Im November als Flüchtling gekommen: Erster Köln-Silvester-Dieb muss ein Jahr in den Knast

Epoch Times14. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 20:10
Der Algerier Hisham A. (21) ist der erste Täter in den Köln-Prozessen, der eine Freiheitsstrafe erhält. Erst zwei Monate war der Nordafrikaner in Deutschland, aber schon professionell bei der Arbeit. Am Donnerstag bekam der junge Kriminelle die Quittung für den Diebstahl einer Geldbörse in der Kölner Silvesternacht.

Das Gericht befand den jungen Algerier für schuldig, in der Kölner Silvesternacht gegen 0.25 Uhr auf dem Bahnhofsvorplatz einem alten Mann (60) das Portemonnaie aus der Hosentasche gestohlen zu haben.

Der Mann bemerkte den Diebstahl und hielt den Dieb fest, der ihm daraufhin einen Stoß versetzte. Als weitere Passanten eingriffen, kam es zu einem Handgemenge. Im Gedränge gab er professionell die Beute an einen Komplizen weiter.

Räuberischer Diebstahl

Das Kölner Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass sich Hisham A. "des räuberischen Diebstahls schuldig gemacht" habe, urteilte Richter Bernd Krieg.

Seit November 2015 war Hisham A. als Asylbewerber in Deutschland. Im Februar wollte er einen Deutschkurs machen. Dies hat sich vorerst erledigt. Obwohl der Angeklagte geständig war und sagte, dass die Tat ihm peinlich sei, sah der Richter keinen Spielraum für eine Bewährung.

Richter Krieg sagte: "Ich sehe keine positive Sozialprognose", zitiert der "Kölner Express".

Erste Prozesse gegen Diebe mit Bewährung

Bei den ersten Köln-Prozessen gegen Täter aus der Silvesternacht ging es nicht um die sexuellen Übergriffe, sondern Diebstahl.

Bereits am 24. Februar wurden zwei nordafrikanische Asylbewerber wegen Diebstahl eines Handys und einer Tasche mit Fotokamera zu Bewährungsstrafen verurteilt. Bei ihnen kam das Jugendstrafrecht zum tragen.

Nach ihren eigenen Angaben kamen die jungen Männer aus Marokko und Tunesien. (sm)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN