AfD: Die letzten konservativen Christdemokaten haben ihren Kampf verloren

Epoch Times7. December 2018 Aktualisiert: 8. Dezember 2018 13:06
FDP und Grüne freuen sich auf die neue CDU. Alice Weidel meint: Damit hätten "auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr".

Die Oppositionsparteien Grüne und FDP freuen sich nach der Wahl von Annegret Kramp-Karrenbauer auf den Wettbewerb mit der CDU unter neuer Führung, Kritik äußerten Linkspartei und AfD.

„Wir freuen uns auf einen spannenden politischen Wettbewerb und die anstehenden inhaltlichen Debatten um die besten Ideen für unser Land und Europa“, erklärten die Grünen-Chefs Annalena Baerbock und Robert Habeck am Freitag.

FDP-Chef Christian Lindner twitterte zur Wahl Kramp-Karrenbauers: „Es ist nun die Aufgabe, die CDU zu einen.“ Eine Mehrheit des Parteitags habe sich für eine andere Strategie ausgesprochen, „hat dann aber eher Kontinuität gewählt“, schrieb Lindner. „Wir freuen uns auf fairen Wettbewerb und gute Zusammenarbeit.“

Linken-Chefin Katja Kipping erklärte, das Scheitern des früheren Unionsfraktionschefs Friedrich Merz und die Wahl Kramp-Karrenbauers bedeute nicht, dass „nun eine liberale und weltoffene CDU in die Zukunft startet“. Die Nachfolgerin von Angela Merkel „vertritt in Fragen von Gleichberechtigung und Migration einen reaktionären Kurs“, so Kipping.

Die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel erklärte: „Kramp-Karrenbauer bedeutet: Weiter so!“ Mit der neuen Parteichefin werde sich „der Linkskurs der CDU fortsetzen“. Damit hätten „auch die letzten konservativen Christdemokraten ihren Kampf verloren und in der Union keine politische Heimat mehr“.

AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland sieht nach der Entscheidung gute Chancen für seine Partei. Kramp-Karrenbauer sei „die Fortsetzung von Merkel mit anderen Mitteln“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Sie hat die Flüchtlingspolitik mitgetragen und wird sie nicht korrigieren.“

Kramp-Karrenbauer hatte sich auf dem CDU-Parteitag in Hamburg in einer Stichwahl knapp gegen Merz durchgesetzt. (afp)

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