„Im Sinne der Humanität“: Berlin will Flüchtlinge und Migranten von der „Lifeline“ aufnehmen

Epoch Times26. Juni 2018 Aktualisiert: 26. Juni 2018 18:53
Das Land Berlin hat sich bereit erklärt, Flüchtlinge und Migranten des NGO-Schiffs "Lifeline" aufzunehmen. "Im Sinne der Humanität" brauche es dringend eine Lösung, heißt es aus Berlin.

Das Land Berlin hat sich bereit erklärt, Flüchtlinge und Migranten des NGO-Schiffs „Lifeline“ aufzunehmen.

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) forderte zudem laut eines Berichts der „taz“ (Mittwochausgabe) die Bundesregierung auf, ihrer Verantwortung gerecht zu werden. „Im Sinne der Humanität“ brauche es dringend eine Lösung, hieß es aus dem Senat.

Berlin wolle die Geflüchteten im Rahmen eines gemeinsamen Lösungsansatzes zusammen mit anderen Städten aufnehmen. Laut Senatssprecherin Kathi Seefeld äußerte sich Müller am Rande der Verleihung der Ehrenbürgerschaft an die beiden Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer und Inge Deutschkron.

Zuvor hatte sich der Regierungsschef mit seinen Koalitionspartnern, dem Kulturbürgermeistern Klaus Lederer (Linke) und der Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne), auf dieses Vorgehen verständigt. Pop sagte der taz: „Wir fordern Bundesregierung auf, eine humanitäre Lösung zu finden. Berlin ist bereit zu helfen und Menschen aufzunehmen.“

Sprecherin Seefeld zufolge hat es bereits Verhandlungen mit Barcelona und Neapel gegeben, die ebenfalls bereit seien, einen Teil der Menschen aufzunehmen. Berlins Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) bestätigte der „taz“ (Mittwochausgabe), dass sich die rot-rot-grüne Koalition auf dieses Vorgehen verständigt habe.

„Wir haben die Kapazitäten, um die Geflüchteten aufzunehmen.“ Allerdings könne Berlin dies nicht allein entscheiden: „Rechtlich ist es so, dass wir die Erlaubnis der Bundesregierung dafür brauchen“, sagte Breitenbach.

Nötig ist also die Zustimmung von Innenminister Horst Seehofer (CDU); dies regele Parapgraph 23, Absatz 1 des Aufenthaltsrechts. Das Schiff „Lifeline“ hat unterdessen die Erlaubnis erhalten, auf Malta anzulegen.

Seit Donnerstag harrte es mit 234 Flüchtlingen und Migranten an Bord auf internationalem Gewässer aus. Italien und auch Malta hatten sich bislang geweigert, die „Lifeline“ anlegen zu lassen. Ob Berlin alle oder nur einen Teil der „Lifeline“-Migranten aufnehmen würde, ist noch offen. (dts)



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