Illegales Erdogan-Banner in Duisburg: „Ist Deutschland noch ein souveräner Staat oder herrscht hier Diktator Erdogan?”

Epoch Times29. Juni 2018 Aktualisiert: 29. Juni 2018 10:30
Neben Autokorso und Feuerwerk sorgte Sonntagabend ein großes aufgehängtes Erdogan-Banner über einer Straße in Duisburg für Aufsehen. Das Banner wurde illegal angebracht und stellte eine Verkehrsbehinderung dar.

In den deutschen Städten, wo der Anteil von Deutschtürken bzw. türkischstämmigen Menschen hoch ist, wurde am Sonntag nach dem Wahlsieg des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan noch bis in die späten Abendstunden lautstark gefeiert.

So gab es nicht nur im Ruhrgebiet wie z. B. in Duisburg, sondern auch in der Hauptstadt Berlin zahlreiche Erdogan-Fans die hupend und türkische Fahnen schwenkend Autokorso fuhren und auf den Straßen Feuerwerk zündeten.

Am Montagabend tauchte dann auf Twitter ein Bild auf, dass ein über die Dieselstraße in Duisburg von einer Häuserfront zur anderen gespanntes großes Erdogan-Banner zeigte. Wer das Banner aufhing, ist nicht bekannt und der Twitter-Nutzer, der das Bild veröffentlichte, möchte anonym bleiben, schreibt „Der Westen“.

Auf Twitter fragen sich einige User nun, ob Deutschland noch ein souveräner Staat sei oder schon von „Diktator“ Erdogan regiert werde.

Stadt: „Banner stellte eine richtig gefährliche Verkehrsbehinderung dar“

Da das Banner mittig über die Straße hing und auch relativ niedrig, stellte es nach Angaben der Stadt eine Behinderung für den Straßenverkehr dar und wäre so nicht genehmigt worden. Es wurde auch keine Anfrage dazu an die Stadt gerichtet, erklärt ein Stadt-Sprecher der Zeitung.

„Das ist fließender Verkehr, der durch das Banner, das mitten auf der Straße hing, behindert wurde,“ heißt es seitens der Stadt. Das Banner stelle so eine „richtig gefährliche Verkehrsbehinderung“ dar. „Ein solches Banner kann nicht von uns genehmigt werden,“ so der Stadt-Sprecher.

Das übergroße Erdogan-Banner wurde bereits Sonntagabend durch die Duisburger Polizei entfernt und vernichtet. Ein Zeuge hatte die Beamten alarmiert. „Man kann ja nicht einfach ein Plakat quer über der Straße aufhängen“, sagte Polizeisprecherin Jacqueline Grahl, gegenüber „Der Westen“. (er)

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