Große Mehrheit will Volksvertreter aus dem Volk: Politiker sollen auch mal richtig gearbeitet haben

Epoch Times2. Mai 2018 Aktualisiert: 2. Mai 2018 6:21
90 Prozent der Deutschen finden, dass Politiker außerhalb der Politik Berufserfahrung gesammelt haben sollten. Doch die Realität sieht anders aus.

90 Prozent der Deutschen finden, dass Politiker außerhalb der Politik Berufserfahrung gesammelt haben sollten. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstitut Emnid für die „Bild am Sonntag“ zum Tag der Arbeit.

Lediglich 8 Prozent der Befragten sprachen sich dagegen aus. 2 Prozent waren unsicher oder haben keine Angabe gemacht.

Die frühere Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, Gesine Schwan, sagte „Bild am Sonntag“, sie sehe nur Vorteile, wenn Politiker vorher einen anderen Beruf ausgeübt haben: „Weil man im Beruf die verschiedenen Anforderungen des Alltags erfährt und damit die Probleme der Menschen genauer kennenlernt. Außerdem – besonders wichtig – schafft ein Beruf, wenn man in ihn zurückgehen kann, Unabhängigkeit. Das ist zentral für gute Politik!“

Auch der Mainzer Politikprofessor Jürgen W. Falter hält den Wunsch nach Praxisnähe für verständlich. Zur BamS sagte er: „Die Leute möchten gern, dass Politiker sind wie sie selbst. Dass sie erlebt haben, was Normalbürger alles machen müssen, um ihr Geld zu verdienen.“

Die Realität wäre aber eine andere: „Spitzenpolitiker fangen oft schon in der Jugend an, sich politisch zu engagieren und steigen dann stetig in den Parteien auf.“

In der Bundesregierung hat so gut wie jeder studiert. Auch im Bundestag sind fast 90 Prozent der 709 Abgeordneten Akademiker, 15 Prozent haben sogar promoviert.

Für die Umfrage hatte Emnid am 26. April genau 505 Personen befragt. Frage: „Denken Sie, dass Politiker außerhalb der Politik Berufserfahrung gesammelt haben sollten?“ (dts)

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