Wahl-Ticker: Bei Männern zwischen 18 und 59 Jahren AfD stärkste Partei – Prognose: CDU 36,9 Prozent, AfD 21,4 Prozent

Epoch Times6. Juni 2021 Aktualisiert: 7. Juni 2021 8:34
Den Hochrechnungen zufolge erreichte die CDU rund 36 Prozent. Die AfD folgt mit rund 22 Prozent, die Linke wird mit etwa 11 Prozent drittstärkste Partei. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,6 Prozent.

21:36 Uhr: Wahlbeteiligung bei 61,6 Prozent

Die Wahlbeteiligung lag in Sachsen-Anhalt bei der Wahl am 6. Juni bei 61,6 Prozent. Das endgültige Wahlergebnis wird erst nach Auszählung der Briefwahlstimmten vorliegen. Die Hochrechnung am Wahltag um 21:33 Uhr kam zu folgendem Ergebnis:

  • CDU: 36,9 Prozent (+7,1)
  • AfD: 21,1 Prozent (-3,2)
  • Linke 11,3 Prozent (-5,0)
  • SPD: 8,2 Prozent (-2,4)
  • Grüne: 6,2 Prozent (+1,0)
  • FDP: 6,4 Prozent (+1,5)
  • Freie Wähler: 3,1 Prozent (+0,9)
  • Sonstige: 6,6 Prozent (-0,2)

Der „MDR“ bringt für die 41 Wahlkreise in Sachsen-Anhalt die Abstimmungsergebnisse. Hier der Link.

Im Landkreis Zeitz gewann die AfD ein Direktmandat, die CDU gewinnt in allen anderen Wahlkreisen.

20:25 Uhr: Wahlverhalten nach Alter und Geschlecht

Das Fundament für den CDU-Erfolg legt nach Angaben der Forschungsgruppe Wahlen die Generation der über 60-Jährigen: In der Altersgruppe kommt die CDU auf 44 Prozent, bei den unter 30-Jährigen erreicht sie nur 17 Prozent. In letzterer Gruppe sind Grüne und FDP zweistellig.

Bei den 18-44-Jährigen ist laut Infratest Dimap die AfD die stärkste Partei, knapp vor CDU und Grünen.

Bei den Männern dominiert die AfD von den 18- bis zu den 59-Jährigen.

Die Frauen liegt bei den 18 bis 24-Jährigen die CDU gleichauf mit den Grünen. Bei den 25-34-Jährigen siegt die AfD. Ab 35 Jahren liegt die CDU eindeutig von.

20:20 Uhr: Hochrechnung von 19:57 Uhr

  • CDU: 36,6 Prozent (+6,8)
  • AfD: 22,0 Prozent (-2,3)
  • Linke 11,0 Prozent (-5,3)
  • SPD: 8,4 Prozent (-2,3)
  • Grüne: 6,0 Prozent (+0,8)
  • FDP: 6,5 Prozent (+1,6)
  • Freie Wähler: 3,2 Prozent (+1,0)
  • Sonstige: 6,3 Prozent (-0,5)

20:13 Uhr: Mögliche Regierungsbildungen

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt könnte es nach einer Hochrechnung der ARD auch knapp für eine Mehrheit von CDU und SPD reichen. Die beiden Parteien kämen demnach zusammen auf 42 Mandate und würden damit genau die absolute Mehrheit erreichen. In einer ZDF-Hochrechnung reicht es dagegen nicht für ein Bündnis von CDU und SPD.

Möglich sind den Hochrechnungen zufolge rechnerisch eine Fortsetzung der sogenannten Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen sowie Dreierbündnisse aus CDU, SPD und FDP oder aus CDU, FDP und Grünen.

Die CDU kommt laut den Hochrechnungen auf 33 oder 34 Sitze im Parlament. Die AfD stellt demnach 20 oder 21 Parlamentarier, die Linkspartei zehn. Die SPD würde sieben oder acht Mandate erreichen, die FDP sechs und die Grünen fünf oder sechs.

