) spricht mit Gesundheitsminister Vasilis Kikilias während einer Parlamentssitzung in Athen.Foto: ANGELOS TZORTZINIS/AFP via Getty Images

Griechenland verschärft Corona-Maßnahmen für nicht geimpfte Bürger

Epoch Times24. August 2021 Aktualisiert: 25. August 2021 9:41
Hier die neuesten Kurznachrichten zum Thema Corona aus aller Welt:

19:12 Uhr: Griechenland verschärft Corona-Maßnahmen für nicht geimpfte Bürger

Griechenland hat striktere Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte bei Freizeitaktivitäten und am Arbeitsplatz angekündigt. Ab dem 13. September ist der Zutritt zu Lokalen, Cafés oder Sportvereinen nur für Menschen gestattet, die entweder vollständig geimpft wurden oder eine überstandene Infektion nachweisen können, wie Gesundheitsminister Vasilis Kikilias am Dienstag mitteilte. In Kinos, Theatern und Museen werden Ungeimpfte weiterhin eingelassen, wenn sie einen negativen Corona-Test vorlegen.

Mit den neuen Maßnahmen will Athen ihre schleppende Impfkampagne ankurbeln. Mehr als 90 Prozent der derzeitigen Patienten auf den Intensivstationen seien nicht gegen das Virus geimpft, sagte der Minister. Es handle sich um eine „Pandemie der Ungeimpften“, so Kikilias.

Corona-Tests, die bislang kostenlos erhältlich waren, sollen ab dem 13. September kostenpflichtig werden. In einem Land, in dem der Brutto-Mindestlohn bei 650 Euro liegt, dürfte der Preis von zehn Euro pro Corona-Test für viele Menschen nicht unerheblich sein.

Nicht geimpfte Angestellte im öffentlichen und privaten Sektor müssen sich dem Minister zufolge je nach Beruf ein- oder zweimal pro Woche auf das Virus testen lassen. Dasselbe gelte für Studierende an Universitäten und Hochschulen. Schüler der Grund- und Sekundarstufe erhalten kostenlose Selbsttest-Kits.

Offiziellen Angaben zufolge sind etwa 5,6 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Griechenlands vollständig gegen das Virus geimpft. Die Regierung strebt eine Durchimpfungsrate von 80 Prozent an.

13:57 Uhr: Zweite Lockdownphase für viele Familien laut Umfrage noch belastender

Viele Eltern haben sich in der zweiten Corona-Lockdownphase laut einer Umfrage für die Techniker Krankenkasse (TK) gestresster gefühlt als in der ersten. Wie die Kasse am Dienstag in Hamburg unter Verweis auf die von ihr in Auftrag gegebene Forsa-Befragung mitteilte, gaben im März 54 Prozent der Befragten mit Kindern im Haushalt an, sich durch die Coronalage stark belastet zu fühlen.

Bei einer vergleichbaren Befragung im Mai des vergangenen Jahres waren es dagegen 43 Prozent gewesen. In beiden Fällen war die Quote der Befragten ohne Kinder im Haushalt, die sich ebenfalls stark belastet fühlten, deutlich geringer. Sie lag im März bei 37 Prozent, in der Vorläuferbefragung vom Mai 2020 bei 26 Prozent.

Die TK-Experten führten die höhere Belastung von Eltern auf einen „erhöhten Betreuungsaufwand der Kinder“ während der Zeiten mit großflächigen Schließungen und Kontaktbeschränkungen zurück. Zugleich seien die Freizeitangebote deutlich reduziert gewesen. So hätten 60 Prozent der Eltern im Frühjahr angegeben, dass Schul- und Kitaschließungen eine große Herausforderung seien.

