Habeck prophezeit Fortbestand der Groko bis 2021: "Das Gewürge geht weiter"
"Ich gehe aber auch davon aus, dass diese Koalition so mit sich selbst beschäftigt ist, dass keine großen Antworten mehr möglich sind, also, dass das Gewürge weitergeht, aber es wird weitergehen", so Grünen-Chef Robert Habeck.

Grünen-Chef Robert Habeck,
Foto: Carsten Koall/Getty Images
Der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck erwartet, dass die kriselnde große Koalition bis zum regulären Wahltermin 2021 hält. „Ich gehe davon aus“, sagte er im Deutschlandfunk-„Interview der Woche“.
Vizekanzler Olaf Scholz – der zusammen mit Klara Geywitz antritt – werde sich bei der Kür des künftigen SPD-Vorsitzendenduos durchsetzen, die Koalitionsparteien würden sich voraussichtlich bei der geplanten Grundrente einigen, und die SPD werde in der Koalition bleiben.
„Und dann geht das weiter“, sagte Habeck. „Ich gehe aber auch davon aus, dass diese Koalition so mit sich selbst beschäftigt ist, dass keine großen Antworten mehr möglich sind, also, dass das Gewürge weitergeht, aber es wird weitergehen.“
Habeck als neuer Kanzlerkandidat
Kurz zuvor hatte sich Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) für Robert Habeck als Kanzlerkandidat der Grünen ausgesprochen.
Habeck sei einfach ein „Kommunikator“ und verfüge als früherer Umweltminister von Schleswig-Holstein zudem über „Exekutiverfahrung“, sagte Kretschmann einem Bericht des Magazins „Stern“ bei einer Diskussionsveranstaltung in Stuttgart.
Damit positionierte sich der einflussreiche grüne Regierungschef in der K-Frage erstmals eindeutig. Die Grünen-Chefs Habeck und Annalena Baerbock stellen sich Mitte November auf der Bundesdelegiertenkonferenz der Grünen in Bielefeld zur Wiederwahl. (afp/dpa)
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