Habeck: „Alle Demokraten“ müssen in Thüringen gesprächsbereit sein – Linke lädt für Mittwoch zu Treffen ein

Epoch Times28. Oktober 2019 Aktualisiert: 28. Oktober 2019 15:55
Nach der Landtagswahl appelliert Robert Habeck (Grüne) an alle Parteien außer der AfD, offen für Diskussionen über die künftige Landesregierung zu sein. Keiner solle sich "mit verschränkten Armen in die Schmoll-Ecke" zurückziehen.

Nach der Thüringer Landtagswahl appelliert der Grünen-Bundesvorsitzende Robert Habeck an die anderen Parteien, offen für Diskussionen über die künftige Landesregierung zu sein. Er sei der Ansicht, dass in der jetzigen Situation „alle Demokraten miteinander gesprächsfähig sein müssen“, sagte Habeck am Montag in Berlin. Angesichts der veränderten Parteienlandschaft würden „Allianzen oder Bündnisse über Lagergrenzen hinweg“ notwendig.

Habeck kritisierte in diesem Zusammenhang die FDP scharf für ihre Absage an eine Zusammenarbeit mit der Linken. Wer sich so positioniere, „der hat nicht verstanden, was gerade Phase ist in Deutschland“.

Alle demokratischen Parteien müssten den Ernst der Lage erkennen, Gesprächskanäle offenhalten „und sich nicht mit verschränkten Armen in die Schmoll-Ecke“ zurückziehen.

Auch die Grünen-Spitzenkandidatin Anja Siegesmund kritisierte die FDP und deren „Ausschließeritis“. Es gehe hier schließlich um „staatspolitische Verantwortung“.

Die Linke als Wahlsieger habe für Mittwoch bereits zu einem Treffen eingeladen – „wir gehen offen in die Gespräche“. Siegesmund bezeichnete das Thüringer Wahlergebnis angesichts der unklaren Mehrheitsverhältnisse als „Denksportaufgabe“. (afp)

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