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Wer wird Sprachpanscher des Jahres? Heidi Klum, Minister Scheuer oder Hannovers Ex-Bürgermeister

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Heidi Klum.

Foto: CHRIS DELMAS/AFP/Getty Images

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Lesedauer: 1 Min.

„Challenges“ statt Herausforderungen und „Personality“ statt Persönlichkeit: Der Verein Deutsche Sprache hat am Dienstag die diesjährigen Kandidaten für den „Sprachpanscher des Jahres“ vorgestellt.
Angeführt wird der Stimmzettel von Heidi Klums Ausdrucksweise in ihrer Fernsehsendung „Germany’s next Topmodel“. Klum umgehe in der Sendung „planmäßig“ die deutsche Sprache, kritisierte der Verein.

Gegen Anglizismen und geschlechtergerechte Sprache

Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) ist mit seiner bereits im Frühjahr umstrittenen Fahrradhelmkampagne unter den Kandidaten.
Auf einem Plakat rief er unter dem Titel „Looks like shit. But saves my life“ („Sieht scheiße aus. Rettet aber mein Leben“) dazu auf, Fahrradhelme zu tragen. Abgebildet sind helmtragende Models in Unterwäsche.
Der Verein Deutsche Sprache bemängelte dabei die „Unterstellung, deutsche Jugendliche wären nur noch auf Englisch anzusprechen“. Das sei mindestens genauso schlimm wie der häufig geäußerte Sexismusvorwurf.
Der Verein kritisierte auch die Umweltorganisation BUND sowie Hannovers Ex-Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) für die Verwendung von geschlechtergerechter Sprache.

Verein will deutsche Sprache bewahren

Außerdem ist die Firma Südzucker für den grammatisch falschen Namen ihres Produkts „Puder Zucker Mühle“ einer der fünf Kandidaten für den „Sprachpanscher des Jahres“.
Der Verein Deutsche Sprache hat nach eigenen Angaben mehr als 36.000 Mitglieder, über die Hälfte davon lebt im Ausland. Sie können bis Ende August abstimmen.
Der Verein kämpft gegen englische Begriffe und geschlechtergerechte Sprache. Auf seiner Internetseite warnt er unter anderem vor einer gewollten Verdrängung der deutschen Sprache. (afp)

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