19:37 Uhr: Erste Gemeinde ausgezählt – Völpke

In der Gemeinde Völpke (Börde) sind die Stimmzettel bereits ausgezählt. Stand 19:30 Uhr sind drei von drei Wahlbezirken ausgezählt. Die CDU erreichte hier bei den Zweitstimmen 37,4 Prozent, die AfD 23,4 Prozent, die Linke 12,2 Prozent, die SPD 10,7 Prozent, die Grünen 3,6 Prozent, die FDP 5,1 Prozent, die Freien Wähler 2,5 Prozent und die Sonstigen Parteien 5,1 Prozent.

Die SPD ist der große Verlierer in der Gemeinde, die Partei verlor 4,0 Prozent. Auch die Linke verlor 1,6 Prozentpunkte der Stimmen.

Die CDU gewann 3,6 Prozent der Stimmen hinzu, die FDP 1,9, die Freien Wähler 1,1, die Grünen 0,8 Prozent und die AfD 0,4 Prozent.

Hochrechnung 19:15 Uhr

  • CDU: 36,2 Prozent (+6,2)
  • AfD: 22,5 Prozent (-1,6)
  • Linke 10,9 Prozent (-5,5)
  • SPD: 8,4 Prozent (-2,3)
  • Grüne: 6,2 Prozent (+1,4)
  • FDP: 6,5 Prozent (+1,6)
  • Freie Wähler: 3,0 Prozent (+0,8)
  • Sonstige: 6,1 Prozent (+0,1)

Der „MDR“ bringt für die 41 Wahlkreise in Sachsen-Anhalt die Abstimmungsergebnisse in Kartenform. Hier der Link.

Hochrechnungen sehen die CDU in Sachsen-Anhalt als klare Siegerin der Landtagswahl mit großem Abstand zur AfD. Die Christdemokraten von Ministerpräsident Reiner Haseloff kamen laut den Hochrechnungen von ARD und ZDF am Sonntag auf 35,2 bis 35,9 Prozent der Stimmen – ein Plus von fünf bis sechs Prozentpunkten im Vergleich zu 2016.

Die AfD von Spitzenkandidat Oliver Kirchner erreichte 22,7 bis 23,3 Prozent und sackte damit leicht ab.

Die Linke kam auf 10,9 bis 11,0 Prozent und verlor damit rund fünf Punkte. Die SPD büßte gut zwei Punkte auf 8,2 bis 8,3 Prozent ein. Die Grünen verbesserten sich leicht auf 6,1 bis 6,5 Prozent. Die FDP dürfte mit 6,4 bis 6,9 Prozent nach zehn Jahren den Wiedereinzug in den Magdeburger Landtag schaffen.

Für die CDU bedeutet das Ergebnis 33 Mandate, für die AfD 21 Sitze. Die Linke kommt auf zehn Mandate, die SPD auf sieben sowie Grüne und FDP jeweils auf sechs Sitze. Die regierende Koalition von CDU, SPD und Grünen hätte damit ebenso eine neue Mehrheit wie Dreierbündnisse der CDU mit einer der beiden Parteien und der FDP.

Wahl-Livestream

  • Landtagswahl Sachsen-Anhalt im Live-Stream der ARD (ab 17.30 Uhr)
  • Landtagswahl Sachsen-Anhalt im Live-Stream des mdr (ab 17.45 Uhr)
  • Live-Stream mit Gesprächspartnern von „Tichys Einblick“: u.a. mit Klaus-Rüdiger Mai, Thilo Sarrazin, Antje Hermenau, INSA-Chef Hermann Binkert und Hans-Georg Maaßen.

18:28 Uhr: Reiner Haseloff ist dankbar

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sieht das Ergebnis der Landtagswahl mit dem deutlichen Sieg seiner CDU vor der AfD als „klare Abgrenzung nach rechts“. Das Bundesland habe sich bei der Wahl am Sonntag „aufgebäumt“, sagte Haseloff in Magdeburg. Seine eigene Glaubwürdigkeit und die seiner Partei seien „das entscheidende Moment gewesen, das zu diesem Ruck geführt hat“, zeigte er sich überzeugt.

Er sei „dankbar, dass es so gelaufen ist“. Haseloff sprach von einer „klaren Botschaft nach außen“. Die CDU lag bei der Wahl in Sachsen-Anhalt Prognosen zufolge mit gut zehn Prozentpunkten vor der AfD.

