Heißer RTL-Talk um Sarrazins These: „Muslimische Männer sind einfach häufiger gewalttätig“

Von 13. Dezember 2016 Aktualisiert: 13. Dezember 2016 18:20
Nach 22 Jahren kehrte die Sendung „Der Heiße Stuhl“ bei RTL auf den Bildschirm zurück. Bei der Premiere trat Ex-SPD-Politiker und Buchautor Thilo Sarrazin mit seinen einwanderungskritischen Thesen an.

Nach 22 Jahren kehrte die Sendung „Der Heiße Stuhl“ bei RTL auf den Bildschirm zurück. Das Konzept beinhaltet, dass ein Gast mit einer provokanten These seine Position gegen vier bis fünf weitere Gäste vertritt. Bei der Premiere saß der Ex-Politiker der SPD und Buchautor Thilo Sarrazin auf dem Stuhl.

Diskutiert werden sollte über die Auswirkungen der Silvesternacht in Köln. Sarrazins These: „Muslimische Männer sind einfach häufiger gewalttätig.“ Und: „Wer hier in Deutschland Schutz sucht, muss sich auch benehmen. Kriminelle müssen konsequent abgeschoben werden.“

Sarrazin erklärte gleich zu Anfang: „Wenn eine Million junge Männer ins Land kommen, ohne Zugang zu Mädchen und Frauen, ist das ein Problem.“ Besonders wenn man Muslime ist, denn man hat ja keinen Zugang zu muslimischen Frauen und so können sie sich nur an ‚ungläubige‘ Frauen halten. Was man in Köln gesehen hat, war genau das, was im ganzen Land mehr oder weniger verdeckt stattfand.“

Sexuelle Gewalt an Frauen keine Frage der Religion

Die muslimische Publizistin und Buchautorin Khola Maryam Hübsch konterte: „In Deutschland wird alle zehn Minuten eine Frau vergewaltigt, jede dritte Frau hat Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt.“ Sexuelle Gewalt an Frauen sei keine Frage der Religion. Sarrazin erwidert, es sei einfach eine Frage der Häufigkeit.

Gleichzeitig warf Sarrazin der Kölner Polizei Unfähigkeit vor. Arnold Plickert von der Gewerkschaft der Polizei wies diesen Vorwurf zurück und nannte es eine „Unverschämtheit“. Die Ereignisse der Silvesternacht hätte es in so einem Rahmen noch nie gegeben, deshalb konnte man auch nicht darauf vorbereitet sein.

„Das gezielte Umstellen von Frauen in Gruppen, um sie sexuell anzugehen und auszurauben, dieses Phänomen kennen wir vom Tahir Platz in Ägypten, wir kennen es aus Indien, aus Bangladesh, aber so in der Form haben wir es in der Silvesternacht zum ersten Mal kennengelernt.“

Der Polizeigewerkschaftler warnt vor einer Pauschalisierung aller Flüchtlinge. Natürlich habe es sich um Männer aus Nordafrika und Männer mit arabischem Hintergrund gehandelt.  „Es gab 1200 Vorgänge  und 1500 Anzeigen. Trotzdem müsse jeder Einzelfall gesehen und die Hintergründe analysiert werden.“

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