Hamburg: Steht das 42. Alstervergnügen 2018 wegen Terrorgefahr vor dem Aus ?

Epoch Times13. March 2018 Aktualisiert: 13. März 2018 22:25
Das Alstervergnügen gehört zu den beliebtesten Veranstaltungen in Hamburg. Doch nun droht das Aus: Wegen gestiegener Kosten für Terrorschutz-Maßnahmen.

Das Alstervergnügen ist eines der bedeutendsten Volksfeste in Hamburgs Innenstadt. Seit 1976 wird es jedes Jahr an vier Tagen Ende August/Anfang September rund um die Binnenalster veranstaltet. Neben Gastronomie- und Verkaufsständen werden hier mehrere Bühnen aufgebaut, auf denen meist lokale Künstler auftreten.

Zahlreiche Lautsprecherbrücken sorgen für Musik, die zeitweise (z.B. während des Feuerwerks) zentral zusammengeschaltet werden. Ein besonderer Höhepunkt dabei ist seit 1994 das über drei Abende hin ausgerichtete internationale Feuerwerksfestival auf der Binnenalster. Dies wurde initiiert und bis zu seinem Tod moderiert von Carlheinz Hollmann.

Doch nun soll das Alstervergnügen laut Medienberichten für das Jahr 2018 vor dem Aus stehen. Der Veranstalter RSW GmbH habe ein Schreiben mit einer Absage an alle Vertragspartner geschickt, so berichtet die „Bild“.

Der Grund hierfür seien die enorm gestiegenen Kosten des Alstervergnügens im Jahr 2017. Die Veranstaltung sei wirtschaftlich nicht mehr umzusetzen, so die „Bild“ weiter.

„Dies sei – nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, das der Veranstaltungsschutz bzw. die Terrorabwehrmaßnahmen einen nicht kalkulierbaren Kostenfaktor bilden“, so der Veranstalter zur „Bild“. Mehr als 50.000 Euro sollen (Quelle: „NDR“) für Lkw-Sperren aus Beton, wassergefüllte Tanks und Poller ausgegeben worden seien.

Die Sprecherin des Bezirksamts Hamburg-Mitte, Sorina Weiland sagt zum „NDR„, dass sich die Veranstalter über die hohen Kosten beklagt hätten. Doch das letzte Wort darüber, ob die Veranstaltung nun stattfindet oder nicht, sei noch nicht gesprochen.

Auch auf der Internetseite der Stadt Hamburg sind die Daten des Alstervergnügens immer noch ersichtlich.

Immer mehr Veranstaltungen werden wegen Terrorgefahr abgesagt

Kritische Stimmen werden laut. Der innenpolitische Sprecher Dennis Gladiator von der CDU fordert, der Staat müsse sich mehr um eine Terrorabwehr sorgen. Es könne ja nicht sein, dass Hamburger Traditionsveranstaltungen eine nach der anderen wegen der Terrorgefahr geopfert werden, nur weil der Staat die Kosten dafür nicht tragen wolle, so Dennis Gladiator zur NDR.

„Der Staat kapituliert immer mehr. Die stark gestiegene Terrorgefahr ist insbesondere eine Folge der fatalen und rechtswidrigen Grenzöffnungspolitik unter Merkels CDU“, sagt Dirk Nockemann von der Landesfraktion der AfD in Hamburg.

Ausbaden müssen es die privaten Veranstalter und die Leidtragenden sind die Bürger unserer Stadt. ( … ) Grenzen schließen und Bürger schützen.“

„Die Freie und Hansestadt Hamburg darf den Veranstalter mit den Kosten nicht im Regen stehen lassen. Öffentliche Sicherheit ist eine öffentliche Aufgabe“, fordert Dirk Nockemann

Auch Großveranstaltungen rund um den Dom leiden unter den immensen Kosten, die durch Terrorabwehrmaßnahmen entstehen. Alle Kosten werden auf die Schausteller umgelegt. Hans-Werner Burmeister, Geschäftsführer des Schaustellerverbands Hamburg meint: „Das wird dem Volksfest nicht guttun“. Um die Mehrkosten decken zu können, würden die Schausteller die Preise anheben müssen. „Das macht jeder vernünftige Kaufmann so“, so Burmeister, zu Hamburger Morgenpost. (vm)

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