18:00 Uhr: Erste Hochrechnung

  • CDU: 36 Prozent
  • AfD: 22,5 Prozent
  • Linke 11,0 Prozent
  • SPD: 8,5 Prozent
  • Grüne: 6,5 Prozent
  • FDP: 6.5 Prozent
  • andere: 9,0 Prozent

17:39 Uhr: Briefwahlunterlagen werden erfasst

Seit 16 Uhr wurde an vielen Orten begonnen, die Briefwahlunterlagen zu erfassen. Dabei werden zunächst die roten Umschläge geöffnet um zu erfassen, wie viele Menschen sich an der Briefwahl beteiligt haben. Gleichzeitig wird die eidesstattliche Erklärung geprüft.

Der im roten Umschlag befindliche blaue Umschlag mit den Stimmzetteln wird jedoch erst nach 18 Uhr geöffnet und ausgezählt.

16:00 Uhr: Wahlbeteiligung bei 41 Prozent

Die Wahlbeteiligung betrug bis 16:00 Uhr 41 Prozent und damit weniger als 2016, allerdings werden in diesem Jahr mehr Briefwahlstimmen als sonst erwartet.

Vor fünf Jahren hatten bis 16:00 Uhr 47,1 Prozent gewählt, wie Landeswahlleiterin Christa Dieckmann in Magdeburg mitteilte. Diesmal sei allerdings mit einem höheren Briefwahlanteil zu rechnen. Sie appellierte an alle Wahlberechtigten, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und damit zu einer „überzeugenden Wahlbeteiligung“ beizutragen.

Derzeit regiert in Sachsen-Anhalt eine sogenannte Kenia-Koalition aus CDU, SPD und Grünen. Eine Fortsetzung wäre den aktuellen Umfragen zufolge möglich. Denkbar sind aber auch ein schwarz-rot-gelbes oder schwarz-grün-gelbes Bündnis. Der seit 2011 amtierende Ministerpräsident Haseloff strebt eine dritte Amtszeit an.

Die meisten Umfragen vor der Wahl sahen die CDU als stärkste Kraft, gefolgt von der AfD. Die Grünen können demnach beinahe mit einer Verdoppelung ihres Wahlergebnisses rechnen. Die SPD lag in den Befragungen zuletzt in etwa auf dem Niveau von vor fünf Jahren. Die FDP kann nach zehn Jahren auf einen Wiedereinzug in den Landtag hoffen, der Linkspartei wiederum dagegen Verluste.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gilt als letzter Stimmungstest vor der Bundestagswahl Ende September und als erste Belastungsprobe für den neuen CDU-Chef Armin Laschet. Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet.

15:02 Uhr: Wahlbeteiligung in den Wahllokalen weiter verhalten

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bleibt die Beteiligung in den Wahllokalen verhalten. Bis 14 Uhr gaben dort 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, vor fünf Jahren waren es um diese Zeit 35,4 Prozent. Am Ende lag die Wahlbeteiligung 2016 bei 61,1 Prozent.

Trotz des verhaltenen Verlaufs könnte die Beteiligung am Ende sogar höher sein als beim letzten Mal, weil vermutlich viel mehr Menschen Briefwahl machen. Die Wahllokale schließen um 18 Uhr.

13:20 Uhr: Bis zum Mittag weniger Wähler bei Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt sind bis zum Mittag weniger Wähler in die Wahllokale gekommen als vor fünf Jahren. Um 12 Uhr betrug die Wahlbeteiligung 22,4 Prozent, 2016 waren es zum gleichen Zeitpunkt 25,0 Prozent. Dennoch geht die Landeswahlleiterin davon aus, dass die Wahlbeteiligung am Ende höher sein könnte als beim letzten Mal.

So gibt es vermutlich wegen der Corona-Pandemie mehr Briefwähler, die in den Wahllokalen im Tagesverlauf nicht mitgezählt werden. 2016 lag die Wahlbeteiligung am Ende bei 61,1 Prozent.

13:15 Uhr: Ministerpräsident Haseloff gibt bei Landtagswahl Stimme ab

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat am Sonntagvormittag bei der Landtagswahl gewählt. Haseloff und seine Frau Gabriele gaben in ihrer Heimatstadt Wittenberg ihre Stimmen ab. Der seit 2011 amtierende Ministerpräsident kämpft für einen Wahlsieg seiner CDU und strebt eine dritte Amtszeit an.

