Hessen: Neustart nach Corona-Pause auch für Viertklässler – Unterricht findet ab Montag wieder statt

Von 15. Mai 2020 Aktualisiert: 16. Mai 2020 10:46
Für die Viertklässler an Hessens Schulen endet am kommenden Montag die Corona-bedingte unterrichtsfreie Zeit. Der Unterricht wird aber weiterhin nur eingeschränkt möglich sein. Bis zu 30 Prozent der Lehrkräfte müssen als Angehörige von Risikogruppen zu Hause bleiben.

Ab Montag endet auch für einen Teil der Grundschüler in Hessen die Corona-Pause. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ) berichtet, hat das Kultusministerium entschieden, dass Hessens Schüler in eingeschränkter Form wieder zum Unterricht zu erscheinen haben. Derzeit werden lediglich die Abschlussklassen wieder im Wege des Präsenzunterrichts beschult.

Eine Viertklässlerin aus Frankfurt am Main, die noch vor zwei Wochen mit einer Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof Erfolg hatte und die ursprünglich geplante Rückkehr ihrer Jahrgangsstufe zum 27. April verhindern konnte, hatte ihren neuerlichen Eilantrag am heutigen Freitag (15.5.) zurückgezogen. Einen Grund hierfür nannte sie nicht.

Der VGH in Kassel hatte ihrem ersten Antrag noch stattgegeben. Die Schülerin hatte argumentiert, dass ihr Jahrgang durch das erhöhte Risiko, sich mit COVID-19 zu infizieren, einer sachlich nicht gerechtfertigten Ungleichbehandlung ausgesetzt sei. Andere Schüler mit Ausnahme der Abschlussklassen sollten nach dem Stufenplan des Ministeriums erst Anfang Juni in die Schulen zurückkehren.

Hessens Schulen bleiben im Corona-bedingten Notbetrieb

Einen vollständigen regulären Schulbetrieb wird es dennoch auch für die Viertklässler nicht geben. Derzeit werden 25 bis 30 Prozent der Lehrkräfte nicht im Präsenzunterricht eingesetzt, weil sie einer Risikogruppe angehören. Auch deshalb wird es an Hessens Schulen dort, wo wieder unterrichtet wird, zu unterschiedlichen Modellen kommen. In einigen Klassen werde nur an einem Tag pro Woche Präsenzunterricht erteilt, andere erscheinen an mehreren oder gar allen regulären Unterrichtstagen – allerdings nur für maximal zwei Stunden.

Immerhin, so würdigt Landesschülersprecher Paul Harder gegenüber der FAZ, bemühten sich die Lehrer sehr aktiv um die maximale Umsetzung der Hygienevorgaben. Zudem seien alle Schulen mit ausreichend Seife ausgestattet worden. Keine flächendeckende Versorgung gebe es hingegen nach wie vor mit Desinfektionsmitteln.

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