13:25 Uhr: Apotheken stellen ab sofort digitale Corona-Genesenenzertifikate aus

Die sogenannten Genesenenzertifikate nach einer Coronainfektion sind ab sofort auch in zahlreichen Apotheken digital erhältlich. Das berichtete die Bundesvereinigung der Apothekerverbände am Dienstag in Berlin. Inzwischen sei die technische Infrastruktur dafür betriebsbereit. Das Angebot ist demnach jedoch nur in teilnehmenden Apotheken verfügbar. Interessierte sollten sich vorab informieren. Ärzte stellen die digitalen Zertifikate schon etwas länger aus, in analoger Form sind sie ebenfalls erhältlich.

Genesenenzertifikate sind eine Art Brückenlösung für Erkrankte im ersten halben Jahr nach einer Coronainfektion. In dieser Zeit sollen sie laut Empfehlung der Ständiger Impfkommission (Stiko) noch keine Corona-Impfung bekommen. Sie besitzen daher auch kein Covid-Impfzertifikat, was mit Blick auf Ausnahmen von Beschränkungen relevant sein kann. Zugleich haben sie zumindest vorübergehend Immunität aufgebaut. Das Zertifikat gilt jedoch nur sechs Monate.

Danach können Genesene allerdings mit lediglich einer Corona-Impfung den vollen Impfnachweis erhalten, weil ihre Infektion quasi als erste Dosis zählt. Sie erhalten dann ein Corona-Genesenenimpfzertifikat, das von Corona-Impfzentren, Arztpraxen oder auch Apotheken ausgestellt wird.

+++ 23. August +++

08:31 Uhr: Griechische Urlaubsinseln sind nun Corona-Hochrisikogebiete

Die Bundesregierung stuft Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln nun als Hochrisikogebiet ein.

Die Regelung gilt seit diesem Dienstag. Nach jüngsten Schätzungen des Deutschen Reiseverbands (DRV) sind derzeit etwa 150.000 Pauschalurlauber aus Deutschland in Griechenland unterwegs. Hinzu kommt eine unbekannte Anzahl an Individualreisenden. Das Land zählt zu den beliebtesten Zielen rund ums Mittelmeer.

Neben Kreta ist nun auch die südliche Ägäis mit Urlaubsinseln wie Rhodos, Kos, Mykonos oder Naxos Hochrisikogebiet. Die Inseln gelten auch wegen ihres intensiven Nachtlebens als Keim der Corona-Ausbreitung in Griechenland. Einreisende aus Hochrisikogebieten, die nicht geimpft oder genesen sind, müssen für zehn Tage in Quarantäne. Sie können sich aber nach fünf Tagen mit einem negativen Test davon befreien. Für vollständig Geimpfte und Genesene gibt es keine Quarantänepflicht.

Die Regierung in Athen versucht, mit so genannten Mini-Lockdowns die Lage in den Griff zu bekommen. Auf Kreta gilt bis auf wenige Ausnahmen ein Ausgehverbot zwischen 01.00 Uhr bis 06.00 Uhr für die beliebten Urlaubsregionen von Chania, Rethymno und Iraklio. Zudem darf in Lokalen keine Musik mehr gespielt werden. Damit soll vermieden werden, dass die Menschen dicht beieinander tanzen. Diese Maßnahmen gelten auch für andere kleinere Inseln.

7:34 Uhr: Gegner von Corona-Maßnahmen stürmen Zentrale von TV-Sender in London

Bei Protesten gegen die Corona-Maßnahmen der britischen Regierung sind dutzende Demonstranten in die Zentrale des Nachrichtensenders ITN in London eingedrungen. Viele Journalisten seien durch den Vorfall am Montag daran gehindert worden, ihrer Arbeit nachzugehen, sagte eine ITN-Sprecherin. Ein im Internet veröffentlichtes Video zeigte, wie der Nachrichtensprecher Jon Snow von Demonstranten beschimpft wurde, als er das Gebäude betrat.

Die ITN-Mitarbeiter seien angewiesen worden, entweder in ihren Büros zu bleiben oder das Gebäude nicht zu betreten, bis sich die Lage beruhigt habe, sagte die Sprecherin weiter. Die Polizei sorgte schließlich dafür, dass die Demonstranten die ITN-Zentrale verließen.