Auch Linken-Spitzenkandidatin Eva von Angern wählte am Vormittag, wie sie auf Twitter dokumentierte. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Cornelia Lüddemann, twitterte, sie habe bereits vor einigen Tagen per Briefwahl abgestimmt.

Die Wahllokale in Sachsen-Anhalt öffneten am Sonntag um 8:00 Uhr. Insgesamt sind rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Erste Prognosen werden mit der Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet.

Rund 1,8 Millionen Wahlberechtigte sind aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Insbesondere das Abschneiden der mutmaßlich stärksten Parteien CDU und AfD, wird mit Spannung erwartet.

Haseloff seit 2011 Ministerpräsident

Ministerpräsident Rainer Haseloff (CDU) ist seit 2011 im Amt und bewirbt sich um eine dritte Amtszeit. Seit 2016 regiert er in der deutschlandweit ersten „Kenia-Koalition“, also zusammen mit SPD und Grünen. Letztere können laut Umfragen entgegen des bundesweiten Trends in Sachsen-Anhalt kaum punkten und kommen demnach nur auf acht bis neun Prozent.

Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist gleichzeitig bundesweit die letzte, bevor im September der Bundestag neu gewählt wird.

AfD holte aus dem Stand 15 Direktmandate

Seitdem die rechts-konservative AfD 2016 aus dem Stand 15 Direktmandate und 24,3 Prozent der Stimmen bekommen hatten, waren aus der CDU-Sachsen-Anhalt mehrmals Stimmen laut geworden, die eine engere Zusammenarbeit forderten.

Die AfD hatte 2016 nicht nur den im Landtag vertretenen Parteien viele Stimmen abgenommen, sondern auch das eigene Lager und Gegner mobilisiert und so zu einer höheren Wahlbeteiligung beigetragen. Nach 51 Prozent 2011 hatten sich 2016 gut 61 Prozent der Wahlberechtigten an der Wahl beteiligt, 14 Prozent davon per Briefwahl.

Landeswahlleiterin rechnet mit höherer Briefwahl-Quote

Wegen der Corona-Pandemie rechnet Landeswahlleiterin Christa Dieckmann mit einer höheren Briefwahl-Quote in diesem Jahr. Bis Ende Mai hatten schon 14 Prozent der Wahlberechtigten die Briefwahl beantragt, also mehr, als 2016 insgesamt per Brief wählten.

Die Spitzenkandidaten entschieden sich jedoch größtenteils für den klassischen Urnengang: Nur Grünen-Spitzenkandidatin Cornelia Lüddemann schickte ihren Stimmzettel bereits am Dienstag ab.

Spitzenkandidaten gehen persönlich wählen

Haseloff, AfD-Spitzenkandidat Oliver Kirchner, und die Spitzenkandidatinnen Eva von Angern (Linke), Katja Pähle (SPD), Cornelia Lüddemann (Grüne) und Lydia Hüskens (FDP), die die Liberalen nach zehn Jahren zurück in den Landtag führen könnte, wollen am Sonntagvormittag in ihren Heimatwahlkreisen wählen gehen.

Am Nachmittag geht es für die Kandidaten dann in die Messe Magdeburg, wo wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr die zentrale Wahlveranstaltung stattfindet. Über 200 Kilometer Kabel wurden beim Aufbau der TV-Studios und Arbeitsplätze für die rund 400 akkreditierten Journalisten verlegt.

Die Spitzenkandidaten sollen in der Messe ab kurz nach 18:00 Uhr die ersten Zahlen kommentieren.

Wahlpartys und Hygiene-Regeln erlaubt

Nach dem Interview-Marathon ab 18.00 Uhr wollen die Spitzenkandidaten dann am späteren Abend auf die Wahlpartys ihrer Parteien wechseln. Wegen der zuletzt deutlich gesunkenen Corona-Zahlen können die Wahlkämpfer nun doch, wenigstens in begrenztem Rahmen und unter strengen Hygiene-Regeln feiern.

Mit dem vorläufigen amtlichen Endergebnis rechnet Landeswahlleiterin Christa Dieckmann am frühen Montagmorgen. (dpa/dts/afp/ks)



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