Infratest: CDU überholt SPD in Mecklenburg-Vorpommern

Epoch Times9. Juni 2020 Aktualisiert: 9. Juni 2020 10:59
Laut einer Umfrage für den Norddeutschen Rundfunk kommen die Christdemokraten in Mecklenburg-Vorpommern jetzt auf 29 Prozent der Wählerstimmen. Das sind etwa zehn Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2016.

Die CDU hat in Mecklenburg-Vorpommern die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig geführte SPD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst deutlich überholt.

In der am Dienstag veröffentlichten repräsentativen Erhebung von Infratest dimap für den Norddeutschen Rundfunk kommen die Christdemokraten auf 29 Prozent der Wählerstimmen. Das sind etwa zehn Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2016. Die SPD kommt auf 24 Prozent Zustimmung – ein Minus von mehr als sechs Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl.

Schwesig selbst verbucht allerdings hohe Zustimmungswerte. 70 Prozent der Wähler sind laut der Umfrage zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit ihr. Die CDU profitiert nach Ansicht der Wahlforscher vom positiven Bundestrend für die Union und Bundeskanzlerin Angela Merkel.

CDU fehlt seit Rücktritt von Landesvorsitzenden Parteispitze

Der CDU in Mecklenburg-Vorpommern fehlt seit dem überraschenden Rücktritt des Landesvorsitzenden Vincent Kokert im März eine gewählte Parteispitze. Um die Nachfolge bewerben sich sowohl der CDU-Bundestagsabgeordnete Philipp Amthor als auch die Schweriner Justizministerin Katy Hoffmeister. Ein Wahlparteitag wurde jedoch wegen der Corona-Krise verschoben.

Laut Umfrage käme Die Linke wie bei der Wahl 2016 auf etwa 13 Prozent der Stimmen, die Grünen würden mit etwa zehn Prozent – anders als die FDP – in den Landtag zurückkehren. Die AfD verlöre sechs Prozentpunkte und käme auf 15 Prozent der Stimmen.

Demnach wäre bei der Landtagswahl im Frühherbst 2021 die Fortsetzung einer rot-schwarzen Koalition möglich, wenn auch unter Führung der CDU. Auch eine rot-rot-grüne Koalition hätte eine Mehrheit im Landtag.

Telefonisch befragt wurden von Mittwoch bis Samstag vergangener Woche 1004 Wahlberechtigte in Mecklenburg-Vorpommern. Die Fehlertoleranz wurde mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

INSA: FDP legt zu

Im aktuellen INSA-Meinungstrend für „Bild“ (Dienstagausgabe) verlieren CDU/CSU (38 Prozent) und Bündnis90/Die Grünen (17,5 Prozent) jeweils einen halben Punkt. Die FDP (6,5 Prozent) gewinnt einen Punkt hinzu, die Linke (8,5 Prozent) einen halben Punkt. SPD (14 Prozent) und AfD (10 Prozent) halten ihre Werte aus der Vorwoche.

Sonstige Parteien kommen zusammen auf 5,5 Prozent (- 0,5). Sowohl eine schwarz-rote Koalition aus CDU/CSU und SPD mit zusammen 52 Prozent als auch eine schwarz-grüne Koalition mit zusammen 55,5 Prozent kommen auf deutliche Mehrheiten. Ein grün-rot-rotes Bündnis kommt zusammen auf 40 Prozent.

INSA-Chef Hermann Binkert: „Ohne und gegen CDU/CSU gibt es keine Mehrheiten. Und das liegt auch an Angela Merkel. Jeder vierte aktuelle Unionswähler verknüpft seine Wahlabsicht ausschließlich mit der amtierenden Kanzlerin.“

Für den INSA-Meinungstrend im Auftrag von „Bild“ wurden vom 12. bis zum 15. Juni 2020 insgesamt 2.051 Bürgerinnen und Bürger befragt. (afp/nh)

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