„Die Beschimpfung von Journalisten wegen ihrer Berichterstattung über das Coronavirus ist eine besorgniserregende Entwicklung, die ITN genau beobachtet“, teilte der Sender mit.

7:00 Uhr: Spahn: Bei genug Impfungen keine weiteren Maßnahmen im Herbst

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die Einführung weiterer Corona-Maßnahmen vom Impffortschritt abhängig gemacht. Wenn sich in den nächsten drei bis fünf Wochen noch viele Bürger impfen ließen, „dann haben wir eine gute Chance, keine weiteren Maßnahmen im Herbst und Winter zu brauchen“, sagte er der RTL/n-tv-Redaktion. Alle hätten es nun selbst in der Hand, ob sich überhaupt weitere Fragen stellten, so der CDU-Politiker.

„Klar ist aber auch: Für Geimpfte und Genesene wird es keine weiteren Beschränkungen geben, keine Ausgangssperren, keine Beschränkungen. Das ist die geltende Rechtslage“, so Spahn. Außerdem bekräftigte er, dass er weg von der 50er Inzidenz will, dann aber die Hospitalisierung deutlicher in den Fokus rückt.

Die 50er Inzidenz sei „für eine ungeimpfte Bevölkerung“, so Spahn. Sie habe deshalb ausgedient. „Mittlerweile haben sich viele, viele Millionen Menschen in Deutschland impfen lassen, um sich um andere zu schützen. Und das zeigt ja sehr klar, dass wir neue Schwellenwerte brauchen, neue Maßstäbe brauchen“, so der Bundesgesundheitsminister. Und weiter: „Ein guter Maßstab für die jetzige Situation ist die Hospitalisierung, also wie viel Menschen mit Covid-19 werden in den Krankenhäusern zur Behandlung aufgenommen.“ Denn es sei nach wie vor das Wichtigste, so Spahn, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

19:30 Uhr: Baerbock schließt Impfpflicht für bestimmte Gruppen nicht aus

Nach dem ARD-Sommerinterview am Sonntag wurde Grünen-Kanzlerdakandidatin Annalena Baerbock von einem Zuschauer mit der Frage konfrontiert, ob es „eine Impfpflicht für spezielle Berufsgruppen wie Pflegepersonal oder Erzieher“ brauche.

„Eine Impfpflicht ist in unserem Land gesetzlich, rechtlich, juristisch nicht ganz einfach“, so die Grüne-Chefin. Doch es gebe Berufsgruppen, wo so etwas möglich sei, wie beispielsweise bei der Bundeswehr. „Über die Frage weiterer Impfpflichten in einzelnen Berufsgruppen“ müsse man dann sprechen. Wenn die Alternative ein erneuter harter Lockdown sei, „dann müssen alle anderen Alternativen mit auf den Tisch“, erklärte Baerbock.

15:10 Uhr: Bundesregierung will 50er-Inzidenz aus Infektionsschutzgesetz streichen

Die Bundesregierung will den 50er-Inzidenzwert offenbar noch vor der Bundestagswahl aus dem Infektionsschutzgesetz streichen. Das Corona-Kabinett habe am Montag einen entsprechenden Beschluss gefasst, berichtet die „Bild“ unter Berufung auf eigene Informationen. Zuvor hatten sich mehrere Minister für diesen Schritt ausgesprochen.

„Wir brauchen diese Inzidenzzahl nicht. Sie ist in einer Zeit entstanden, als wir noch ganz andere Zahlen hatten, als wir noch nicht ausreichend Impfstoff hatten“, sagte zum Beispiel Justiz- und Familienministerin Christine Lambrecht (SPD) der „Bild“.

Stattdessen sollten die Impfquote und die Belastung des Gesundheitswesens in den Blick genommen werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor im ZDF-Morgenmagazin gesagt, dass die 50er-Inzidenz im Gesetz „ausgedient“ habe. Die Hospitalisierungsrate müsse dafür künftig eine stärkere Rolle spielen.

