Hamburger Montags-Demo: Auch die Nachfolgerin von Uta Ogilvie zieht sich zurück

Von 21. Februar 2018 Aktualisiert: 21. Februar 2018 17:22
Jürgen Fritz war am Montag Abend auf der vierten Merkel-muss-weg!-Demo in Hamburg und berichtet einige Neuigkeiten. Laut einer Pressemitteilung zieht sich nun auch Jennifer Gehse, die Nachfolgerin der Initiatorin der Merkel muss weg!-Demo zurück.

Ich war am Montag Abend auf der vierten Merkel-muss-weg!-Demo in Hamburg und es gibt einige Neuigkeiten zu berichten. Laut einer Pressemitteilung zieht sich nun auch Jennifer Gehse, die Nachfolgerin der Initiatorin der Merkel muss weg!-Demo zurück, nachdem auch sie, wie schon zuvor Uta Ogilvie, einer Hasskampagne und einem massiven Bedrohungsszenario ausgesetzt ist, welche von der Antifa und den M-Medien befeuert werden. Gleichwohl wird die Hamburger Merkel-muss-weg!-Demonstration weitergehen.

Ein älterer Herr wird heftig zu Boden gestoßen

Zunächst meine Eindrücke vom Abend. Es war die insgesamt vierte Merkel-muss-weg!-Demo in Hamburg, meine zweite. Letzte Woche war ich erstmals dabei – ich berichtete darüber -, gestern das zweite Mal. Die Veranstaltung fand dieses Mal nicht am Jungfernstieg, sondern am kurz entfernten Gänsemarkt statt. Gestern konnte ich nicht sehen, dass Steine geworfen wurden, aber als ich ankam sah ich, wie noch vor der Polizeiabsperrung, die die Demonstration schützen sollte, ein älterer Herr zu Boden geworfen wurde. Ich konnte ihn rechts von mir gerade noch fallen sehen.

Offensichtlich hatte ihn jemand extrem heftig angerempelt oder gezielt umgestoßen. Der Mann fiel nicht einfach um, sondern flog richtig zu Boden und rutschte auf diesem dann noch, was auf die Energie des Stoßes hindeutet, den er bekommen haben musste. Sofort rannten mehrere Leute, die unmittelbar in der Nähe waren, hin und einer zeigte mit dem Finger auf jemanden, der sich schnell weg bewegte, und rief „Der da war es, der da war es“. Sofort stürmten mehrere Polizisten hin, die nur wenige Meter entfernt waren.

Ich nutzte die Gelegenheit, da sich alle auf den umgestoßenen älteren Mann konzentrierten, um endlich durch die Polizeiabsperrung durchzukommen und kletterte unter einem Gitter durch. Zuvor hatte ich mehrfach Polizisten gefragt, wo ich denn durch die Absperrung durch könne, um zur Demo zu gelangen. Ich bekam dann sich widersprechende Antworten, je nachdem, welchen Polizisten ich fragte. Der eine schickte mich dahin, der andere dorthin. Mir fiel auf, dass es gar nicht so einfach ist, überhaupt zur Demo zu kommen und dass die Polizisten sich sehr bedeckt halten.

Heftige Faustschläge gegen die U-Bahn-Fenster

Dieses Gefühl hatte ich schon letzte Woche, als ich mit mehreren Polizisten und Polizistinnen versuchte, ins Gespräch zu kommen. Andere mögen anderes erlebt haben, aber mein Eindruck ist: Die Hamburger Polizisten machen ihren Job, mehr aber auch nicht. Sie verhindern extreme Gewaltübergriffe, zeigen sonst aber sehr wenig Interesse, Bürger, die von ihren Grundrechten Gebrauch machen und deswegen massiv bedroht werden, zu unterstützen. Sobald ich an der Absperrung vorbei war und auf die Demo zulief, schlug mir von hinten, als einige sahen, da geht wieder jemand zu den Veranstaltungsteilnehmern, eine richtige Hasswelle an Geschrei hinterher. Andere berichteten mir später ähnliche Erlebnisse.

