Ministerpräsident Söder: Umwelt- und Naturschutz zu betreiben ist vernünftig.Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa/dpa

Hochwasserlage in Bayern entspannt sich – Für Donau gilt Meldestufe drei

Epoch Times19. Juli 2021 Aktualisiert: 19. Juli 2021 10:58

Die Hochwasserlage in Bayern hat sich am Montag deutlich entspannt. Da es keine relevanten Niederschläge mehr gegeben habe und nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes auch die kommenden Tage keine relevanten Flächenniederschläge geben werde, sei von einer weitergehenden Entspannung auszugehen, teilte der Hochwassernachrichtendienst Bayern mit. „Die Wellen laufen ab“, hieß es im Lagebericht des Warndienstes.

Meldestufe drei für Ingolstadt und Kelheim

An der Donau verläuft der Scheitel der aktuellen Hochwasserwelle derzeit demnach bei Neuburg. Dort gilt derzeit die Meldestufe drei, die im Tagesverlauf auch für Ingolstadt und Kelheim erwartet wird.

Die zweithöchste Meldestufe drei bedeutet, dass einzelne bebaute Grundstücke oder Keller überflutet werden können und auch einzelne überörtliche Straßen. An allen anderen bayerischen Flüssen sind die Meldestufen bereits niedriger.

Auch im Landkreis Berchtesgadener Land entspannte sich die Lage. Die Nationalparkverwaltung warnte in der bei Touristen beliebten Region allerdings vor Unternehmungen.

Zahlreiche Forststraßen, Wege und Steige seien unpassierbar. Im gesamten Gebiet sei mit Wegeschäden, Erosionen, Unterspülungen, Muren, Steinschlag oder akuten Gefahren durch umstürzende Bäume zu rechnen. Die Schifffahrt auf dem Königssee blieb am Montag eingestellt.

Söder: Klimaschutz ist eine Frage der Vernunft

Bayerns Ministerpräsident Söder hat nach der Unwetterkatastrophe in Deutschland erneut mehr Anstrengungen zum Klimaschutz gefordert.

Dies sei keine ideologische Frage, sondern eine der Vernunft, sagte Söder am Monatag im ARD-„Morgenmagazin“. Bei Starkregenereignissen wie denen in Berchtersgardener Land am Wochenende, gebe es keine Planbarkeit mehr.

„Wir brauchen einen Klimaruck“, sagte Söder. Er plädierte für „Klimaanpassung jetzt“, außerdem Klimaschutz und Vorsorge. Für Mittwoch kündigte er eine Regierungserklärung zu dem Thema an.

Die umstrittene Mindestabstands-Regelung für Windräder in seinem Bundesland will er aber nicht kippen. „Bei uns weht weniger Wind, dafür scheint mehr die Sonne“, sagte Söder dazu. (afp)



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