Die anvisierte Abkehr vom Inzidenzwert als Kriterium für Pandemiebeschränkungen könnte praktische Folgen für den Alltag haben: Der Zeitpunkt, zu dem die zuständigen Behörden im Kampf gegen die Pandemie neue Beschränkungen erlassen, könnte sich dadurch nach hinten verschieben.

Im aktuellen Infektionsschutzgesetz sind besondere Maßnahmen ab einer Inzidenz 50 auf regionaler Ebene vorgesehen. Ab dem Wert 100 greifen bundeseinheitliche Regeln.

Die Bundesregierung wollte am Montag noch keine Angaben dazu machen, wie genau die künftigen Richtwerte in einem geänderten Infektionsschutzgesetz ausfallen werden. Die zuständigen Ministerien seien sich im Corona-Kabinett aber einig gewesen, dass das Gesetz wegen „neuer Bedingungen“ geändert werden müsse, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Diese neuen Bedingungen seien dadurch gegeben, dass die Impfkampagne fortgeschritten sei und es inzwischen genug Impfstoff gebe.

+++ 22. August +++

9:15 Uhr: Spahn: 50er-Inzidenz hat ausgedient

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat sich für eine rasche Änderung des Infektionsschutzgesetzes ausgesprochen. „Die 50er-Inzidenz im Gesetz hat ausgedient“, sagte der CDU-Politiker am Montag im ZDF-Morgenmagazin. „Sie galt für eine ungeimpfte Bevölkerung.“

Man müsse den 50er-Inzidenzwert zügig noch vor der Bundestagswahl aus dem Gesetz streichen. Die Hospitalisierungsrate müsse dafür künftig eine stärkere Rolle spielen. Weitere einschränkende Maßnahmen seien zunächst nicht nötig.

Durch Herbst und Winter komme man sicher durch die Anwendung der AHA-Regeln, der 3G-Regel (Geimpft, Genesen, Getestet) in Innenräumen sowie weiteren Impfungen, so Spahn. „Wenn wir das konsequent machen, dann braucht es keine zusätzlichen Maßnahmen.“ Private Anbieter könnten allerdings für sich entscheiden, nur Geimpfte und Genesene in ihre Räumlichkeiten zu lassen, fügte der Minister hinzu.

7:36 Uhr: Laschet will Infektionsschutzgesetz „sehr bald“ ändern

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) fordert eine Änderung des Infektionsschutzgesetzes noch vor der Bundestagswahl, um die darin enthaltene Inzidenz von 50 zu streichen. „Wir haben gelernt: die Inzidenz alleine ist nicht mehr aussagekräftig“, sagte Laschet dem TV-Sender „Bild“. Die stehe aber immer noch im Infektionsschutzgesetz.

Jeder wisse, „dass 50 heute nicht mehr das gleiche ist wie vor einem Jahr, weil so viele Menschen geimpft sind“. Und deshalb müsse man das Infektionsschutzgesetz jetzt „sehr bald“ ändern. Auf Nachfrage bestätigte der CDU-Vorsitzende, dass er diese Änderung möglichst noch vor der Bundestagswahl anstrebt. Darüber habe er bereits mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) darüber gesprochen: „Wir brauchen eine Lösung, die die Hospitalisierung – also den Grad derer, die wirklich krank werden – ebenfalls misst. Das muss ins Infektionsschutzgesetz hinein.“ Er setze darauf, „dass wir beim Impfen weitere Fortschritte machen, dass wir für die, die geimpft sind, keine Beschränkungen mehr haben, und dass wir vor allem keinen Lockdown mehr machen“.