Die Demonstration selbst fand ich gestern klasse, noch besser als vor einer Woche. Es waren mehr Teilnehmer, der Platz am Gänsemarkt war besser als unten an der Binnenalster und vor allem waren wir Demo-Teilnehmer wesentlich aktiver. Letzte Woche waren wir für meinen Geschmack viel zu ruhig und brav. Gestern schrien wir alle vereint mehrfach: „Merkel muss weg!“, „Merkel muss weg!“. Das war a) sehr befreiend und b) stärkte es die Solidarität untereinander, schweißte zusammen. Außerdem setzten wir damit c) ein Zeichen für uns selbst, aber auch für die „Antifaschisten“ – ich nenne sie neue Nazis -, dass wir uns hier nicht mehr wegkriegen lassen, egal wie man uns einzuschüchtern und zu bedrohen versucht.

Am Ende der Demo wurden wir wieder von der Polizei zur U-Bahn eskortiert unter lauten Schreien der neuen Nazis, die mit allen Mitteln versuchen, jeden Demonstranten einzuschüchtern. Steine flogen dieses Mal aber wohl keine. Die U-Bahn fuhr uns erneut mehrere Stationen durch, ohne anzuhalten, um uns möglichst weit aus der Gefahrenzone raus zu bringen. In einer Station, durch die wir sehr langsam fuhren, wurde mehrmals heftig gegen die Scheiben geschlagen. Wem diese Schläge galten beziehungsweise wo sie am liebsten gelandet wären, war wohl jedem klar. Nun aber zum Wichtigsten.

Auch Jennifer Gehse zieht sich nach massiven Bedrohungen von der Demonstrationsleitung zurück

In einer Pressemitteilung ließ das Team der Versammlungsleitung schon im Vorfeld der Demo gestern folgendes verlauten: Die Gesetzeslage in Hamburg sieht vor, dass man für die Anmeldung einer Demonstration einen Demonstrationsleiter bestimmen muss. Dies wurde auch für die dritte Demonstration unter dem Motto „Merkel muss weg!“ so eingehalten. Der Name ist damit öffentlich zugänglich.

Uta Ogilvie, die Begründerin der ersten Demonstration unter diesem Motto, hatte sich vor einigen Tagen aus Sicherheitsgründen zurückgezogen, nachdem terroristische Farbanschläge durch die sich selbst als „Antifaschistische Aktion“ (Antifa) benennende Gruppierung gegen das von ihr und ihrer Familie bewohnte Haus begangen wurden und im Zuge dieses Anschlages auch ihre beiden Kleinkinder durch zerbrochene Fensterscheiben im Kinderzimmer hätten zu Tode kommen. Daher wurde dieser Schritt zum Schutz ihrer Familie notwendig. Der Schaden dieses Terroranschlages beläuft sich auf ca. 50.000 Euro. Neben dem enormen Druck, dem sie und ihre Familie sich nach wie vor ausgesetzt sieht, müssen diese erheblichen finanziellen Mittel nun aufgebracht werden. Dazu wurde eine unter anderem hier eine Spendenaktion ins Leben gerufen.

Die Staffel wurde daher schon vor ca. einer Woche von Uta Ogilvie weitergegeben an die in Hamburg lebende Jennifer Gehse. Frau Gehse ist wie schon zuvor Frau Ogilvie keine aktiv politisch arbeitende Frau und nicht politisch organisiert, sondern lediglich im hohen Maße über die durch Angela Merkel verursachte politische wie gesellschaftliche Schieflage unseres Landes besorgt. Diese mehr als berechtige Besorgnis teilt sie mit etwa der Hälfte aller hier lebenden Menschen, wie seriöse Umfragen bescheinigen.

