Hilferuf aus Saarbrücken-Klarenthal: Morddrohungen an Gemeinschaftsschule

Epoch Times29. April 2018 Aktualisiert: 29. April 2018 21:21
Schon wieder ruft eine Schule nach Hilfe - denn die Gewalt eskaliert. Es ist schon zu einer erschreckenden Realität geworden, dass auch immer mehr Lehrkräfte Opfer von Schülern werden. Ein Vater drohte sogar mit Mord - wenn sich die Zustände an der Schule nicht ändern.

Es ist mittlerweile kein Geheimnis mehr, dass die Gewalt an Schulen in Deutschland immer schlimmer wird. Nun ruft auch die Katharine-Weißgerber-Gemeinschaftsschule in Saarbrücken-Klarenthal um Hilfe.

Es habe kürzlich Gewaltattacken gegen Lehrkräfte gegeben, Einrichtungsgegenstände sollen zerstört worden sein, Unterrichtsmaterialien wurden entwendet und es soll sogar Morddrohungen gegeben haben, „Wenn die Schule das Problem nicht löst, werde ich töten!“, soll ein Vater gesagt haben, so teilt die „Bild“ mit.

In der Schule arbeiten 44 Lehrer und es werden ungefähr 280 Schüler von der 8. bis 10. Klasse dort unterrichtet. Erst im Jahr 2016 wurde diese Schule für die „gelungene Integration der Flüchtlingskinder“ von der saarländischen Ministerin Monika Bachmann in den höchsten Tönen gelobt.

Es heißt, die Ministerin sei beeindruckt gewesen von der gelungenen Integration der Flüchtlingskinder an der Schule: „Ich freue mich, in der Schulgemeinschaft der Katharine-Weißgerber-Schule sehr aktive Partner in unseren gemeinsamen Anstrengungen um eine gelingende Integration der unbegleiteten ausländischen Kinder und Jugendlichen zu finden“, so berichtet der „Wochenspiegel-Online“.

Doch was ist geschehen?

Aufgrund der Vielzahl der Vorfälle schickten die Lehrer der Gemeinschaftsschule ein Schreiben an das saarländische Ministerium  mit den Worten: „Anzahl der verhaltensauffälligen Schüler hat sich drastisch erhöht.“ Weiter heißt es: „Verhaltensauffälligkeiten werden massiver – verbale und körperliche Gewalt gegeneinander und gegen Lehrer.“

Ein Sprecher des Ministeriums erklärt: „Wir haben in den letzten Monaten mehrere Schreiben von Grund- und Gemeinschaftsschulen bekommen, in denen unterschiedliche schulspezifische Problemfelder benannt werden“, heißt es weiter bei „Bild“.

Man habe mit den Verantwortlichen gesprochen und die Schulleitung könne eindeutig sagen, wobei die Lehrkräfte und die Schulleitung Hilfe benötigten. Dort, wo man sich in der Verantwortung und Zuständigkeit sehe, habe man auch die entsprechende Hilfe „in Aussicht gestellt“.

(vm)

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