6:47 Uhr: Ärztepräsident schlägt Impfungen bei Vereinen und Religionsgemeinschaften vor

Um die Impfquote in Deutschland zu steigern, hat die Bundesärztekammer eine engere Einbindung von Vereinen und Religionsgemeinschaften in die Impfkampagne vorgeschlagen. „Wir sollten auch Sportvereine, Kulturvereine und die unterschiedlichen Glaubenseinrichtungen bei der Impfkampagne mit ins Boot holen“, sagte Ärztepräsident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

Da nach und nach viele Impfzentren geschlossen würden, sollten als Ersatz mehr mobile Impfstellen geschaffen werden – etwa vor Kirchen und Moscheen oder auch Freizeiteinrichtungen. „Ausreichend Impfstoff, Personal und Logistik stehen zur Verfügung. Jetzt sind kreative Ideen gefragt.“

Gerade in der Altersgruppe der 20- bis 50-Jährigen seien immer noch viele ungeimpft, sagte Reinhardt. Ihnen müsse verdeutlicht werden, dass eine Impfung nicht nur für sie persönlich sinnvoll sei, sondern auch „ein Zeichen der Solidarität“ mit denjenigen darstelle, die sich nicht impfen lassen können.

Eine annähernd hundertprozentige Impfquote werde es in Deutschland nicht geben, sagte der Ärztepräsident. „Wir müssen in einer freien Gesellschaft damit leben, dass sich ein gewisser Prozentsatz der Bürgerinnen und Bürger freiwillig gegen eine Impfung entscheidet.“ Diese Menschen müssten aber ihrerseits damit rechnen, dass die geimpfte Mehrheit nicht ewig bereit sein werde, ihretwegen Einschränkungen der persönlichen Freiheiten hinzunehmen, mahnte Reinhardt.

14:15 Uhr: Lambrecht hält 2G-Regelung für verfassungswidrig

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat Bedenken gegen Pläne einzelner Bundesländer geäußert, im Herbst Freiheiten nur für Geimpfte und Genesene zuzulassen. „Jeder Eingriff in Freiheitsrechte muss gut begründet und verhältnismäßig sein“, sagte sie der „Welt am Sonntag“. „Ich sehe nicht, wie man eine derart schwerwiegende Beschränkung mit dem Infektionsschutz rechtfertigen könnte.“

Es mache einen Unterschied, ob ein Gastronom im Rahmen seiner Vertragsfreiheit nur noch Geimpfte und Genesene bedienen wolle, oder ob der Staat so etwas vorgebe. Ein Arbeitgeber dürfe zudem keinen Mitarbeiter entlassen, sollte er sich einer Impfung verweigern. „Aber es ist durchaus vorstellbar, dass der Arbeitgeber diesen ungeimpften Beschäftigten andere Aufgaben zuweisen kann“, fügte sie hinzu.

Ein weiterer Lockdown oder die Wiederauflage der Bundesnotgrenze seien nicht mehr denkbar, sagte die Justizministerin der Zeitung. „Ich kann mir einen neuen Lockdown nicht vorstellen. Er wäre auch kaum zu rechtfertigen, wenn ein großer Teil der Bevölkerung geimpft ist.“

In Deutschland wird derzeit darüber debattiert, ob Veranstaltungen in Innenräumen auch weiterhin Genesenen, Geimpften und Getesteten (3G-Regelung) offenstehen sollen. Bei einer 2G-Regelung würden nur noch Geimpfte und Genesene zugelassen.

12:21 Uhr: Dehoga kritisiert Aufwand bei 3G-Regel

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) kritisiert den zusätzlichen Aufwand, der seit Inkrafttreten der jüngsten Corona-Schutzverordnung in den Bundesländern gilt. „Die 3G-Regel für Innenräume bedeutet für Gäste wie Gastgeber jetzt wieder mehr Aufwand“, sagte Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Dehoga-Bundesverbandes, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagsausgabe). „Höhere Hürden für den Besuch gehen mit dem Risiko einher, Gäste, die sich testen lassen müssen, zu verlieren und damit Umsatzeinbußen hinnehmen zu müssen.“

Vor allem sorgt sich Hartges um Clubs und Diskotheken in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg. Dort ist künftig ein PCR-Test Pflicht für den Besuch, wenn Gäste nicht genesen oder geimpft sind. Die Betriebe müssen die Nachweise kontrollieren.