Jennifer Gehse gab nunmehr noch vor der Demonstration gestern bekannt, dass sie sich ebenfalls zurückzieht und nicht mehr als Demonstrationsleiter zur Verfügung steht, nachdem sie sich, wie schon zuvor Uta Ogilvie, einer durch die Antifa und die Medien befeuerten Hasskampagne und Bedrohungsszenario gegenübergestellt sieht. Sie hat berechtigte Angst und Sorgen um ihre physische Unversehrtheit und ihre berufliche Zukunft. Die Polizei sieht sich hier machtlos und wird ihr keinen Schutz angedeihen lassen.

Die Demonstrationsleitung wurde daher gestern von einer anderen Dame übernommen, deren Name ich vorsichtshalber hier nicht nenne, um ihn nicht noch mehr publik zu machen. Aber auch sie gab bereits zu erkennen, dass sie diese Funktion wohl nur kurzfristig übernehmen wird, denn auch sie scheint bereits ins Fadenkreuz der neuen Nazis gekommen zu sein.

Fazit

Man darf zwar offiziell für und gegen alles in unserem Land demonstrieren, muss dann aber inzwischen in Kauf nehmen, dass man erheblichen Schaden erleidet und letztlich ohne Schutz dasteht. Während unsere Staatsgewalt sich nicht in der Lage sieht, Personen ausreichend zu schützen, die ganz ordnungsgemäß Demonstrationen anmelden, die das bestehende Regime einfach nur durch Schilder und Rufe kritisieren, werden die neuen Nazis, die sich unter anderem „Antifa“ nennen, vor allem von der SPD seit Jahren schon sogar finanziell unterstützt und als SPD-, Linke- und Grünen-SA, inzwischen auch CDU-SA aufgepeppelt.

Ergo: Der Rechtsstaat versagt, die Demokratie wird zu einem inhaltlosen Begriff. Das genau ist der Grund, warum gegen Merkel als Verantwortliche für dieses Debakel demonstriert wird. Wer sich hier gegen diese berechtigte und legale Demonstration stellt, unterstützt gewollt oder ungewollt den Terror der neuen Nazis (Antifa) und wird mithin selber zum Opfer einer breit aufgestellten Desinformations-Kampagne, die – und das ist wohl das Schlimmste von allem – durch regionale und überregionale Medien Unterstützung findet.

Der Kampf für Rechtsstaat und Demokratie wird weitergehen

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN

Mit der Niederlegung der Verantwortung für die kommende Demonstration und die damit verbundene Organisation will Jennifer Gehse sich aus dem Fadenkreuz des linken Terrors nehmen. Sie wird nicht weiter aktiv an der Organisation zukünftiger Demonstrationen beteiligt sein. Auch wenn sie sich aus Gründen des Eigenschutzes verständlicherweise vollständig zurückzieht, wird es auch in der Zukunft Demonstrationen in Hamburg geben, bis Angela Merkel alle Ämter und Funktionen niedergelegt hat und wir wieder in einem Land leben, in dem die Regierung und die amtierenden Politiker sich vollumfänglich und glaubwürdig der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet sehen, die unser Land mal ausgezeichnet hat.

Um das umzusetzen, wird die Hamburger Organisation vor dem nächsten Termin völlig neu aufgestellt werden, um die Gefährdungslage der Organisatoren und der Teilnehmer durch linken Terror so gering wie möglich zu halten. Es ist mehr als bedauerlich, dass es so weit kommen konnte und es bleibt zu hoffen, dass viele Menschen erkennen, was hier gerade tatsächlich passiert. Auf jeden Fall aber gilt: Die Hamburger „Merkel muss weg!“-Demo wird weitergehen.

Mehr dazu:

Besorgter Bürger berichtet von Montags-Demo aus Hamburg

Über den Autor: Jürgen Fritz studierte in Heidelberg Philosophie, Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik und Geschichte (Lehramt). Nach dem zweiten Staatsexamen absolvierte er eine zusätzliche Ausbildung zum Financial Consultant unter anderem an der heutigen MLP Corporate University. Er ist seit Jahren als freier Autor tätig. Sein Blog: Jürgen.Fritz.com