Hamburg: Linkes Bekennerschreiben zu Brandanschlag auf Messehalle aufgetaucht

Von 29. November 2016 Aktualisiert: 29. November 2016 13:03
Am 8./9. Dezember findet in Hamburg der Gipfel der OSZE-Außenminister statt. Am Samstag zündeten Unbekannte mehrere selbstgebaute Barrikaden vor der Messehalle an. Durch die Hitze entstand laut Polizei "erheblicher Sachschaden" am Gebäude. Nun ging ein Bekennerschreiben einer linksextremistischen Gruppe ein.

Wir haben heute um 23:00 an dem Austragungsort der OSZE- und G20 Gipfel, der Hamburger Messe im Eingang Süd, mit Reifen und Benzin Feuer gelegt. Die Glasfront an der Karolinenstraße ist einer intensiven Bearbeitung mit Hämmern, Farbe und Steinen unterzogen worden. Wir haben uns zu dieser Abrissinitiative entschieden, da wir die Messe, die sich als Messe zur Welt versteht, ebenso grundsätzlich ablehnen wie die dort geplanten Herrschaftstreffen.“

(Auszug aus dem Bekennerschreiben)

Der Brand war nach Feuerwehrangaben bereits nach einer Viertelstunde gelöscht. Die Brandstifter hatten sich inzwischen aus dem Staub gemacht, nicht ohne auf der Straße Nägel zu verstreuen, um Polizei- und Rettungswägen zu beschädigen.

Bereits am Sonntag ging ein Bekennerschreiben einer linksextremen Zelle auf dem Szene-Portal „Indymedia“ ein, geschrieben wurde es noch am Abend des Feuers. Die Gruppe bekannte sich darin zum Inferno im Eingangsbereich der Messehalle, welches von rund 40 Vermummten angerichtete wurde, wie die „Bild“ berichtete.

Dabei kündigten die Brandstifter weitere Zerstörungen an: „Die Rebell_innen der Subversion werden in Hamburg deutliche Spuren hinterlassen und Zeichen der Zerstörung setzen“, heißt es weiter.

Doch wozu der ganze Links-Terrorismus? Am Ende des Bekennerschreibens gehen die Schreiber darauf ein:

***This is a call for action: Gegen die herrschende Ordnung der Welt, den revolutionären Kampf organisieren, bis jede Grenze fällt. Wir werden unsere Kämpfe nicht auf die Tage der Gipfel beschränken. Deshalb rufen wir international auf, den April 2017 für grenzenlose dezentrale Momente von Widerstand zu verwenden, Bezüge zwischen den unterschiedlichsten Kämpfen herzustellen und unsere Angriffe zu verstetigen.***“

(Auszug aus dem Bekennerschreiben)

Politische Unterstützung für die linke Terror-Szene?

Offenbar hat die linksextreme Szene teilweise immer noch Unterstützung im  politischen Lager von Hamburg. Zumindest findet das der stellvertretende Landessprecher der AfD Hamburg und ehemalige Innensenator der Hansestadt, Dirk Nockemann.

„Nach meiner Rede zu dem von der AfD eingebrachten Antrag ‚Keine Bürgerhäuser mehr an Linksextremisten vermieten‘ griffen Linkspartei, SPD und CDU unseren Antrag an. Hier meine Erwiderung“, so Nockermann auf der Facebook-Seite der AfD Hamburg. Er warf den anderen Parteien vor, „die Dinge“ zu „verdrehen“. Auf den Facebook-Seiten der SPD und der Linken Hamburg findet man hingegen keine Erwähnung des Brandanschlags. Auch die CDU Hamburg widmet sich lieber der Kandidatur einer „gut aufgelegten Bundeskanzlerin Angela Merkel“ und dem „1. Advent“.

 

Siehe auch:

Vor OSZE-Gipfel: Brandanschlag auf Hamburger Messehallen

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