Vor einem erneuten Lockdown warnte Hartges. „Das Wichtigste ist, dass unsere Betriebe dauerhaft geöffnet bleiben und Planungssicherheit haben. Unsere Betriebe wie unsere Beschäftigten brauchen dringend Perspektiven für eine sichere Zukunft, so wie von uns lange gefordert“, sagte die Dehoga-Hauptgeschäftsführerin. Daher sei die 3G-Regel trotz Aufwand „definitiv besser, als wieder geschlossen zu werden“.

Kritik äußerte Hartges daran, dass viele Bundesländer am Inzidenzwert zur Beurteilung des Infektionsgeschehens festhalten. „Wir erwarten, dass die Bundesländer hier nachjustieren und zeitnah sachgerechte Parameter wie die Impfquote und die Hospitalisierungsrate für die Bewertung des Infektionsgeschehens einbeziehen.“

10:59 Uhr: Neue Proteste gegen Corona-Regeln in Frankreich

In Frankreich haben den sechsten Samstag in Folge zehntausende Menschen gegen die Corona-Regeln protestiert. Landesweit gingen mehr als 175.500 Menschen auf die Straße, wie das Innenministerium in Paris mitteilte. Damit ging die Zahl der Demonstranten zurück. Vor einer Woche hatten nach offiziellen Angaben noch knapp 215.000 Menschen demonstriert. Die Proteste verliefen wie schon zuvor weitgehend friedlich. Das Innenministerium meldete 20 Festnahmen und einen verletzten Polizisten.

Große Kundgebungen fanden unter anderem in Paris, in Pau in Südfrankreich und in Lille in Nordfrankreich statt. Im ganzen Land waren mehr als 200 Veranstaltungen geplant.

In Pau, wo die Polizei 2700 Demonstranten zählte, sagte Jérôme Rodrigues, eine der Symbolfiguren der „Gelbwesten“-Bewegung: „Impft euch, wenn ihr wollt, aber wir sind gegen einen Passierschein für das Krankenhaus oder zum Einkaufen, wir fordern die Aufhebung des Gesetzes“.

In Paris sprach der frühere Chefstratege von Marine Le Pen, Florian Philippot, zu einer Menge flaggenschwingender Unterstützer. Auf Schildern schrieben sie „Nein zum Gesundheitspass“ und „Lasst und Frankreich befreien“. Philippots neue Bewegung „Les Patriotes“ hat eine der insgesamt vier Demonstrationen in der französischen Hauptstadt organisiert, zwei weitere hatte die „Gelbwesten“-Bewegung angemeldet.

Die Proteste richten sich gegen die Impfpflicht für das Gesundheitspersonal sowie die Ausweitung der Nachweispflicht auf fast alle Bereiche des öffentlichen Lebens. Für den Besuch etwa von Cafés, Restaurants, Kinos oder Krankenhäusern sowie die Nutzung von Fernzügen muss ein Impf- oder Genesungsnachweis oder ein Negativ-Test vorgelegt werden, der sogenannten Gesundheitspass. Bei deutschen Touristen reichen im Allgemeinen die zu Hause ausgestellten Nachweise.

Die seit Mitte Juli andauernden Proteste vereinen ein großes Spektrum an Kritikern der Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron. Am vergangenen Samstag gab es insgesamt 217 Kundgebungen, an denen nach Angaben des Innenministeriums knapp 215.000 Menschen teil nahmen. Die bislang höchste Teilnehmerzahl von 237.000 Menschen hatte es bei den Protesten am 7. August gegeben.

+++ 21. August +++

12:00 Uhr: Heil für Recht auf Corona-Impfung während der Arbeitszeit

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will, dass sich Beschäftigte auch während der Arbeitszeit gegen das Coronavirus impfen lassen können. Man werde die Corona-Arbeitsschutzverordnung anpassen, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“. Bei den Hygieneregeln und der Testangebotspflicht werde es bleiben.

Zudem werde man die Arbeitgeber anhalten, „dass sie stärker an der Impfaufklärung mitwirken und Impfungen im Zweifelsfall auch während der Arbeitszeit ermöglichen“. Es sei nötig, dass es beim Impfen noch einmal einen Schub gebe. Dazu brauche man niedrigschwellige Impfangebote, wie es sie an vielen Orten bereits gebe. „Und wir müssen weiter dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz nicht zum Ansteckungsort wird“, fügte der SPD-Politiker hinzu.

7:27 Uhr: Großbritannien erteilt Freigabe für Antikörper-Medikament

Die britische Zulassungsbehörde hat grünes Licht für ein Antikörper-Medikament gegeben, mit dem Ex-US-Präsident Donald Trump im vergangenen Jahr behandelt wurde.

Das Medikament Ronapreve reduziere das Risiko eines schweren Verlaufs und könne eingesetzt werden, um Covid-19-Symptome zu behandeln und schwere Verläufe zu verhindern, teilte die Behörde am Freitag mit. Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid erklärte, das Mittel der Hersteller Roche und Regeneron solle so schnell wie möglich im Gesundheitssystem eingesetzt werden.

Ein Experte der Universität Oxford, Martin Landray, gab jedoch zu bedenken, dass das Präparat relativ teuer sei. Es werde schwierig sein, zu priorisieren, bei wem das Mittel eingesetzt werden könne. Einem BBC-Bericht zufolge soll eine einzige Behandlung mit dem Präparat bis zu 2000 Pfund (umgerechnet rund 2335 Euro) kosten.

Auch die europäische Zulassungsbehörde EMA prüft die Zulassung von Antikörper-Cocktails. In den USA gibt es bereits seit längerem eine Notfallzulassung.

Monoklonale Antikörper werden im Labor hergestellt und sollen das Virus nach einer Infektion außer Gefecht setzen. Monoklonal bedeutet, dass die eingesetzten Antikörper alle gleich sind und das Virus an einem fest definierten Ziel angreifen. Auch in Deutschland werden solche Behandlungsmethoden in bestimmten Kliniken bereits testweise eingesetzt.

6:52 Uhr: Unionsfraktion blockiert Gesetzesänderung zu Inzidenzwert

Obwohl immer mehr Politiker von CDU und CSU fordern, Corona-Maßnahmen nicht mehr nur anhand von Inzidenzwerten zu beschließen, blockiert die Bundestagsfraktion eine entsprechende Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Das meldet „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Fraktionskreise. Danach lehnte die Unionsfraktion eine Gesetzesänderung noch in dieser Wahlperiode ab.

Zum Ärger der SPD-Fraktion, wie „Bild“ weiter schreibt. Deren rechtspolitischer Sprecher Johannes Fechner (SPD) sagte der Zeitung: „Es ist superärgerlich, dass Unionspolitiker wie Dobrindt oder Laschet andere Parameter als den Inzidenzwert fordern, die Unions-Fraktion eine gesetzliche Regelung hierzu aber blockiert.“

6:43Uhr: Hausärzte: Kinder werden aus „sozialem Gruppendruck“ geimpft

Der Hausärzteverband geht davon aus, dass Kinder und Jugendliche in Deutschland auch aus „sozialem Gruppendruck“ geimpft werden. „In den kinderärztlichen Praxen und solchen, die Impfungen für Jugendliche anbieten, nimmt das Impftempo zu“, sagte Verbandschef Ulrich Weigeldt dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Das erfolge nicht nur aus medizinischen Gründen.

Grundsätzlich schätzen die Hausärzte die Lage im Gesundheitssystem trotz der steigenden Inzidenzwerte als entspannt ein. „Wir sehen keinen Grund für zusätzliche Beschränkungen, zumal die Belastung des Gesundheitswesens und der Krankenhäuser nicht wesentlich über das normale Maß hinausgeht“, so Weigeldt. Er kündigte zudem an, die Hausärzte würden der Empfehlung folgen, „dass alte und gefährdete Menschen sechs Monate nach ihrer zweiten Impfung eine Auffrischung bekommen“. (dts/dpa/afp)



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