Kanzlerkandidat Olaf Scholz (SPD) im Triell-Fernsehstudio. In der Fernsehdebatte hat sich Scholz laut einer ZDF-Blitzumfrage vergleichsweise am besten geschlagen.Foto: Michael Kappeler/dpa-Pool/dpa/dpa

SPD weiter vor Union – Rund 20 Prozent wollen gar nicht wählen

Epoch Times17. September 2021 Aktualisiert: 17. September 2021 6:58

Die SPD legt in der Wählergunst weiter zu und bleibt vor der Union. Würde bereits am kommenden Sonntag über die Zusammensetzung des Parlamentes entschieden, käme die CDU/CSU aktuell auf 22 Prozent (+2 Punkte im Vergleich zu Anfang September und die SPD auf 26 Prozent (+1), ist das Ergebnis einer Infratest-Umfrage für den ARD-„Deutschlandtrend“. Die AfD käme demnach auf elf Prozent (-1). Die FDP läge bei elf Prozent (-2). Die Linke käme unverändert auf sechs Prozent und die Grünen auf 15 Prozent (-1).

Alle anderen Parteien kämen zusammen auf neun Prozent, darunter die Freien Wähler mit drei Prozent. Bei einem Wahlausgang entsprechend der aktuellen Sonntagsfrage würde es rechnerisch für eine Koalition aus SPD und CDU/CSU reichen, darüber hinaus für SPD-geführte Drei-Parteien-Bündnisse mit Grünen und FDP, aber auch mit Grünen und Linken.

Rechnerisch möglich wäre ebenso eine unionsgeführte Koalition mit Grünen und FDP. Bewegungen sind bis zum 26. September weiterhin möglich. Knapp jeder Sechste (16 Prozent) gibt in der aktuellen Umfrage an, dass sich die Parteipräferenz bis zum Wahlsonntag in 10 Tagen noch ändern könnte.

Für rund zwei Drittel (65 Prozent) ist nach eigenen Angaben die Wahlentscheidung dagegen bereits gefallen. Etwa jeder fünfte Befragte (19 Prozent) gibt an, nicht an der Wahl teilnehmen zu wollen oder lässt keine Neigung zu einer Partei erkennen. Mit Blick auf die gewünschte Regierungsführung zeigen die Befragten zehn Tage vor der Wahl keine eindeutige Präferenz.

Aktuell spricht sich weiterhin rund ein Drittel (34 Prozent, -1 im Vgl. zu Anfang September) für eine SPD-geführte Regierung aus. Dagegen sprechen sich mittlerweile drei von zehn (29 Prozent, +5) für ein weiterhin unionsgeführtes Kabinett aus. Unverändert etwa jeder Achte (12 Prozent, -1) wünscht sich eine Regierungsbildung unter Führung der Grünen. Für ein Viertel (25 Prozent, -3) kommt keine der drei Optionen in Frage.

Wenn man den Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin direkt wählen könnte, dann würden aktuell 40 Prozent (-3 im Vgl. zu Anfang September) für SPD-Kandidat Olaf Scholz stimmen. 19 Prozent (+3) würden Unions-Kandidat Armin Laschet vorziehen und 13 Prozent (+1) Annalena Baerbock. Drei von zehn Deutschen (28 Prozent; -1) können oder wollen sich nach wie vor für keine der drei Personen entscheiden. Bei der Bewertung der politischen Arbeit verliert Olaf Scholz gegenüber dem Monatsbeginn an Zuspruch, bleibt aber mit aktuell 51 Prozent (-5) der mit Abstand populärste Spitzenkandidat dieser Bundestagswahl. An zweiter Stelle steht im aktuellen Urteil der Wahlberechtigten FDP-Vorsitzender Christian Lindner, den weiterhin ein Drittel (33 Prozent, +1) positiv bewertet.

Mit der Arbeit der Kanzlerkandidatin der Grünen Annalena Baerbock sind 27 Prozent (+2) zufrieden und mit der Arbeit des Unions-Kandidaten Armin Laschet 25 Prozent (+5). Die Spitzenkandidatin der Linken Janine Wissler wird kritischer gesehen: 9 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden (-1 zu August). Allerdings ist sie nur bei 41 Prozent der Befragten bekannt. Eine ähnliche Situation zeigt sich bei AfD-Kandidat Tino Chrupalla (8 Prozent, unverändert zu August und 49 Prozent Bekanntheit). Für den „Deutschlandtrend“ im Auftrag der ARD-Tagesthemen befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest von Montag bis Mittwoch diese Woche 1.512 Wahlberechtigte. (dts/oz)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion