Grundschullehrerin warnt vor „Masken-Polizei“: „Die Kinder wissen gar nicht mehr, wen sie für was verpetzen“

Von 16. Oktober 2020 Aktualisiert: 16. Oktober 2020 14:55
Gesprochene Geburtstagslieder, mahnende Kinderchöre, die „Maske auf!“ oder „Maske ab!“ rufen, und eine Kollegin, die aus Angst gleich zwei Mund-Nasen-Bedeckungen trägt. Für Grundschullehrerin Nina* ein unerträglicher Zustand. In einem Interview sprach sie mit Epoch Times über ihren Schulalltag.

Im Mai geriet sie mit einem offenen Brief in die Kanäle der sozialen Medien: Grundschullehrerin Nina* (Name der Redaktion bekannt). „Mir blutet jeden Tag das Herz, wenn ich diese schwachsinnigen Maßnahmen durchsetzen muss“, beschrieb sie die damalige Situation an ihrer Schule und sorgte damit für einen breiten Aufschrei betroffener Eltern.  Wir sprachen mit Nina*, Klassenlehrerin einer zweiten Klasse in Nordrhein-Westfalen.

Wenn Kinder mit Abstand auf dem Schulhof ohne Masken spielen dürfen und Lehrkräfte sie trotzdem die ganze Zeit mit Masken herumlaufen lassen, dann stimmt etwas nicht, berichtet die Pädagogin in einem Interview mit Epoch Times. Und was ganz neu sei: Kinder dürfen sich nach dem Schwimmen wegen „gefährlicher Aerosole“ nicht mehr die Haare föhnen. So wird die „Situation schon im Außen schlimm gezeichnet“. Nicht nur, dass die ständig steigenden publizierten „Infektionszahlen“ Panik unter Lehrern, Eltern und Schülern verbreiten würden, auch mit den eingeleiteten Hygienemaßnahmen wird suggeriert, dass es sich „um ein gefährliches Killervirus“ handele.

Wie andere Lehrer über die Situation tatsächlich denken und ob sie sich in einem ähnlichen inneren Konflikt wie Nina* befinden, kann sie nicht sagen. Durch versetzte Unterrichtszeiten ist ihr ein direkter Austausch mit Kollegen wie vor Corona nicht möglich. „Ich habe seit Monaten mit vielen Kollegen nur noch bei Konferenzen zu tun“, erklärt Nina. „Mit mir zeitgleich fängt nur eine andere Kollegin an, die am anderen Ende des Schulgebäudes ist.“ Wenn Nina* ihren Unterricht beende, seien andere Kollegen schon fertig, weil sie eben früher begonnen hatten.

Fahrradtraining und Singen gestrichen

Bei einer Lehrerkonferenz kam beispielsweise das sonst übliche, von der Polizei begleitete Fahrradtraining der Viertklässler ins Gespräch, das „wegen Corona“ ausfallen sollte. Als dann der Vorschlag geäußert wurde, das Training schulintern – also in Eigenverantwortung der Schule – stattfinden zu lassen, wandten Kollegen ein: „Aber das ist doch schwierig. Dann müssen wir auf die Masken achten.“

Für Nina* ist diese Argumentation unverständlich, da die Schüler beim Radfahren einen Abstand von drei Radlängen zueinander haben. „Außerdem findet das draußen statt. Das ist doch überhaupt kein Problem“, findet sie. „Aber es gibt sehr, sehr viele Lehrer und Lehrerinnen, die Angst davor haben, dass es auf sie zurückfällt, wenn in der Schule ein Fall auftreten sollte.“

Für die Grundschullehrerin sind auch Abstandsregelungen mit den von ihr unterrichteten siebenjährigen Kindern „absolut nicht umsetzbar“. Wie solle sie Pflaster nach einem Sturz aufkleben, Kinder trösten, einen klemmenden Reißverschluss lösen, Schnürsenkel zubinden, etwas entgegennehmen oder verteilen?

Keine Fakten, dafür Anweisungen

Auf die Frage, ob die Schule über wissenschaftliche Aspekte des Coronavirus informiert wird oder wie sie sich ein Bild über die aktuelle Lage macht, erklärt Nina*: „Das ist ein großes Problem. Wir bekommen überhaupt keine Fakten, sondern einfach nur die Anweisung.“ Dabei beziehe man sich auf „Aussagen von oben“ – das Gesundheitsamt habe jetzt dieses oder das Schulamt beziehungsweise Ministerium habe jenes gesagt.

„Das wird nur von oben nach unten gereicht. Wir sprechen überhaupt nicht über irgendetwas, was dem erstmal zugrunde gelegt werden müsste!“, kritisiert Nina*. Als die Pädagogin ihre Kritik bei ihrer Schulleitung anbrachte, hieß es nur: „Ich kenne deine Meinung.“ Damit werde „großzügigerweise“ die Meinung der Lehrerin respektiert, aber auf einen inhaltlichen Diskurs dazu lasse sich die Schulleitung nicht ein.  So wurde auch auf ihre Frage, wer die Haftung bei gesundheitlichen Schäden aufgrund der Maskenpflicht trage, überhaupt nicht eingegangen.

Stattdessen wurde das Thema gewechselt. Die Schulleitung erinnerte Nina*, dass sie als Lehrerin einen Eid geschworen habe. „Ich verstehe meinen Beruf so, dass ich ihn zum Wohle aller ausführe. Das kann ich aber unter diesen Bedingungen seit Ende April nicht, jedenfalls nicht nach meinen Maßstäben“, sagt die Grundschullehrerin. Dabei geht es der Lehrerin um das Kindeswohl. Kinder sollen sich entfalten und frei entwickeln und lernen können und zum „eigenverantwortlichen Schöpfer ihres eigenen Lebens “ werden. Aber das sei aktuell „stark eingeschränkt und das merke ich den Kindern auch deutlich an“.

In ihrer Klasse hat Nina* die Kinder nie angewiesen, eine Maske zu tragen, außer wenn sie auf ihrem Weg zum Schulhof an den Toiletten vorbeikamen, an denen regelmäßig großer Andrang herrscht. „Das sind aber keine 20 Meter bis zur Tür – wir reden also von weniger als einer Minute“, sagt sie.

Kinder als Masken-Polizei

Inzwischen ziehen die Kinder die Gesichtsmasken freiwillig auf. „Die Kinder sitzen jetzt teilweise sogar an ihrem Platz mit der Maske – etwas, das noch nie Vorgabe war. Bis vor wenigen Wochen war es so, dass, wenn einer aufstand ohne Maske, ein paar Kinder gleich ‚Maske auf!‘ in die Klasse riefen. Immer wieder muss ich darauf hinwirken, dass ich keine Polizei in der Klasse wünsche“, erklärt Nina*. Jeder Schüler darf es so machen, wie es der Einzelne für richtig hält und sich wohl fühlt.

Besonders verwirrend und nicht nachvollziehbar ist folgender Zustand:  Vor zwei Wochen kam die Entscheidung, dass Kinder sich ohne Maske im Klassenraum frei bewegen können. „Bis zu diesem Zeitpunkt war es so, dass die Kinder die Maske aufsetzen mussten, wenn sie aufgestanden sind. Im Bereich der offenen Ganztagsschule brauchte dieselbe Gruppe ab 12 Uhr keine Mund-Nasen-Bedeckungen mehr – jetzt ist es genau umgekehrt!“, erklärt Nina*.

Nun brauchen die Kinder im Unterricht keine Gesichtsmasken mehr, aber dafür in der Ganztagsschule, die von einem anderen Träger betrieben wird. Seitdem rufen die Kinder hier und da „Maske ab!“, wenn ein Kind im Unterricht doch eine Mund-Nasen-Bedeckung aufsetzt.

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„Die Kinder wissen gar nicht mehr, wen sie für was verpetzen“, sagt Nina*. Es gehe den Kindern nur noch darum, wer nach geltenden Regeln was richtig mache. „Und ich halte es für möglich, dass das in anderen Klassen noch gravierender ist, weil ich Wert darauf lege, dass jede Form von Denunziantentum nicht passiert.“

Am liebsten hätte die Lehrerin ihre Kinder gefragt, was sie von Erwachsenen halten, die derartige Regeln aufstellen. „Die Kinder machen einfach, was ihnen gesagt wird, und das finde ich so schlimm. Die Kinder werden so sehr darauf geprägt, das zu tun, was Erwachsene ihnen sagen, ohne es zu hinterfragen.“ Irgendwann könne man den Kindern irgendetwas vorgeben, das sie befolgen werden – „weil sie es so aus ihrer Kindheit einfach kennen“.

Fehlender Kontakt zwischen Lehrer und Eltern

Zu der Frage, was Eltern von den Corona-Regeln halten, erklärte die Grundschullehrerin seufzend: „Also ich muss sagen, ich habe mit den Eltern so gut wie keinen Kontakt.“ Genau genommen darf sie morgens nicht raus, um ihre Klasse zu empfangen. Die Kinder müssen sich an den vom Hausmeister aufgesprühten Punkten aufreihen und werden dann durch einen Kollegen in das Schulgebäude geführt.

Es gebe höchstens mal telefonisch Kontakt zu Eltern oder durch einen Elternbrief. Persönliche Elterngespräche werden vermieden. „Die Eltern dürfen ja nicht einmal ins Schulgebäude“, erklärt Nina.  „Es sucht auch keiner der Eltern Kontakt und fragt mal nach.“

Bislang habe es bezüglich der Hygienemaßnahmen lediglich eine Beschwerde von einer Mutter aus der Klasse gegeben. „Die Ärztin hat kritisiert, dass nicht alle Kinder morgens auf ihren Punkten stehen“, beschreibt Nina* den damaligen Anlass und fährt fort: „Die Kinder stehen morgens auf den Punkten mit zwei Metern Abstand und haben auch noch eine Maske auf.“

Dass die Kinder am Morgen lieber spielen, anstatt auf den Punkten strammzustehen, sei für Nina* verständlich. Aus der Elternschaft sei vorgeschlagen worden, dass am Morgen noch eine zusätzliche Lehrkraft abgestellt wird, die dafür sorgt, dass die Kinder sich morgens auf keinen Fall zu nahe kommen.

„Bei uns gibt es in der Elternschaft überhaupt keinen, der irgendetwas hinterfragt“, erklärt Nina*. Vielleicht würden die Eltern im Stillen darüber nachdenken, „aber nicht öffentlich – da ist 100 Prozent Schweigen“. Dabei sei gerade jetzt das Gespräch mit den Eltern und auch Lehrern so wichtig. Aus diesem Grund rät Nina* Eltern und Lehrern, aktiv das Gespräch miteinander zu suchen. Unter der E-Mail-Adresse [email protected] können Hilfesuchende sich bei Nina* melden.

Gerade in dieser Zeit müsse man sich gegenseitig stützen und austauschen – zum Wohle der Kinder.

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